<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-4674613588760363990</id><updated>2012-01-30T16:29:17.222+01:00</updated><title type='text'>WIESEL-KOMMISSION</title><subtitle type='html'>Wiesel-Kommission ist der gebräuchliche Name für die Internationale Kommission zur Erforschung des Holocaust in Rumänien.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Edgar Hauster</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02845427906846633254</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://photos1.blogger.com/blogger/4133/3143/1600/eddy.0.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>13</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4674613588760363990.post-971928701464983380</id><published>2008-03-28T16:00:00.003+01:00</published><updated>2008-05-11T18:39:11.616+02:00</updated><title type='text'>Die Wurzeln des rumänischen Antisemitismus</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Die jüdische Gemeind&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;e in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Frum%C3%A4nien" target="_blank"&gt;Großrumänien&lt;/a&gt; war m&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;itgliederstark und vielfältig. Aus dem Zeitraum vor dem Ersten Weltkrieg stammte ihre enge geschichtliche Verwurzelung mit dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altreich_%28Rum%C3%A4nien%29" target="_blank"&gt;rumänischen Altreich&lt;/a&gt;, d&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;er k.u.k. Doppelmonarchie Österreich-Ungarn und dem russischen Zarenreich. Gemäß der Volkszählung von 1930, lebten zu dieser Zeit in Großrumän&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;ien 756.930 Juden, was 4,2 % der Gesamtbevölkerung entsprach, eine Zahl, die in dem darauf folgenden Jahrzehnt zweifellos weiter angestiegen ist. Die Juden bildeten 13,6 % der städtischen Bevölkerung von insgesamt 3.632.000, jedoch nur 1,6 % der Landbevölkerung von ca. 14.421.000 Einwoh&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;nern. Mehr als zwei Drittel der Juden in Rumänien lebten in den Städten und unter einem Drittel im ländlichen Umfeld. Obwohl die jüdische Bevölkerung in dem neuen Staat zahlreiche Gemeinsamkeiten aufwies, entstammte sie dennoch verschiedenen Kulturkreisen, unterschiedlich durch die politische Geschichte der jeweiligen Länder, in denen sie vormals lebten, durch den Assimilierungsgrad an die rumänische Sprache und Kultur, und nicht zuletzt, dadurch, inwieweit sie sich als zugehörig zu der jüdischen Tradition und Religion zu erkennen gaben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Die Wurzeln des rumänischen Antisemitismus sind eng verflochten mit den Ursprüngen des modernen rumänischen Staates. Mit dem Antisemitismus, der in Rumänien zwischen den zwei Weltkriegen sichtbar geworden ist, ist unmittelbar die Saat aufgegangen, die an den entscheidenden Wendepunkten in der Entwicklung des Landes seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gesät worden ist. Über weite Strecken des 19. Jahrhunderts hat es bereits starke antisemitische Strömungen gegeben, die - in unterschiedlicher Stärke und Ausprägung - das politische, kulturelle und geistige Leben der rumänischen Gesellschaft beeinflusst haben. Der Aufstieg d&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;er National-Christlichen Partei in&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; 1937, das Aufkommen der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsdiktatur#K.C3.B6nigsdiktatur_Carol_II._in_Rum.C3.A4nien_-_Zeittafel" target="_blank"&gt;Königsdiktatur&lt;/a&gt; in 1938 und die Bildung des Nationalen Legionärsstaates unter der Führung von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ion_Antonescu" target="_blank"&gt;Ion Antonescu&lt;/a&gt; und der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eiserne_Garde" target="_blank"&gt;Eisernen Garde&lt;/a&gt; in 1940 gipfelten im Holocaust des 20. Jahrhunderts.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Die antisemitische Politik der Regierung &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goga" target="_blank"&gt;Goga&lt;/a&gt;, der Königsdiktatur und des Nationalen Legionärsstaates war wegbereitend für die erheblich schwereren Ausschreitungen, die sich später, während des Krieges, unter dem Regime vo&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;n Antonescu ereignen sollten. Ion Antonescu hatte &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;die Absicht, die Juden aus Rumänien zu entfernen, sei es durch &lt;/span&gt;&lt;a href="http://books.google.com/books?hl=de&amp;amp;id=47LrQMcLGuoC&amp;amp;dq=rum%C3%A4nisierung&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=uB6H1nibSl&amp;amp;sig=WSuL7WMZU6hNKWXQgvHuzN8pvzM" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-style: italic;font-family:verdana;" &gt;Rumänisierung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; (Enteignung und Entzug der Existenzgrundlage), durch Deportationen oder - letztlich - durch deren Ermordung. Dieser Wechsel zu einer antisemitischen Politik wurde von den politischen, kulturellen und religiösen Eliten des Landes weitgehend unterstützt, zumindest jedoch akzeptiert. Selbst die Verschärfung dieser Politik fügte sich nahtlos in die Gedankenmuster ein, die einen integralen Bestandteil der politischen, intellektuellen und geistigen Auseinandersetzungen bildeten, die den Zeitraum kennzeichneten, der zwischen dem Kampf um die Schaffung eines unabhängigen rumänischen &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Staates im 19. Jahrhundert und der Gründung Großrumäniens lag. Dieses wollten Antonescu und seine Gefolg&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;sleute wiederaufleben lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der juristische Status der Juden in dem neuen rumänischen Staat war seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, über ein Jahrhundert lang, umstritten, und hat immer wieder zu gewaltigen antisemitischen Ausbrüchen geführt. Die Anführer der Revolutionen von 1848 in den Fürstentümern &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Walachei_%28Rum%C3%A4nien%29" target="_blank"&gt;Walachei&lt;/a&gt; und der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_Moldau" target="_blank"&gt;Moldau&lt;/a&gt; hatten Emanzipation und Gleichberechtigung für die Juden gefordert. Nach der Niederschlagung der Revolutionen, ist jedoch der Status der Fürstentümer erneut zum Verhandlungsgegenstand der europäischen Mächte geworden. Damit wurde auch die Verbesserung der Lage der Juden zu einem international beachteten Problem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Artikel 46&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; der Pariser Konvention von 1858 (19. A&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;ugust 1858), welcher die Bedingungen für die Vereinigung der Fürstentümer Walachei und Moldau enthielt, wies im weiteren Verlauf den Weg zur Gewährung voller Bürgerrechte für die Juden. Als aber die europäischen Mächte in den &lt;a href="http://www.fordham.edu/halsall/mod/1878berlin.html" target="_blank"&gt;Artikeln 43 und 44&lt;/a&gt; des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Vertrag_1878" target="_blank"&gt;Berliner Vertrages von 1878&lt;/a&gt; die Anerkennung der Unabhängigkeit Rumäniens von der Gewährung bürgerlicher und politischer Rechte für die jüdische Bevölkerung abhängig machten, regte sich lautstarker Protest der kulturellen und politischen Eliten des neuen Staates. Dieser äußere Druck hat eine starke Gegenbewegung in ihren Reihen ausgelöst, zu einem Zeitpunkt, als sie sich für die Unabhängigkeit und Souveränität Rumäniens stark machten. Gleichzeitig wurden Zweifel an der Loyalität der Juden geschürt, verschärft und bis in das folgende Jahrhundert hinein fortgeschrieben. Die Juden strebten hingegen Bürgerrechte und die rechtliche Gleichstellung an. Antisemitische Äußerungen waren nicht nur bei der politischen Elite in Rumänien an der Tagesordnung, sondern auch innerhalb der kulturellen und intellektuellen Kreise des Landes weit verbreitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So bestand also bereits in den ersten Jahrzehnten der Entwicklung des modernen Rumänien &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;im politischen und intellektuellen Leben des Landes &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;eine starke antisemitische Strömung , die nicht etwa nur gesellschaftliche Randbereiche einbezog, sondern vielmehr aus der Mitte der Gesellschaft hervorging. Mehr noch, die Sprache, die verwendet wurde, wenn es um Juden ging, war schon von Anbeginn an radikal. Es war die menschenverachtende Sprache, die auf Ausgrenzung und Vernichtung abzielte. Genau genommen, wurde dieses radikale antisemitische Vokabular auch in den folgenden Jahrzehnten gebraucht, bis zu der Zeit des Holocaust, und selbst darüber hinaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die politischen und intellektuellen Kreise Rumäniens steckten tief im Sumpf antijüdischer Gefühlsregungen und gaben sich einer jahrzehntelangen, ununterbrochenen antisemitischen Rhetorik hin. Es verwundert daher nicht, dass die zwei wichtigen Parteien in Großrumänien (Rumänien nach dem Ersten Weltkrieg), die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Partidul_National_Liberal" target="_blank"&gt;Nationale Liberale Partei&lt;/a&gt; und die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/PN%C5%A2-CD" target="_blank"&gt;Nationale Bauernpartei&lt;/a&gt;, der Lage der jüdischen Minderheit im Lande bestenfalls gleichgültig gegenüberstanden. Obwohl keines der Parteiprogramme eine offene antisemitische Position vertrat, hat keine der beiden Parteien etwas unternommen, um Gleichberechtigung, Gleichstellung und Sicherheit für Juden zu gewährleisten. Vielmehr hat die - erzwungene - massive Gewährung der rumänischen Staatsbürgerschaft für Juden, viele der Parteiführer in beiden Parteien empört und dieser unverhohlene Zorn kam häufig in den parlamentarischen Debatten sowie der Presse zum Ausdruck. Einige der Parteiführer der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Partidul_National_Liberal" target="_blank"&gt;Nationalen Liberalen Partei&lt;/a&gt; und der Nationalen Bauernpartei waren fest entschlossen, jede sich bietende Gelegenheit zu einer antisemitischen Politik zu nutzen, vor allem, im Wirtschaftssektor und im Erziehungswesen. Während sich die Jüdische Gemeinde in Rumänien in der Defensive befand und nur noch darum kämpfte, die kürzlich erzielten Rechte nicht zu verlieren, wurde das Bedürfnis der Juden nach einem wirkungsvollen Schutz ignoriert, solange diese beiden Parteien die Macht in Rumänien ausübten. Wenn aber die Juden in Rumänien sich Hilfe suchend an jüdische Gemeinden und Organisationen im Ausland oder aber direkt an ausländische Regierungen wandten, dann erreichten sie damit nur, die Position derjenigen zu stärken, die sie als Vaterlandsverräter denunzierten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der &lt;a href="http://www.shoa.de/content/view/348/230/" target="_blank"&gt;Nationalen Agrar-Partei&lt;/a&gt; von Goga, Anfang der 30er Jahre, war es hauptsächlich die &lt;a href="http://www.shoa.de/content/view/348/230/" target="_blank"&gt;National-Christliche Partei (PNC)&lt;/a&gt;, die ab 1935 die Unterstützung der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" target="_blank"&gt;Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei&lt;/a&gt; erhielt, ungeachtet der größeren ideologischen Nähe zwischen der Eisernen Garde und den Nationalsozialisten. Trotz der kurzen Machtperiode der PNC, hat ihre antisemitische Politik einen starken Einfluss auf die nachfolgenden Regierungen gehabt. Ein bedeutender Teil der Parteigänger der PNC wirkte in den Regierungen während der Königsdiktatur mit und trat dann in der bürgerlichen Administration unter Ion Antonescu während des Zweiten Weltkrieges erneut in Erscheinung. Das Parteiprogramm der PNC nahm die antisemitischen Positionen auf, die bereits in den Programmen der Parteien von &lt;a href="http://www.shoa.de/content/view/348/230/" target="_blank"&gt;Goga&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.shoa.de/content/view/348/230/" target="_blank"&gt;Cuza&lt;/a&gt;, vor ihrer Fusionierung zur PNC, enthalten waren. Diese Parteiprogramme waren monarchistisch, sahen aber Änderungen an der &lt;a href="http://www.shoa.de/content/view/348/230/" target="_blank"&gt;Verfassung von 1923&lt;/a&gt; vor, die zum Ziel hatten, die Vorherrschaft der ethnischen Rumänen in allen gesellschaftlichen Bereichen zu sichern; der "nationale Charakter" der Presse und aller kulturellen Aktivitäten sollte gewährleistet werden. Demzufolge sollte den Juden ein &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Numerus_clausus" target="_blank"&gt;Numerus clausus &lt;/a&gt;auferlegt werden. Die PNC und ihre Vorgängerparteien waren bestrebt, die Juden aus Rumänien auszuweisen, unter dem Vorwand, dass sich diese bzw. deren Vorfahren "illegal eingeschlichen" hätten, oder aber, erst "nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens" in das Land eingereist seien, während die im Land Verbleibenden aus allen Ämtern und der öffentlichen Verwaltung ausgeschlossen werden sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Grundlage von Regierungsverordnungen, ohne parlamentarische Zustimmung, richteten sich die ersten Verwaltungsakte der PNC gegen die jüdische Minderheit. Bezeichnenderweise hat die Regierung, in Übereinstimmung mit dem Parteiprogramm der PNC von 1935, am 22. Januar 1938 die Regierungsverordnung Nr. 169 erlassen, mit dem Ziel, den staatsbürgerlichen Status der Juden zu revidieren. De facto bedeutete diese Gesetzesverordnung nichts anderes, als die Annullierung der den Juden nach dem Ersten Weltkrieg gewährten Staatsbürgerschaft. Sie sah vor, dass alle Juden binnen 40 Tagen nach der Veröffentlichung von Bürgerlisten, geeignete Unterlagen und Nachweise zur "Prüfung" ihrer Staatsbürgerschaft vorlegen sollten. Diejenigen Juden, die sich diesem Verfahren nicht fügten, oder deren Nachweisdokumente angeblich unvollständig waren, wurden demnach zu "Ausländern" erklärt. Neben dem Verlust ihrer politischen Rechte, bedeutete dies für viele Juden den Wegfall der Arbeitsgenehmigung und die jederzeit drohende Ausweisung, je nach Belieben der Regierung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Corneliu_Zelea_Codreanu" target="_blank"&gt;C. Z. Codreanu&lt;/a&gt; hat die Legion Erzengel Michael 1927 und deren militanten Ableger, di&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;e Eiserne Garde&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eiserne_Garde" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;, 1930 gegründet. Der Antisemitismus war ein zentrales Element der ideologischen Ausrichtung der Eisernen Garde. Von der Legion wurden alle gängigen Vorurteile gegen die Juden bedient: Erschleichung der Staatsbürgerschaft, jüdische Überfremdung rumänischer Städte und rumänischer Kultur, Ausbeutung der Bauern durch Alkohol, Tabak und andere Einflussmittel, Kontrolle der Presse, Aktivitäten im Dienst der rumänischen Feinde und Vertretung ausländischer Interessen. Hingegen enthielt der Antisemitismus der Eisernen Garde auch neue Elemente. Er richtete sich nicht nur gegen die Juden, sondern auch gegen die "verjudeten" rumänischen Politiker, welche, bestochen durch die Juden, es diesen gestatteten, Rumänien zu "übernehmen". Die Garde bekannte sich zur &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diktatur" target="_blank"&gt;Diktatur&lt;/a&gt; als Organisationsprinzip und zur Gewalt als Abwehrmaßnahme gegen die Bedrohung durch den "Judenstaat", der sich rund um &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Talmud" target="_blank"&gt;Talmud&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kehillah" target="_blank"&gt;Kehillah&lt;/a&gt; (Jüdische Gemeinde) bildet und - neuerdings - als &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bolschewismus" target="_blank"&gt;Bolschewismus&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunismus" target="_blank"&gt;Kommunismus&lt;/a&gt; auftritt. Sie glorifizierte auch den spirituellen Kampf und die Moral, denen die mystischen Bilder der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rum%C3%A4nisch-Orthodoxe_Kirche" target="_blank"&gt;Rumänisch-Orthodoxen Kirche&lt;/a&gt; zu Grunde lagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon seit 1923 haben die Legionäre begonnen, "Verräter" zu entlarven, um diese zu liquidieren. In den darauf folgenden 18 Jahren war die Legion für zahlreiche gewalttätige Übergriffe, hauptsächlich zu Lasten der Juden, verantwortlich, weiterhin für die Ermordung von zwei Premierministern (&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ion_Duca" target="_blank"&gt;Ion Duca&lt;/a&gt; in 1933 und &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Armand_C%C4%83linescu" target="_blank"&gt;Armand Călinescu&lt;/a&gt; in 1939), die Ermordung von mehreren Ministern und anderen Persönlichkeiten von lokaler und nationaler Bedeutung aus Politik und Kultur. Die Gewalttätigkeit der Eisernen Garde erreichte ihren Höhepunkt am 26.-27. November 1940, als in &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;dem Gefängnis von &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jilava" target="_blank"&gt;Jilava&lt;/a&gt; 64 führende Persönlichkeiten und Verteidiger der politischen Ordnung in der Zwischenkriegszeit (einschließlich eines ehemal&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;igen Premierministers) ermordet wurden. Daneben wurden auch sechs Polizeipräfekten getötet und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nicolae_Iorga" target="_blank"&gt;Nicolae Iorga&lt;/a&gt;, ein weiterer ehemaliger Premierminister sowie &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Virgil_Madgearu" target="_blank"&gt;Virgil Madgearu&lt;/a&gt;, ein ehemaliger Minister der Nationalen Bauernpartei, wurden brutal ermordet. Gleichzeitig fand das Pogrom von Bukarest statt, dem 121 Juden zum Opfer fielen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4674613588760363990-971928701464983380?l=wiesel-kommission.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/feeds/971928701464983380/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4674613588760363990&amp;postID=971928701464983380' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/971928701464983380'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/971928701464983380'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/2007/12/die-wurzeln-des-rumnischen.html' title='Die Wurzeln des rumänischen Antisemitismus'/><author><name>Edgar Hauster</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02845427906846633254</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://photos1.blogger.com/blogger/4133/3143/1600/eddy.0.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4674613588760363990.post-446551776687205716</id><published>2008-03-27T15:00:00.002+01:00</published><updated>2008-05-11T18:40:36.455+02:00</updated><title type='text'>Die rumänisch-deutschen Beziehungen vor und während des Holocaust</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Der Beginn der Annäherung zwischen Deutschland und Rumänien geht auf das Jahr 1936 zurück. Für die rumänischen Machthaber standen Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen im Vordergrund; Deutschland sollte den ungarischen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Revisionismus" target="_blank"&gt;Revisionismus&lt;/a&gt; unter Kontrolle halten und Rumänien gegen mögliche sowjetische Bedrohungen in Schutz nehmen. Dennoch blieben die politischen Beziehungen schwierig. Die revisionistische, zunehmend aggressive deutsche Politik gab sich nicht nur mit einer Neuausrichtung der rumänischen Außenpolitik zufrieden, sondern forderte auch einen Wechsel in der Innenpolitik. Deshalb hat Deutschland - ideologisch und finanziell - die extreme Rechte und die antisemitischen rumänischen Gruppierungen unterstützt, die dazu beitrugen, die demokratische Ordnung des Landes zu untergraben. Darüber hinaus hat Deutschland eine aktive Rolle in den inneren Konflikten der deutschen Minderheit gespielt und den Aufbau einer nationalsozialistischen lokalen Bewegung unterstützt bzw. finanziert. Gemäß dem deutschen Historiker &lt;a href="http://www.histinst.rwth-aachen.de/default.asp?documentId=49" target="_blank"&gt;Armin Heinen&lt;/a&gt;, war &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Octavian_Goga" target="_blank"&gt;Octavian Goga&lt;/a&gt; der erste von Nazi-Deutschland finanzierte rumänische Politiker. In den 30er Jahren ist es den Machthabern in Berlin gelungen, die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rum%C3%A4niendeutsche" target="_blank"&gt;Rumäniendeutschen&lt;/a&gt; unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Tatsache, dass der Antisemitismus in Deutschland, einem der wichtigen europäischen Machtfaktoren, zur Staatsdoktrin erklärt wurde, hat die Antisemiten auch in anderen Teilen des Kontinents, einschließlich Rumänien, ermutigt. Diese von Deutschland beeinflusste Verstärkung des Antisemitismus, die auch in Rumänien nachvollzogen wurde, hat sogar noch stattgefunden, bevor die deutschen Bemühungen, einen Keil zwischen Rumänien und seinen ehemaligen Alliierten zu treiben, ihre Wirkung entfalteten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Verlust &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bessarabien" target="_blank"&gt;Bessarabiens&lt;/a&gt; an die Sowjetunion im Juni 1940, hat die rumänische Regierung Deutschland als einen Verteidiger gegen den von Ungarn und Bulgarien ausgehenden Revisionismus gesehen. Dennoch wurden die rumänischen Hoffnungen enttäuscht, denn &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler" target="_blank"&gt;Hitler&lt;/a&gt; stützte die Territorialansprüche, die von Bulgarien und Ungarn gegenüber Rumänien geltend gemacht wurden. Gleichzeitig begann die Politik der Umsiedlung von Teilen der Bevölkerung; von hier an war es nur noch ein kleiner Schritt bis zu den "Terrain-Säuberungen", den so genannten &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ethnische_S%C3%A4uberung" target="_blank"&gt;ethnischen Säuberungen&lt;/a&gt;, ein Schritt, der das tragische Schicksal der Juden und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roma_%28Volk%29" target="_blank"&gt;Roma&lt;/a&gt; bestimmt hat, die &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;während des Zweiten Weltkrieges &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;der rumänischen Herrschaft unterstanden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;br /&gt;Als sich Rumänien am 23. November 1940 den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Achsenm%C3%A4chte" target="_blank"&gt;Achsenmächten&lt;/a&gt; anschloss, bekannte sich &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ion_Antonescu" target="_blank"&gt;Ion Antonescu&lt;/a&gt; uneingeschränkt zu der "deutschen Option". Das Antonescu-Regime hatte die Vision, die verlorenen Gebiete zurückzuerlangen und an der neuen, im &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dreim%C3%A4chtepakt" target="_blank"&gt;Dreimächtepakt&lt;/a&gt; skizzierten, internationalen Ordnung teilzuhaben. Die damit verbundene Ankunft des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzstaffel" target="_blank"&gt;SS&lt;/a&gt;-&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Organisationsstruktur_der_SS" target="_blank"&gt;Hauptsturmführers&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.shoa.de/content/view/348/230/" target="_blank"&gt;Gustav Richter&lt;/a&gt;, Ende April 1941, in Rumänien, sollte schreckliche Folgen für das Schicksal der rumänischen Juden haben. Richter, speziell vom &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reichssicherheitshauptamt" target="_blank"&gt;Reichssicherheitshauptamt (RSHA)&lt;/a&gt; entsendet, war ein "Experte" für "jüdische Probleme". Am 16. Mai 1941 berichtete er dem Botschafter &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Freiherr_von_Killinger" target="_blank"&gt;von Killinger&lt;/a&gt;, dass er die Zustimmung der rumänischen Behörden erhalten habe, an dem Prozess der &lt;a href="http://books.google.com/books?hl=de&amp;amp;id=47LrQMcLGuoC&amp;amp;dq=rum%C3%A4nisierung&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=uB6H1nibSl&amp;amp;sig=WSuL7WMZU6hNKWXQgvHuzN8pvzM" target="_blank"&gt;Rumänisierung&lt;/a&gt;, der Koordination der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Jüdischen Zentrale&lt;/span&gt; (das rumänische Äquivalent für den wenige Monate später gegründeten &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judenrat" target="_blank"&gt;&lt;span&gt;Judenrat&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;) und an den zukünftigen Deportationen mitzuwirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen entscheidenden Einfluss auf das Schicksal der jüdischen Bevölkerung in Bessarabien und der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bukowina" target="_blank"&gt;Bukowina&lt;/a&gt; hatte der Besuch von Antonescu &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;[Anm. des Übersetzers: Ion Antonescu] &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;in München am 12. Juni 1941, bei dem die Details der militärischen Zusammenarbeit zwischen Rumänien und Deutschland verabschiedet wurden. Im Glauben an den bevorstehenden Sieg der Deutschen, informierte &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mihai_Antonescu" target="_blank"&gt;Mihai Antonescu&lt;/a&gt; im August 1941 die Regierung, dass "er bereits Verhandlungen mit einem hochrangigen Vertreter der deutschen Behörden gehabt hat, die das jüdische Problem von Grund auf angehen wollen, sich aber darüber bewusst sind, dass es dafür letztendlich nur eine internationale Lösung geben kann und sie gleichzeitig bereit sind, Rumänien bei der Vorbereitung dieser Lösung zu unterstützen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 7. August 1941 hat Mihai Antonescu von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Himmler" target="_blank"&gt;Himmler&lt;/a&gt; gefordert, dass Gustav Richter, der im Juli nach Berlin zurückgekehrt war, nach Bukarest zurückgeschickt wird. Antonescu lobte die Arbeitsweise von Richter und hoffte, wieder mit ihm zusammenarbeiten zu können, "da für das jüdische Problem eine radikale und endgültige internationale Lösung erforderlich ist, bei der man sich auf die deutsche Erfahrung in diesem Bereich stützen kann." Auf Empfehlung von Richter und infolge der Pressionen von Seiten der deutschen Botschaft, haben die rumänischen Behörden die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Jüdische Zentrale von Rumänien&lt;/span&gt; gegründet, jegliche &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zionismus" target="_blank"&gt;zionistischen&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; Aktivitäten u&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;ntersagt, eine Erfassung der "Personen mit jüdischem Blut" durchgeführt und die technischen Vorbereitungen getroffen, um die Juden aus Rumänien in das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vernichtungslager_Belzec" target="_blank"&gt;Vernichtungslager Belzec&lt;/a&gt;, im Süd-Osten Polens, zu deportieren. Mehr noch, die groß angelegten Massaker und die Zähigkeit, mit der Antonescu die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Endl%C3%B6sung_der_Judenfrage" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Endlösung&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; in den befreiten rumänischen Gebieten, und später in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transnistrien_%28Zweiter_Weltkrieg%29" target="_blank"&gt;Transnistrien&lt;/a&gt;, praktizierte, haben Bewunderung unter den Nazis und insbesondere bei Hitler hervorgerufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Juni 1942, unter dem Eindruck der deutschen Siege in der UdSSR und infolge des Vorstoßes der rumänischen Armee in den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kaukasus" target="_blank"&gt;Kaukasus&lt;/a&gt; und der Überquerung des Don, gab Antonescu seine Zustimmung zur Anwendung der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Endlösung&lt;/span&gt; für die Juden aus Rumänien. Dies war mit deren Deportation in die von Deutschland kontrollierten Gebiete verbunden. Im Zeitraum Juli - Oktober 1942 wurde die Planung für die Deportation der rumänischen Juden in die Vernichtungslager im &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Generalgouvernement" target="_blank"&gt;Generalgouvernement&lt;/a&gt; (Polen unter deutscher Besetzung) fertiggestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gustav Richter und &lt;a href="http://www.shoa.de/content/view/348/230/" target="_blank"&gt;Radu Lecca&lt;/a&gt;, Kommissar der Rumänischen Regierung für Jüdische Probleme, haben gleichermaßen detaillierte Pläne zur Deportierung und Vernichtung von über 250.000 rumänischen Juden in dem Lager Belzec in Polen ausgearbeitet. Folgende Hauptpunkte sollten hierbei Beachtung finden: Logistik und Operationspläne, Desinformations- und Täuschungsmaßnahmen zur Zerstreuung der Befürchtungen der jüdischen Bevölkerung, Klärung einiger Rechtsfragen zwischen Rumänien und Deutschland und die Einbeziehung des lokalen &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Judenrates&lt;/span&gt;. Gemäß der Planung von Richter, sollten die Deportierten ihre rumänische Staatsbürgerschaft mit dem Grenzübertritt verlieren, während die "Arbeitsunfähigen" einer "Sonderbehandlung" unterzogen werden sollten. Entsprechend der von dem RSHA erlassenen Direktiven, hat Richter von Mihai Antonescu eine schriftliche Verpflichtungserklärung erhalten, die dessen Zustimmung zu den Deportationen enthielt. Zum Schluss jedoch, hat die Deportation der Juden aus Rumänien nicht mehr stattgefunden. Botschafter von Killinger hat, in Begleitung von Richter, am 26. November 1942 Mihai Antonescu einen Besuch abgestattet, um von diesem eine Erklärung zu fordern.  Der rumänische Außenminister erklärte hierzu, dass Marschall Antonescu "entschieden habe, lediglich die Möglichkeit einer Evakuierung der Juden aus Transsilvanien zu erwägen, dass aber die Maßnahme zurückgestellt werde." Nach &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Stalingrad" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Stalingrad&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; hat die rumänische Regierung Berlin offiziell mitgeteilt, dass "das jüdische Problem in Rumänien nur durch Emigration gelöst werden kann". Antonescu hat dem Druck der Nationalsozialisten nicht nachgegeben, der zunächst von dem deutschen Botschafter, dann aber auch während der Begegnungen im April 1943 mit Hitler und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_von_Ribbentrop" target="_blank"&gt;Ribbentrop&lt;/a&gt; von diesen ausgeübt wurde, um ihn zu der Einhaltung seiner Verpflichtung zu der Deportation der Juden zu bewegen. Damit hat Antonescu die Juden im &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altreich_%28Rum%C3%A4nien%29" target="_blank"&gt;Altreich&lt;/a&gt; und dem Süden Transsilvaniens vor der Anwendung der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Endlösung&lt;/span&gt; durch die Nationalsozialisten bewahrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4674613588760363990-446551776687205716?l=wiesel-kommission.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/feeds/446551776687205716/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4674613588760363990&amp;postID=446551776687205716' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/446551776687205716'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/446551776687205716'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/2007/12/die-rumnisch-deutschen-beziehungen-vor.html' title='Die rumänisch-deutschen Beziehungen vor und während des Holocaust'/><author><name>Edgar Hauster</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02845427906846633254</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://photos1.blogger.com/blogger/4133/3143/1600/eddy.0.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4674613588760363990.post-8858985613561678737</id><published>2008-03-26T14:00:00.001+01:00</published><updated>2008-05-11T18:46:23.447+02:00</updated><title type='text'>Der Rückzug Rumäniens aus Bessarabien und der Bukowina im Juni/Juli 1940</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Am 23. August 1939 haben Deutschland und die Sowjetunion einen Nichtangriffspakt, den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-sowjetischer_Nichtangriffspakt" target="_blank"&gt;Ribbentrop-Molotow-Pakt&lt;/a&gt;, abgeschlossen. Die Sowjets haben auf einem geheimen Zusatzprotokoll bestanden, das die &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Einflusssphären der &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;beiden Mächte abgrenzte: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitteleuropa" target="_blank"&gt;Mittel-&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdosteuropa" target="_blank"&gt;Südosteuropa&lt;/a&gt;, das Gebiet zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer sowie Finnland, Estland und Lettland befanden sich demnach in der sowjetischen Einflusssphäre, während Litauen mit der Stadt &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vilnius" target="_blank"&gt;Vilnius (Wilna)&lt;/a&gt; dem deutschen Machtbereich zufiel. Deutschland und die Sowjetunion haben anschließend Polen untereinander aufgeteilt. In Südosteuropa haben die Sowjets &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bessarabien" target="_blank"&gt;Bessarabien&lt;/a&gt; beansprucht&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;, nachdem Deutschland sein "völliges Desinteresse an dieser Region" bekundet hat. Die deutsche Version des Paktes erwähnte rumänische "Regionen", die an die Sowjetunion abzutreten waren, während die sowjetische Version lediglich Bessarabien benannte. Die Sowjets haben sich später, d. h. in 1940, auf die deutsche Version berufen, um zusätzliche Ansprüche auf die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bukowina" target="_blank"&gt;Nordbukowina&lt;/a&gt; und das &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hertza_region" target="_blank"&gt;Hertza-Gebiet&lt;/a&gt; zu erheben. Der Ribbentrop-Molotow-Pakt hatte die geopolitische Lage Rumäniens verschlechtert, was den Königsrat am 6. September 1939 bewog, die Neutralität des Landes auszurufen. Die rumänische Regierung beschloss am 28. Mai 1940, die Annäherungspolitik an Deutschland zu intensivieren, denn Deutschland wurde als einziger Macht zugetraut, die Sowjets unter Kontrolle zu halten. Diese 180-Grad-Wende in der Außenpolitik wurde von einer noch engeren Zusammenarbeit zwischen der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsdiktatur#K.C3.B6nigsdiktatur_Carol_II._in_Rum.C3.A4nien_-_Zeittafel" target="_blank"&gt;Königsdiktatur&lt;/a&gt; und der von Deutschland unterstützten &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eiserne_Garde" target="_blank"&gt;Eisernen Garde&lt;/a&gt; begleitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 26. Juni 1940 haben die Sowjets Rumänien aufgefordert, Bessarabien an die Sowjetunion "zurückzugeben" und ihr die Nordbukowina "abzutreten". Auf Zureden von Deutschland und Italien, hat sich die rumänische Regierung am 28. Juni den sowjetischen Forderungen gebeugt, jedoch verlangt, dass die von den Sowjets gesetzte Frist von vier Tagen für die Evakuierung verlängert wird, um einen geordneten Verlauf der Operation zu ermöglichen. Die Sowjets lehnten diese Forderung jedoch ab. Durch die Kapitulation hat Rumänien ein Territorium von 50.762 Quadratkilometern (44.500 km² in Bessarabien und 6.262 km&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;² in der Nordbukowina) eingebüßt. Die abgetretenen Gebiete hatten 3.776.309 Einwohner, davon waren 53,49 % Rumänen, 10,34 % Russen, 15,3 % Ukrainer und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ruthenen" target="_blank"&gt;Ruthenen&lt;/a&gt;, 7,27 % Juden, 4,91 % Bulgaren, 3,31 % Deutsche und 5,12 % Sonstige.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Armeeeinheiten, die Präfekten, die Rekrutierungszentren, Polizei und Gendarmerie und selbst die Pfarrer wurden mit der Evakuierungsaktion betraut. Die Zivilbevölkerung sollte evakuiert werden, nicht jedoch die "nicht kooperativen ethnischen Minderheiten". Die Evakuierung der Reservisten und Paramilitärs bildete die oberste Priorität, gefolgt von der Evakuierung der Zivilbevölkerung. Im Kern, teilten die Evakuierungspläne die millionenstarke Bevölkerung in zwei Gruppen: Privilegierte und Ausgestoßene, wobei man den Letzteren die Rechte gewöhnlicher Bürger entzog.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1940 überquerten sowjetische Truppen die Grenze an fünf Punkten. In den Morgenstunden befanden sich &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Czernowitz" target="_blank"&gt;Czernowitz&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chotyn" target="_blank"&gt;Hotin&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/B%C4%83l%C5%A3i" target="_blank"&gt;Bălți&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chi%C5%9Fin%C4%83u" target="_blank"&gt;Chișinău&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bilhorod-Dnistrowskyj" target="_blank"&gt;Cetatea Albă&lt;/a&gt; unter sowjetischer Besetzung. Die sowjetischen Befehlshaber setzten mobile Einheiten in Richtung &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pruth" target="_blank"&gt;Pruth&lt;/a&gt; in Bewegung, um den rumänischen Evakuierungstruppen den Weg abzuschneiden. Der schneller als vereinbart stattfindende Vorstoß der sowjetischen Armee stellte die aus Bessarabien und der Nordbukowina abziehende rumänische Armee vor ernsthafte Probleme. Obwohl die rumänischen Militärs in ihrer Mehrzahl Sachverstand, Ehrenhaftigkeit und Disziplin bewiesen, kam es in vielen Fällen zur Auflösung ganzer Armeeeinheiten durch groß angelegte Desertionen. Die Auflösungserscheinungen innerhalb einiger Armeeeinheiten gingen so weit, dass Kriegsgerät in großem Umfang einfach hinter den Evakuierungslinien zurückgelassen wurde. Am 3. Juli 1940, 14:00 Uhr, haben die Sowjets die neue rumänisch-sowjetische Grenze für endgültig geschlossen erklärt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine vorherrschende Legende der rumänischen Geschichtsschreibung über den Zeitraum 28. Juni - 3. Juli 1940 besagte, dass es den Juden in Bessarabien und der Nordbukowina an der nötigen Loyalität gegenüber den abziehenden rumänischen Truppen und der Zivilverwaltung gefehlt habe. Dieses - wenn auch falsche - Argument wurde verwendet, um die späteren rumänischen Aktionen gegen die Juden zu rechtfertigen. Zahlreiche Dokumente aus Militär- und Zivilarchiven belegen, dass sich tatsächlich einige Juden aus Bessarabien und der Nordbukowina an antirumänischen/prosowjetischen Aktionen beteiligt haben. Nach Auffassung einiger Historiker stützt deshalb die große Anzahl belastender Dokumente die historische Erkenntnis, dass die Einstellung der Juden in Bessarabien und der Bukowina antirumänisch gewesen sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine kritische Würdigung dieser Dokumente führt jedoch zu einer völlig anderen Schlussfolgerung. In erster Linie, enthalten viele dieser so genannten belastenden Dokumente pauschale Werturteile und Anklagen zu Lasten ganzer Bevölkerungsgruppen, wie zum Beispiel, "die Juden aus der Bukowina", "die Juden aus Chișinău", "die jüdische Bevölkerung aus Bălți" und "die Juden und Kommunisten aus Rumänien". Darüber hinaus waren in den örtlich verfassten Berichten konkrete Ereignisse und Namen entweder selten oder gar nicht vermerkt. Wenn man zudem berücksichtigt, unter welchen dramatischen Bedingungen diese Dokumente verfasst worden sind, dann wird klar, dass sie in unzähligen Fällen auf Gerüchten und Übertreibungen basieren, denn viele Mitglieder aus der im Rückzug befindlichen Armee und Zivilverwaltung witterten hinter jeder Ecke "Kommunisten", "Juden" und "jüdische Kommunisten" bzw. "kommunistische Juden". Diese Entstellungen sollten auch die fehlerhafte Organisation des Rückzugs verschleiern. Wären die Juden tatsächlich in großem Umfang illoyal gegenüber den Rumänen gewesen, dann hätten sie sich nicht, wie häufig geschehen, an der Seite der rumänischen Truppen zurückgezogen. Die Angst vor der sowjetischen Besetzung war unter den Rumänen genauso verbreitet wie unter den Juden, aber viele von ihnen wurden von den rumänischen Behörden daran gehindert, sich den Evakuierungskolonnen anzuschließen. In manchen Gebieten in Bessarabien und der Nordbukowina wurde die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Armee" target="_blank"&gt;Rote Armee&lt;/a&gt; von den Ukrainern mit Begeisterung empfangen. Aber die diesbezüglichen Berichte unterscheiden nicht zwischen Juden und Ukrainern; so ist es unmöglich, den Umfang der Teilnahme von Juden an diesen Bekundungen einzuschätzen. Es gab selbst solche Fälle, wo Rumänen die Sowjets mit offenen Armen in Bessarabien und der Nordbukowina empfangen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ungeachtet dessen, verbreiteten die rumänischen Behörden die Legende von der Kollektivschuld der Juden, was zu einer Serie von antijüdischen Angriffen während des rumänischen Rückzuges aus Bessarabien und der Bukowina führte. Diese Angriffe ereigneten sich sowohl in den abgetretenen Gebieten als auch in de&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;r &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moldau_%28Region%29" target="_blank"&gt;Moldau-Region&lt;/a&gt; de&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;s &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altreich_%28Rum%C3%A4nien%29" target="_blank"&gt;Altreiches&lt;/a&gt;. Diese Aktionen gingen von unten nach oben, es waren eher kleine Gruppen und einzelne Personen, die sich daran beteiligten. Gewöhnlich ging es um das Ausleben antisemitischer Gefühle, die Wut über die erlittene rückzugsbedingte Erniedrigung und die Suche nach einem Sündenbock. Dennoch hatte die Brutalität keine einheitliche Zielrichtung. Es waren Zornausbrüche gegen einige jüdische Bürger, die sich dem Rückzug der Truppen und der rumänischen Zivilverwaltung anschlossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt keine Belege dafür, dass jüdische Offiziere ihre Einheiten während des Rückzuges aus Bessarabien und der Nordbukowina im Stich gelassen hätten, und es haben prozentual nicht mehr jüdische Soldaten den Rückzug zur Desertion genutzt als rumänische. Dennoch gilt als bewiesen, dass Soldaten der rumänischen Armee viele jüdische Rumänen geschlagen und getötet haben; selbst jüdische Kameraden wurden nicht verschont. Mehr noch, bis Mitte Juli 1940, wurden Juden, die per Bahn in die Moldau-Region reisten, von Soldaten und Zivilisten physisch traktiert. Die Gewalttätigkeiten erreichten einen Umfang, der die Regierung dazu bewog, bewaffnete Soldaten zu entsenden, um in Zügen und Bahnhöfen zu patrouillieren und umherstreifende Soldaten zu verhaften. Weiterhin plünderten und zerstörten rumänische Militärs jüdisches Eigentum. Aber die schwerwiegendsten Aktionen der rumänischen Armee waren die Morde von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dorohoi" target="_blank"&gt;Dorohoi&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gala%C5%A3i" target="_blank"&gt;Galați&lt;/a&gt;, beides Orte mit einem bedeutenden jüdischen Bevölkerungsanteil.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Angriffe auf die Juden in Dorohoi begannen am 1. Juli 1940 auf dem Friedhof von Dorohoi, wo rumänische Soldaten zehn jüdische Soldaten ermordeten, die an dem Begräbnis eines Kameraden teilnahmen, der ums Leben kam, als er seinen rumänischen Vorgesetzten verteidigte. Die rumänischen Soldaten setzten dann das Gemetzel fort und verwundeten und töteten eine große Zahl von Zivilpersonen (offiziell wurden 53 ermordete Juden genannt) in der ganzen Stadt. Die Untersuchungen der Morde ergaben, dass die rumänischen Soldaten vorsätzlich Märchen über einen angeblichen Angriff der Juden von Dorohoi auf die rumänische Armee in die Welt setzten und Gerüchte über eine sowjetische Offensive streuten, um die Truppen bewusst in Panik zu versetzen. Keiner der Täter wurde jedoch vor ein Militärgericht gestellt. Die rumänische Armee war für eine weit größere Zahl an zivilen Opfern am 30. Juni 1940 in Galați verantwortlich, einem wichtigen Evakuierungszentrum während des Rückzuges aus Bessarabien. Über 10.000 Evakuierte drängten sich in der Stadt, als abziehende Soldaten der rumänischen Armee einfach das Feuer auf eine Gruppe von Zivilisten eröffneten und dabei ca. 300 Menschen, in der Mehrzahl Juden, töteten. Die genaue Zahl der während der Zeit des Rückzuges aus Bessarabien und der Bukowina in der Moldau-Region getöteten Juden variiert zwischen 136 (davon wurden 99 Leichen identifiziert) und einigen Hundert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Verlust Bessarabiens, der Nordbukowina und des Hertza-Gebietes beschleunigte die Annäherung Rumäniens an Deutschland und die Königsdiktatur entschied sich für die Regierungsbeteiligung der Eisernen Garde.  Zur gleichen Zeit entstand der absurde, gleichwohl aber volkstümliche Mythos, dass den Juden die Verantwortung für die Kapitulation zufiele. Diese zwei Elemente verstärkten den reaktionären und judenfeindlichen Charakter der Königsdiktatur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 4. Juli 1940 wurde die Regierung &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ion_Gigurtu" target="_blank"&gt;Gigurtu&lt;/a&gt; berufen, die sofort mit der Durchführung einiger Diskriminierungsmaßnahmen gegen die Juden begann, angefangen mit einer von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_II._%28Rum%C3%A4nien%29" target="_blank"&gt;Carol II.&lt;/a&gt; vorgeschlagenen Regierungsverordnung "zum rechtlichen Status der in Rumänien wohnhaften Juden". Dieser Gesetzesentwurf unterteilte die Juden in verschiedene Kategorien und hob Rechte und Pflichten auf, die sie zuvor hatten. So wurde beispielsweise die Wehrpflicht durch eine Verpflichtung ersetzt, zusätzliche Steuern zu entrichten und gemeinnützige Arbeiten zu leisten. Als Deutschland Vorbereitungen traf, Rumänien zu zwingen, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%BCrgen" target="_blank"&gt;Nordtranssilvanien&lt;/a&gt; an Ungarn abzutreten, schwächte die Königsdiktatur die nationale Einheit weiterhin, indem sie den jüdischen Bürgern in Rumänien den Krieg erklärte. Der Sturz des Regimes Anfang September 1940, bereitete den Weg für die noch härtere Diktatur unter Antonescu, der Verringerung der ohnehin wenigen Bürgerrechte, die während der Königsdiktatur noch bestanden und den staatlich organisierten Genozid an den Juden. Die Anfänge dieses Völkermordes können auf die Ereignisse zurückgeführt werden, die im Sommer 1940 während des rumänischen Rückzuges aus Bessarabien und der Nordbukowina stattfanden.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/4133/3143/1600/00001903.0.png"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4674613588760363990-8858985613561678737?l=wiesel-kommission.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/feeds/8858985613561678737/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4674613588760363990&amp;postID=8858985613561678737' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/8858985613561678737'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/8858985613561678737'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/2007/12/der-rckzug-rumniens-aus-bessarabien-und.html' title='Der Rückzug Rumäniens aus Bessarabien und der Bukowina im Juni/Juli 1940'/><author><name>Edgar Hauster</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02845427906846633254</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://photos1.blogger.com/blogger/4133/3143/1600/eddy.0.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4674613588760363990.post-6724657155239412002</id><published>2008-03-25T13:00:00.000+01:00</published><updated>2008-03-31T07:50:22.402+02:00</updated><title type='text'>Die antisemitische Propaganda und die offizielle Rhetorik zur "Jüdisch-Bolschewistischen Bedrohung"</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;De&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;r &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Bolschewismus" target="_blank"&gt;"Jüdische Bolschewismus"&lt;/a&gt;, eine&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;s der zentralen Motive der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Faschismus" target="_blank"&gt;faschistischen Ideologie&lt;/a&gt;, ordnet das Bündnis zwischen Juden und Kommunisten den Ursprüngen der kommunistischen Bewegung (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bolschewismus" target="_blank"&gt;Bolschewistische Revolution&lt;/a&gt;) zu, und betrachtet die Juden als die wahren Anstifter und Hauptschuldigen an der Unterwanderung der öffentlichen Ordnung. Der Begriff der Demokratie wurde von bestimmten Kritikern häufig &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;mit &lt;a href="http://www.verschwoerungen.info/wiki/J%FCdische_Weltverschw%F6rungstheorie" target="_blank"&gt;"jüdisch-freimaurerischen"&lt;/a&gt; un&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;d &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Plutokratie" target="_blank"&gt;"plutokratischen"&lt;/a&gt; Konzepten in Zusammenhang gebracht und damit als von den Juden beherrscht und nur ihnen dienlich diffamiert. Der Terminus "Jüdischer Bolschewismus" war in erster Linie eine Propagandabotschaft, geeignet, eine Kluft zwischen die Menschen zu treiben und stand in keiner Verbindung zu der Anzahl der jüdischen Mitglieder in der Kommunistischen Partei. Einerseits war die Mitgliederzahl der &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Romanian_Communist_Party" target="_blank"&gt;PCR&lt;/a&gt; zwischen 1938 und 1944 sehr niedrig - am 23. August 1944 zählte die Kommunistische Partei lediglich 1.000 Mitglieder, von denen 300 Juden waren; andererseits war die PCR nach 1924 verboten und hatte daher einen sehr begrenzten politischen Einfluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die jüdische Bevölkerung litt unter der Herrschaft der UdSSR und der sowjetischen Besetzung seit Sommer 1940, was klar aus den noch erhaltenen Listen hervorgeht, die über die aus &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bessarabien" target="_blank"&gt;Bessarabien&lt;/a&gt; und der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bukowina" target="_blank"&gt;Bukowina&lt;/a&gt; deportierten jüdischen Bürger Auskunft geben. Die sowjetischen Deportationen richteten sich nach ideologischen "Klassenkampf"-Kriterien. Mit anderen Worten, gerieten Wohlhabende und Mitglieder "bürgerlicher" Parteien in das Schussfeld der Sowjets: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zionismus" target="_blank"&gt;Zionisten&lt;/a&gt;, jüdische Händler und Mitglieder der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Partidul_National_Liberal" target="_blank"&gt;Liberalen Partei&lt;/a&gt; und der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/PN%C5%A2-CD" target="_blank"&gt;Nationalen Bauernpartei&lt;/a&gt;. Mehr noch, während der kommunistischen Periode in Rumänien tauchten immer wieder in Parteidokumenten Informationen über den Holocaust auf. Die Hinweise verschwiegen jedoch absichtlich die jüdischen Opfer oder erwähnten sie nur indirekt, wobei die Juden als "kohabitierende Minderheit" bezeichnet wurden. "Jüdischer Bolschewismus" und "Jüdischer Kommunismus" sind daher keine Begriffe, die eine Bewertung oder zumindest Erklärung des Kommunismus als politische Bewegung zulassen, weder in der Form als Parteiorganisation, noch in seiner politischen Struktur in Rumänien. Sie waren damals und sind heute Begriffe der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judenfeindlichkeit" target="_blank"&gt;antisemitischen&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalismus" target="_blank"&gt;nationalistischen&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Totalitarismus" target="_blank"&gt;totalitären&lt;/a&gt; Propaganda.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4674613588760363990-6724657155239412002?l=wiesel-kommission.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/feeds/6724657155239412002/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4674613588760363990&amp;postID=6724657155239412002' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/6724657155239412002'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/6724657155239412002'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/2007/12/die-antisemitische-propaganda-und-die.html' title='Die antisemitische Propaganda und die offizielle Rhetorik zur &quot;Jüdisch-Bolschewistischen Bedrohung&quot;'/><author><name>Edgar Hauster</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02845427906846633254</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://photos1.blogger.com/blogger/4133/3143/1600/eddy.0.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4674613588760363990.post-8702815854936754318</id><published>2008-03-24T12:00:00.003+01:00</published><updated>2009-10-11T19:24:10.003+02:00</updated><title type='text'>Der Holocaust in Rumänien</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Die national-legionäre Regierung kam am 14. September 1940 an die Macht und ihr gehörten 15 von der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eiserne_Garde" target="_blank"&gt;Eisernen Garde&lt;/a&gt; nominierte Minister an. Bereits am 20. September 1940 besetzten Mitglieder der Garde die Präfekten-Posten - d. h. die Schlüsselstellungen - in 45 Landkreisen. Anhänger von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ion_Antonescu" target="_blank"&gt;Antonescu &lt;/a&gt;berichteten, dass die Führung der Legion bezüglich der Juden drei Ziele verfolgte: Rache, Errichtung eines Terrorregimes und Zugriff auf die Vermögen der Juden. Unmittelbar nach der Übernahme der Regierungsmacht, begannen die Legionäre die Juden zu misshandeln - physisch, aber auch in beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht. Dennoch spiegelte der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antisemitismus" target="_blank"&gt;Antisemitismus&lt;/a&gt; der national-legionären Regierung eine in der Gesellschaft breit angelegte Grundstimmung wieder, die &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;in den 30er Jahren &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;in Rumänien entstanden ist. Die antisemitische Gesetzgebung der national-legionären Regierung kam daher nicht alleine auf direkten Druck von deutscher Seite zu Stande.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Herbst des Jahres 1940 brach zwischen Antonescu und den Legionären ein heftiger Machtkampf aus, der in der &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Legionnaires%27_Rebellion_and_Bucharest_Pogrom" target="_blank"&gt;Rebellion der Legionäre&lt;/a&gt; und dem &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Legionnaires%27_Rebellion_and_Bucharest_Pogrom" target="_blank"&gt;Pogrom von Bukarest&lt;/a&gt; im Januar 1941 gipfelte. Vorher jedoch, im gleichen Monat, fand ein Treffen zwischen Antonescu und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler" target="_blank"&gt;Hitler&lt;/a&gt; statt und Antonescu erhielt dessen Zustimmung, di&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;e Legion von der Macht zu entfernen. Die Tage vor der Rebellion der Legionäre gegen Antonescu und dem Pogrom von Bukarest, die parallel stattfanden, waren von extrem hefti&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;gen antisemitischen Äußerungen des Propagandaapparates der Legion gekennzeichnet. Während des Pogroms wurden nahezu 2.000 Juden missbräuchlich verhaftet und später in die 14 Folterzellen dieser Organisation verbracht. Insgesamt wurden während des Pogroms von Bukarest 121 Juden ermordet. Neben den Morden, bildeten auch Synagogen und jüdische Häuser ein Angriffsziel für die Legionäre und so zerstörten sie 1.274 Wohn- und Geschäftshäuser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Armee erstickte die Rebellion der Legionäre und am Schluss triumphierte Antonescu. Sein nachfolgendes Regime, voller ideologischer Widersprüche und bemerkenswert unterschiedlich zu den übrigen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Faschismus" target="_blank"&gt;faschistischen&lt;/a&gt; Regimen in Europa, bleibt schwer einzuordnen. Ebenso wie andere faschistische Regierungen, löste er das Parlament auf, schloss sich den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Achsenm%C3%A4chte" target="_blank"&gt;Achsenmächten&lt;/a&gt; an, erließ eine antisemitische und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus" target="_blank"&gt;rassistische&lt;/a&gt; Gesetzgebung und praktizierte die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Endl%C3%B6sung_der_Judenfrage" target="_blank"&gt;"Endlösung"&lt;/a&gt; in bestimmten Teilen des Landes. Zur gleichen Zeit jedoch, vernichtete er die nationalistische rumänische Bewegung der Eisernen Garde und verurteilte ihre terroristischen Methoden. Dennoch hat Antonescu die Zielrichtung des extremistischen rumänischen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalismus" target="_blank"&gt;Nationalismus&lt;/a&gt; nicht verändert, sondern vielmehr versucht, diesen zu vereinnahmen. Deswegen waren die politische Ausrichtung des neuen Regimes, dessen Führungsmethoden und ideologische Denkmuster spezifisch rumänisch und somit keine Importe aus Deutschland. Selbst ohne Legionäre, hat sich das Antonescu-Regime zu dem antisemitischen Erbe der Eisernen Garde bekannt und den Angriff auf die Juden und die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Humanismus" target="_blank"&gt;humanistischen&lt;/a&gt; Werte fortgesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ion Antonescu setze das fort, was der Nationale Legionärsstaat bereits begonnen hatte, nämlich die Evakuierung der Juden aus den Dörfern und Kleinstädten. Am 18. Juni 1941 erließ er den Befehl, diese Juden in die Kreis- und Provinzstädte auszusiedeln. Gleichzeitig sollten die in dem Gebiet zwischen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sereth" target="_blank"&gt;Sereth&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pruth" target="_blank"&gt;Pruth&lt;/a&gt; ansässigen männlichen Juden, im Alter zwischen 18 und 60 Jahren, in das Lager von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%A2rgu_Jiu" target="_blank"&gt;Târgu Jiu&lt;/a&gt;, im Süden Rumäniens, interniert werden. Bis zum 31. Juli 1941 stieg die Zahl der Umgesiedelten auf 40.000 Menschen, was der "Säuberung" von 441 Dörfern und Kleinstädten entsprach. Die Juden wurden von Juli/August an genötigt, ein Juden-Kennzeichen zu tragen, wenn auch dieser Erlass von Antonescu am 9. September 1941 aufgehoben wurde. Dies galt jedoch nicht für die Juden aus Bessarabien, der Bukowina und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transnistrien_%28Zweiter_Weltkrieg%29" target="_blank"&gt;Transnistrien&lt;/a&gt;, deren Verpflichtung ein Juden-Kennzeichen zu tragen, in einem Sondererlass geregelt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die physische Vernichtung der Juden in Rumänien, die "Terrain-Säuberung", fing mit dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ia%C5%9Fi#Das_Pogrom_von_Ia.C5.9Fi" target="_blank"&gt;Pogrom von Iași&lt;/a&gt; an. Die "Terrain-Säuberung" war das rumänische Äquivalent zur "Endlösung" und verfolgte das Ziel, die Juden in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bessarabien" target="_blank"&gt;Bessarabien&lt;/a&gt;, der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bukowina" target="_blank"&gt;Bukowina&lt;/a&gt; und &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moldau_%28Region%29" target="_blank"&gt;Moldau-Region&lt;/a&gt; zu liquid&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;ieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Juni 1941 lebten in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ia%C5%9Fi" target="_blank"&gt;Iași&lt;/a&gt; 45.000 Juden. Ion Antonescu befahl, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Iași von Juden zu säubern und erließ ein Dekret, die Juden zu eliminieren, falls diese das Feuer auf rumänische oder deutsche Soldaten eröffnen sollten. Die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Armata_Rom%C3%A2n%C4%83" target="_blank"&gt;Rumänische Armee&lt;/a&gt; und der &lt;a href="http://books.google.com/books?id=47LrQMcLGuoC&amp;amp;pg=PA378&amp;amp;lpg=PA378&amp;amp;dq=serviciul+special+de+informatiuni&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=uCZAXomeUh&amp;amp;sig=hWvcEmiOHqxMgOoZQTOdzx4OfRw" target="_blank"&gt;Nachrichtendienst (SSI)&lt;/a&gt; bereiteten das Terrain für das Pogrom von &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Iași vor und boten den Vorwand für die Bestrafung der jüdischen Bevölkerung der Stadt, während die dort stationierten Einheiten der deutsche&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;n &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verbrechen_der_Wehrmacht" target="_blank"&gt;Wehrmacht&lt;/a&gt; den rum&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;änischen Behörden dabei assistierten. Offizielle rumänische Dokumente stellten die Juden von &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Iași als Kollaborateure der "sowjetischen Feinde" dar und rechtfertigten so die Repressalien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im erster Linie beteiligte sich an der Jagd auf die Juden, in der Nacht vom 28./29. Juni, die Polizei von &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Iași, mit Unterstützung durch andere Polizei- und Gendarmerieeinheiten aus Bessarabien. Dennoch begingen auch Soldaten und Zivilisten Verbrechen und Plünderungen. Der Organisierung des Pogroms von &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Iași lagen fünf Elemente zu Grunde: Verbreitung von Gerüchten, wonach Juden auf die Armee geschossen hätten, Vorwarnung der rumänischen Einwohner über die bevorstehenden Ereignisse, Sicherstellung der Zusammenarbeit zwischen der Bevölkerung und den Sicherheitskräften, Kennzeichnung der so genannten &lt;span style="font-style: italic;"&gt;christlichen&lt;/span&gt; und &lt;span style="font-style: italic;"&gt;jüdischen&lt;/span&gt; Häuser und - nicht zuletzt - Aufhetzung der Randalierer zu Morden, Vergewaltigungen und Plünderungen. Im Verlauf des Pogroms haben die rumänischen Behörden die Kontrolle über die Ereignisse verloren und die Stadt verwandelte sich in ein riesiges Areal, in dem rumänische und deutsche Soldaten, Gendarmen und Polizisten, organisierte und unorganisierte Zivilisten, Juden jagten, sie beraubten und ermordeten. Deutsche Soldaten, die zur Verhaftung von Juden abkommandiert waren, begingen die gleichen Gräueltaten, wie ihre rumänischen Kollegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Massaker wurden die Juden in zwei Züge verfrachtet, die als Bestimmungsziel andere Landesteile hatten. Bis zu 150 Juden, viele davon verwundet, wurden in Eisenbahnwaggons gepfercht, die nur eine Kapazität von maximal 40 Personen hatten. Aus dem Todeszug, in dem sich ca. 5.000 Juden befanden und der von &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Iași in Richtung &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/C%C4%83l%C4%83ra%C5%9Fi_%28Rum%C3%A4nien%29" target="_blank"&gt;Călărași&lt;/a&gt; fuhr, erreichten nur 1.011 Menschen lebend das Ziel. (Die rumänische Polizei hat nur 1.258 Leichen gezählt, aber Hunderte Tote wurden unterwegs aus dem Zug geworfen.) In den Todeszug in Richtung &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Podu_Iloaiei" target="_blank"&gt;Podu Iloaiei&lt;/a&gt; wurden bis zu 2.700 Juden verladen, von denen nur 700 lebend ankamen. In den offiziellen Berichten der rumänischen Behörden hieß es, dass ca. 1.900 Juden den Zug bestiegen hätten und "nur" 1.194 gestorben seien. Nach dem Pogrom führte die Jüdische Gemeinde eine Zählung durch, die ergab, dass 14.850 Juden umgekommen sind. Im Unterschied zum Nachrichtendienst SSI, der den Tod von nur 13.266 Juden bestätigte, berichtete das &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Arbeitsdienst-Re&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;krutierungsbüro der Rumänischen Armee von &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Iași, dass 13.868 Juden unauffindbar seien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Pogrom von &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Iași erließ Marschall Antonescu den Befehl, einen Teil der Juden aus Bessarabien und der Bukowina auszurotten und den Rest zu deportieren. Er wählte die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gendarmerie" target="_blank"&gt;Gendarmerie&lt;/a&gt; und die Armee zur Durchführung dieser Aufgaben aus. Die praktische Umsetzung des Befehls begann am 9. Juli. Der rumänischen Gendarmerie wurde einige Tage vor dem 21. Juni 1941 befohlen, drei Orte in der Moldau-Region zu "säubern": &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roman_%28Stadt%29" target="_blank"&gt;Roman&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/F%C4%83lticeni" target="_blank"&gt;Fălticeni&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gala%C5%A3i" target="_blank"&gt;Galați&lt;/a&gt;. In Roman informierte der Generalinspektor der Gendarmerie, General Constantin (Piki) Vasiliu, dass die Aufgabe der Gendarmen darin bestünde, alle Juden im ländlichen Raum auf der Stelle auszurotten und die sich in den Städten aufhaltenden Juden in Ghettos einzusperren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die rumänische Armee und Gendarmerie haben anschließend Tausende Juden aus der Bukowina exekutiert, und zwar in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Czernowitz" target="_blank"&gt;Czernowitz&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hertsa" target="_blank"&gt;Hertza&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siret_%28Ort%29" target="_blank"&gt;Siret&lt;/a&gt;, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;a href="http://www.jewishgen.org/Yizkor/Bukowinabook/buk2_087.html" target="_blank"&gt;Dornești&lt;/a&gt;,&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/cap2.html" target="_blank"&gt;Ciudei&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.shtetlinks.jewishgen.org/storojinet/" target="_blank"&gt;Storojineț&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/cap3.html" target="_blank"&gt;Ropcea&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.ccg.org/_domain/holocaustrevealed.org/Romania/Matatias/Transnistria2.htm" target="_blank"&gt;Iordănești&lt;/a&gt;,&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Suceava" target="_blank"&gt;Pătrăuți&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.bukowina.info/Storozynetz.html" target="_blank"&gt;Panca&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Broscauti" target="_blank"&gt;Broscăuți&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.jewishgen.org/yizkor/bukowinabook/buk2_118b.html" target="_blank"&gt;Stăneștii de Sus&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.jewishgen.org/yizkor/bukowinabook/buk2_118b.html" target="_blank"&gt;Stăneștii de Jos&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://data.jewishgen.org/wconnect/wc.dll?jg%7Ejgsys%7Eshtetm%7E-1060613" target="_blank"&gt;Jadova Nouă&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://data.jewishgen.org/wconnect/wc.dll?jg%7Ejgsys%7Eshtetm%7E-1060613" target="_blank"&gt;Jadova Veche&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.jewishgen.org/yizkor/bukowinabook/buk2_118b.html" target="_blank"&gt;Costești&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.jewishgen.org/yizkor/bukowinabook/buk2_118b.html" target="_blank"&gt;Hlinița&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.bukowina.info/Storozynetz.html" target="_blank"&gt;Budineț&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.jewishgen.org/yizkor/bukowinabook/buk2_120.html" target="_blank"&gt;Cireș Vijnița&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.jewishgen.org/yizkor/bukowinabook/buk2_120.html" target="_blank"&gt;Rostochi-Vijnița&lt;/a&gt;, &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/cap3.html" target="_blank"&gt;&lt;span target="_blank"  style="font-family:verdana;"&gt;Zoniachie&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;, &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/cap3.html" target="_blank"&gt;Rapujineț&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/cap3.html" target="_blank"&gt;Cotmani&lt;/a&gt; [und zig anderen Orten, Anm. d. Übers.]. Weiterhin waren rumänische Armee und Gendarmerie an Massenermordungen von Juden aus Bessarabien beteiligt, und zwar in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chotyn" target="_blank"&gt;Hotin&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/cap4.html" target="_blank"&gt;Noua Sulița&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.logon.org/_domain/holocaustrevealed.org/Romania/Matatias/Transnistria3.htm" target="_blank"&gt;Edineți&lt;/a&gt;, &lt;/span&gt;&lt;a href="http://transnistria.blogspot.com/2007/05/en-all-about-transnistria.html" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Pârlita&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/B%C4%83l%C5%A3i" target="_blank"&gt;Bălți&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Briceni" target="_blank"&gt;Briceni&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lipcani" target="_blank"&gt;Lipcani&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/F%C4%83le%C5%9Fti" target="_blank"&gt;Fălești&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.logon.org/_domain/holocaustrevealed.org/Romania/Matatias/Transnistria3.htm" target="_blank"&gt;Mărculești&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Raionul_Flore%C5%9Fti" target="_blank"&gt;Florești&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.ccg.org/_domain/holocaustrevealed.org/Romania/Matatias/Transnistria2.htm" target="_blank"&gt;Gura-Camenca&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.ccg.org/_domain/holocaustrevealed.org/Romania/Matatias/Transnistria2.htm" target="_blank"&gt;Gura-Căinari&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.ccg.org/_domain/holocaustrevealed.org/Romania/Matatias/Transnistria2.htm" target="_blank"&gt;Lincăuți&lt;/a&gt;,&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; &lt;a href="http://www.ccg.org/_domain/holocaustrevealed.org/Romania/Matatias/Transnistria2.htm" target="_blank"&gt;Cepelăuți-Hotin&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;, &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.ccg.org/_domain/holocaustrevealed.org/Romania/Matatias/Transnistria2.htm" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Climăuți-Soroca&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bilhorod-Dnistrowskyj" target="_blank"&gt;Cetatea Albă&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Orhei" target="_blank"&gt;Comova&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Raionul_C%C4%83u%C5%9Feni" target="_blank"&gt;Grigoriefca&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.shtetlinks.jewishgen.org/storojinet/" target="_blank"&gt;Storojineț&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chi%C5%9Fin%C4%83u" target="_blank"&gt;Chișinău&lt;/a&gt; und zig anderen Orten. Jedes Mal, wenn die rumänischen Truppen plünderten oder es ihnen nicht gelang, die Spuren ihrer Massenexekutionen zu vernichten und sie die Leichen vielmehr offen liegen ließen, beschwerten sich die deutschen Truppen, einschließlich der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Einsatzgruppen_der_Sicherheitspolizei_und_des_SD" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Einsatzgruppen&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, über die "Planlosigkeit" der Rumänen, und nicht etwa über die eigentlichen Verbrechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ende Juli begannen die rumänischen Behörden, Zigtausende Juden in das Gebiet jenseits des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dnister" target="_blank"&gt;Dnister&lt;/a&gt;, bald darauf Transnistrien genannt, zu deportieren. Bis zum Monatsende wurden ca. 25.000 Juden &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;von Einheiten der Rumänischen Armee &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;aus der Nordbukowina und Bessarabien in den Umkreis von Coslov, einem Dorf am Ufer des Dnister, konzentriert. Unmittelbar nachdem die deutsch-rumänischen Verbände in die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ukraine#Geschichte" target="_blank"&gt;Ukraine&lt;/a&gt; vorgedrungen sind, wurden diese Juden am 24. Juli über den Fluss getrieben. Die deutschen Militärbehörden drängten jedoch die Menschenkolonnen zurück nach Bessarabien. Im Gegenzug wies die rumänische 4. Armee ihre Gendarmerieeinheiten an, die Juden als Rückkehrer aus der Ukraine zu behandeln, sie abzuweisen und über den Fluss zurückzuschicken. Dieser Konflikt zwischen der deutschen und der rumänischen Armee drang bis zu den Führungen beider Staaten vor; die deutsche Seite setzte sich jedoch durch. Ca. 32.000 Juden sind während dieser überstürzten Deportationen gestorben; zwischen 8.000 und 20.000 wurden auf der ukrainischen Seite des Dnister getötet und die Mehrzahl der Überlebenden wurde im Lager von &lt;a href="http://www.holocaust-chronologie.de/chronologie/1941/september/08-15.html" target="_blank"&gt;Vertujeni&lt;/a&gt; eingesperrt. In der Folge beschloss der rumänische Generalstab, die Deportationen, bis zu einer abschließenden Klärung des Status dieses von Rumänien beanspruchten ukrainischen Gebietes, einzustellen. Deshalb ordnete Ion Antonescu die Einrichtung einiger provisorischer Lager und Ghettos in Bessarabien &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;an. Bis zur Wiederaufnahme der Deportationen, richteten die rumänischen Behörden das &lt;a href="http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/MemKishEstGhetto.html" target="_blank"&gt;Ghetto von Chișinău&lt;/a&gt; und einige Dutzend Lager und Ghettos ein, aus denen die Juden später in sieben größere Lager verlegt wurden. Bis Ende August befanden sich in diesen Lagern bereits ca. 80.000 Juden: 10.356 in &lt;a href="http://www.logon.org/_domain/holocaustrevealed.org/Romania/Matatias/Transnistria3.htm" target="_blank"&gt;Secureni&lt;/a&gt;, 11.762 in &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/cap4.html" target="_blank"&gt;Edineți&lt;/a&gt;, 2.634 in &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/cap4.html" target="_blank"&gt;Limbenii Noi&lt;/a&gt;, 3.072 in &lt;a href="http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/vjw/moldova.html#ras" target="_blank"&gt;Rășcani&lt;/a&gt;, 3.253 in &lt;a href="http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/MemKishEstGhetto.html" target="_blank"&gt;Răuțel&lt;/a&gt;, 22.969 in &lt;a href="http://www.ushmm.org/wlc/media_oi.php?lang=en&amp;amp;ModuleId=10005472&amp;amp;MediaId=2336" target="_blank"&gt;Vertujeni&lt;/a&gt;, 11.000 in &lt;a href="http://motlc.learningcenter.wiesenthal.org/pages/t048/t04879.html" target="_blank"&gt;Măruculești&lt;/a&gt;, 11.525 i&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;n Chișinău un&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;d in den kleineren Ghettos in Südbessarabien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Anschluss an diese Deportationen und Exekutionen fassten Ion und &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mihai_Antonescu" target="_blank"&gt;Mihai Antonescu&lt;/a&gt; den Entschluss, nunmehr die Juden aus der Südbukowina zu deportieren. Die Stenogramme der Kabinettssitzungen vom 25. Juni 1941 und 6. Oktober 1941 belegen diese Entscheidung, als deren Ergebnis in den Jahren 1941 und 1942 insgesamt 21.229 Juden aus dieser Region deportiert wurden. Antonescu gab &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Filderman" target="_blank"&gt;Wilhelm Filderman&lt;/a&gt; am 8. September 1941 die Zusage, die Juden aus dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altreich_%28Rum%C3%A4nien%29" target="_blank"&gt;Altreich&lt;/a&gt; gegenüber den übrigen Juden besser zu stellen. Ungeachtet dessen, befahl Antonescu die Deportation der Juden aus &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dorohoi" target="_blank"&gt;Dorohoi&lt;/a&gt;, unmittelbar gefolgt von den Deportationen aus den Kreisen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/C%C3%A2mpulung" target="_blank"&gt;Câmpulung&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Suceava" target="_blank"&gt;Suceava&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/R%C4%83d%C4%83u%C5%A3i" target="_blank"&gt;Rădăuți&lt;/a&gt; und löste damit Schockwellen in den Reihen der &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/" target="_blank"&gt;Jüdischen Gemeinde&lt;/a&gt; aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 30. August wurde über den Status Transnistriens abschließend entschieden: Auf Basis der Zusagen von Hitler gegenüber Antonescu, verließen deutsche Armee und Verwaltung am 19. September 1941 Transnistrien und die Provinz wurde an Rumänien übertragen. Gleichzeitig unterrichteten die Deutschen die Rumänen, dass zu jenem Zeitpunkt weder die Juden aus Transnistrien noch diejenigen aus den Lagern und Ghettos aus Bessarabien und der Bukowina über den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdlicher_Bug" target="_blank"&gt;Bug&lt;/a&gt; verlegt werden konnten. In der Konsequenz bestanden die Deutschen darauf, "dass die Juden in Arbeitslagern konzentriert werden und zur Arbeit Verwendung finden sollen, bis - nach Abschluss der Operationen - ihre Verlegung nach Osten möglich ist. Die Vereinbarung belegt, dass das abschließende Ziel darin bestand, Bessarabien, die Bukowina und Transnistrien von Juden "zu säubern".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Ende August erörterte Antonescu bei einem Treffen mit den Gouverneuren von Bessarabien, der Bukowina und Transnistrien die Einzelheiten der künftigen Deportationen. Antonescu wies die Zuständigkeit für die Deportationen dem Generalstab zu und wies an, auf administrative Formalitäten und Deportiertenlisten zu verzichten und statt dessen nur eine "zahlenmäßige Erfassung" durchzuführen. Somit wurden die Dokumente der Juden unmittelbar nach der Überquerung des Dnister verbrannt. Mehr noch, die Gendarmerie erhielt von dem Generalstab den Befehl, die Juden hinzurichten, die - wegen Erschöpfung oder Krankheit - mit den Kolonnen nicht Schritt halten konnten. Die Deportationen begannen am 16. September mit den Juden aus dem Lager von Vertujeni und wurden bis Ende Dezember 1941 abgeschlossen. Bei diesen Operationen gab es keinerlei deutsche Beteiligung. Die Kolonnen der Juden überquerten den Dnister bei &lt;a href="http://books.google.com/books?id=47LrQMcLGuoC&amp;amp;pg=PA390&amp;amp;lpg=PA390&amp;amp;dq=atachi+moghilev+podolsk&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=uB6JXrmfOg&amp;amp;sig=CctebFIaM8QL6Uk9_gGaafndoG8" target="_blank"&gt;Atachi-Moghilev Podolsk&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://data.jewishgen.org/wconnect/wc.dll?jg%7Ejgsys%7Eshtetm%7E-2276663" target="_blank"&gt;Cosăuți-Iampol&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.logon.org/_domain/holocaustrevealed.org/Romania/Matatias/Transnistria3.htm" target="_blank"&gt;Rezina-Rabnița&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tighina" target="_blank"&gt;Tighina-Tiraspol&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://data.jewishgen.org/wconnect/wc.dll?jg%7Ejgsys%7Eshtetm%7E-2277040" target="_blank"&gt;Olănești-Iasca&lt;/a&gt;. Am 6. Oktober unterrichtete Ion Antonescu die Regierung über seine Pläne zur ethnischen Säuberung von Bessarabien: "Was die Juden anbetrifft, habe ich Maßnahmen getroffen, sie vollständig aus diesen Regionen zu entfernen. Ich habe in Bessarabien noch ca. 40.000 Juden, die in wenigen Tagen über den Dnister verlegt und - falls es die Umstände zulassen - auch jenseits des Ural verbracht werden." Im Verlauf der Deportationen sind Hunderte Juden an Hunger, Durst, Schlägen und Folter gestorben; Frauen und Mädchen wurden vergewaltigt und diejenigen, die sich zur Wehr setzten, ermordet. Viele Juden wurden ermordet, während man sie ihrer Wertgegenstände beraubte. Gemäß der offiziellen rumänischen Berichte, wurden 91.845 Juden aus der Bukowina, 55.867 Juden aus Bessarabien und 9.367 Juden aus Dorohoi nach Transnistrien deportiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine sowjetische Volkszählung im Jahr 1939 ergab, dass die Bevölkerung Transnistriens 3.000.000 Einwohner überschritt und sich vorwiegend aus Russen und Ukrainern zusammensetzte. In Transnistrien lebten aber auch ca. 300.000 (rumänische) &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moldauer" target="_blank"&gt;Moldauer&lt;/a&gt;, 331.000 Juden und 125.000 Deutsche. &lt;a href="http://david.juden.at/buchbesprechungen/55-56/Main%20frame_Buch56_Stephani_3.htm" target="_blank"&gt;Gheorghe Alexianu&lt;/a&gt;, ein wohl bekannter Antisemit, stand der Verwaltung von Transnistrien vor. Anfangs zeichnete die Rumänische Armee für die Repressalien, Verhaftungen und Verfolgungen der rumänischen Juden verantwortlich; später wurden diese Aufgaben von rumänischen Gendarmen und der ukrainischen Polizei übernommen. Von den mindestens 150.000 nach Transnistrien deportierten Juden waren im Herbst 1943 nur noch 47.000 am Leben. Eingesperrt in Ghettos und Lagern (z. B. im&lt;/span&gt;  &lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/cap6.html" target="_blank"&gt;Todeslager Pecioara&lt;/a&gt;), wurden sie Opfer von &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Exekutionen und &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Epidemien, insbesondere Typhus. Die rumänischen Behörden haben keinerlei Vorsorge zur Verpflegung der Juden getroffen, weder während der Deportationen, noch in den Lagern oder Ghettos. Hunger, Misshandlungen, Erniedrigungen und Zwangsarbeit gehörten zum täglichen Leben dieser Deportierten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rumänische Regierungsberichte belegen, dass von den in der Volkszählung von 1939 verzeichneten 331.000 ukrainischen Juden mindestens 150.000, vielleicht sogar über 200.000, noch lebten, als sich die Rote Armee aus Transnistrien zurückzog; diese Zahlen beinhalten bis zu 90.000 Juden aus dem Bezirk &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Odessa" target="_blank"&gt;Odessa&lt;/a&gt;. Die ukrainischen Juden wurden ebenfalls registriert, um in Ghettos und Lagern eingesperrt zu werden. Der Präfekt von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Balta" target="_blank"&gt;Balta&lt;/a&gt; hat beispielsweise am 3. September 1941 "allen Juden" drei Tage Zeit gewährt, ins Ghetto umzuziehen, das nur aus vier Straßen bestand. Er hat Zwangsarbeit für alle Juden im Alter zwischen 14 und 60 Jahren angeordnet und ihnen befohlen &lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judenstern" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Judensterne&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; zu tragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anfang Oktober 1941 ordnete Ion Antonescu an, die ukrainischen Juden und einige rumänische Juden auszuplündern und jenseits des Bugs zu deportieren. Die Gendarmen haben jeden einzelnen Konvoi ausgeraubt und die Frauen und Mädchen vergewaltigt. Ukrainische Banden haben ihrerseits die jüdischen Konvois angegriffen und dabei getötet und geraubt. Manchmal mussten sich Hunderte Juden bis auf die nackte Haut ausziehen, anschließend ließ man sie erfrieren. Den Kommandanten war das Leben der Juden völlig gleichgültig, sie interessierten sich nur für die Fortbewegung der Konvois. Die ukrainischen Freiwilligen (aus denen sich später die ukrainische Polizei rekrutierte), die die Konvois begleiteten, bewiesen sogar eine noch größere Brutalität als die rumänischen Gendarmen. Da sie das Gelände nicht kannten, waren die Gendarmen auf diese Freiwilligen angewiesen und überließen ihnen Begleit- und Bewachungsaufgaben. Im November und Dezember 1941 wurde der Transfer der Juden in Konvois von jeweils Tausenden von Menschen in Richtung Bug in großer Eile und völliger Desorganisation fortgesetzt. Tausende von Juden wurden in Städten und Dörfern zurückgelassen, die nie dafür vorgesehen waren, Juden in Ghettos oder provisorischen Lagern zu beherbergen. Am 9. November meldete der Generalinspekteur der Gendarmerie seinem Führer Ion Antonescu, dass die erste Etappe der Deportationen aus Bessarabien und der Bukowina abgeschlossen sei: 108.002 Juden wurden in drei Gebiete entla&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;ng des Bug verlegt. Im Norden, im Kreis &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tulchyn" target="_blank"&gt;Tulcin&lt;/a&gt;, 47.545 Juden in Mitki, Pecioara und Rogozna, in der Mitte, im Kreis &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Balta%2C_Ukraine" target="_blank"&gt;Balta&lt;/a&gt;, 30.981 Juden in Obodovca und Balanovca, und zuletzt im Süden, im Kreis &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Golta" target="_blank"&gt;Golta&lt;/a&gt;, 29.476 Juden in Bobric, Krivoie-Ozero und Bogdanovca.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab Ende Dezember 1941 bis Mai 1942 wurden in dem am Bug gelegenen Kreis Golta viele Tausende rumänische und örtlich ansässige Juden ermordet, und zwar in den Vernichtungslage&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;rn &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bogdanowka" target="_blank"&gt;Bogdanovca&lt;/a&gt;,&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; &lt;a href="http://www.shoa.de/content/view/689/230/" target="_blank"&gt;Domanovca&lt;/a&gt; un&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;d &lt;a href="http://vex.net/%7Enizkor/hweb/people/c/carmelly-felicia/cervinski-david.html" target="_blank"&gt;Acmecetca&lt;/a&gt; sowie in einem guten Dutzend kleinerer Lager. In diesen Lagern wurden ca. 10.000 örtlich ansässige Juden, 30.000 Juden aus Bessarabien (insbesondere aus dem Ghetto von Chișinău) und 65.000 - 70.000 Juden aus Odessa und dem Süden Transnistriens festgehalten. Nach einer Schätzung des Präfekten von Bolta, &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/cap5.html" target="_blank"&gt;Oberstleutnant Modest Isopescu&lt;/a&gt;, lebten ca. 52.000 Juden in Bogdanovca und 20.000 in Domanovca. Während einige davon in Pferdeställen (&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;weniger als 50)&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;, Schweineställen und Baracken eingepfercht waren, lebten die anderen im Freien, entlang einer Strecke von drei Kilometern am Westufer des Bug. Die Silos quollen über vor Leichen, während sich Lebende und Sterbende in Ställen und Baracken zusammendrängten, dem mörderischen Frost des Winters schutzlos ausgesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Antonescu genehmigte die Ermordung von 70.000 noch lebenden Juden in Bogdanovca und Domanovca. Im Verlauf der Kabinettssitzung vom 16. Dezember teilte Alexianu Antonescu mit, dass ca. 85.000 Juden an Typhus erkrankt seien und ohne Desinfektion alle Welt anstecken würden. Der Vorschlag von Antonescu war kurz und bündig: "Lass sie sterben." Die nationalsozialistischen Befehlshaber jenseits des Bug befürchteten ihrerseits eine Ausbreitung der Typhusepidemie in den eigenen Reihen, forderten die Rumänen auf, das "jüdische Problem" zu erledigen und ermutigten sie zu Massenhinrichtungen. So erschossen ukrainische Polizisten aus dem Kreis Golta, unterstützt durch örtliche Gendarmen, ca. 48.000 Juden in Bogdanovca. Eine Gruppe von 200 jungen Juden, von denen die meisten anschließend ebenfalls erschossen wurden, erhielt den Auftrag, die Leichen zu verbrennen. In Domanovca befanden sich ca. 20.000 Juden aus Odessa und der Umgebung; zwischen dem 10. Januar und dem 18. März 1942 haben örtliche ukrainische Polizisten und rumänische Gendarmen 18.000 davon getötet. Acmecetca war ursprünglich eine Schweinefarm am Ufer des Bug. Sie wurde Anfang März 1942 dazu umgewandelt, nicht arbeitsfähige oder anderweitig verwendbare Juden zu konzentrieren, einschließlich der Kinder und Alten. Der Hauptzweck des Lagers bestand in der Vernichtung durch Isolation. Die Ernährung war völlig unzureichend, aber die Menschen sind nicht allein an Hunger gestorben. Die Mehrzahl der Gefangenen steckte sich mit Typhus, Ruhr, Tetanus und Malaria an. Ihnen wurde keinerlei medizinische Behandlung zuteil. Von den ursprünglich ca. 4.000 hier internierten Juden, lebten im Mai 1942 nur noch wenige Hundert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die rumänischen Truppen erreichten &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Odessa#Ukrainische_SSR" target="_blank"&gt;Odessa&lt;/a&gt; am 16. Oktober 1941. Vom 18. Oktober 1941 bis Mitte März 1942 haben rumänische Militärs, unterstützt durch Gendarmerie und Polizei, mindestens 25.000 Juden getötet und 35.000 deportiert. Am Abend des 22. Oktober 1941 ereignete sich in dem Hauptquartier der Rumänischen Armee eine gewaltige Explosion und tötete 16 rumänische Offiziere, darunter den Militärkommandeur der Stadt, &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/cap5.html" target="_blank"&gt;General Ion Glogojanu&lt;/a&gt;, 4 deutsche Marineoffiziere, 46 andere rumänische Armeeangehörige und einige Zivilisten. Auf Befehl von Antonescu, sollte&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;n "als sofortige &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/1941_Odessa_massacre" target="_blank"&gt;Vergeltungsmaßnahme&lt;/a&gt; 18.000 Juden in den Ghettos der Stadt liquidiert und mindestens 100 Juden - je einer für jeden Regimentsbezirk - auf öffentlichen Plätzen aufgehängt" werden. Die Juden wurden von der rumänischen Armee, Gendarmerie und Polizei zusammengetrieben und an die &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Hinrichtungsorte verbracht. Ca. 22.000 Juden aller Altersgruppen wurden in neun Schuppen in &lt;a href="http://www.logon.org/_domain/holocaustrevealed.org/Romania/Matatias/Transnistria5.htm" target="_blank"&gt;Dalnic&lt;/a&gt;, einem Vorort von Odessa, eingepfercht; diese Operation wurde bis in die Nacht des 23. Oktober fortgesetzt. Diese Juden wurden mit Maschinengewehren erschossen, lebend verbrannt oder in die Luft gesprengt. Die Mehrzahl der Überlebenden wurde deportiert. Die Juden wurden zu Fuß in unendlichen Kolonnen in Richtung &lt;a href="http://www.nizkor.org/hweb/people/c/carmelly-felicia/transnistria-forgotten-cemetary.html" target="_blank"&gt;Berezovca&lt;/a&gt; un&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;d &lt;a href="http://isurvived.org/TOC-I.html#Bogdanovka" target="_blank"&gt;Bogdanovca&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://isurvived.org/TOC-I.html#Bogdanovka" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;deportiert. Anfang 1942 wurden 35.000 Juden unter sehr schweren Bedingungen mit dem Zug nach Berezovca und &lt;a href="http://books.google.com/books?id=tumlOiOZvSUC&amp;amp;pg=PA1389&amp;amp;lpg=PA1389&amp;amp;dq=veselinovo+juden&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=zizqINeYn-&amp;amp;sig=sPime_RP0ZF49GreHN8ITtCY-k8" target="_blank"&gt;Veselinovo&lt;/a&gt; verbracht. Dort angekommen, wurden sie von rumänischen Gendarmen in provisorische Lager umgeleitet, die man in den deutschen Dörfern im Gebiet von Berezovca eingerichtet hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit über 40 deutschen Dörfern mit jeweils über 1.000 Bewohnern, bestand in Transnistrien die höchste Dichte an so genannten &lt;a style="font-style: italic;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volksdeutsche" target="_blank"&gt;Volksdeutschen&lt;/a&gt;, d. h. deutschstämmigen Einwohnern in der Ukraine. Über den Status der Deutschen Gemeinden in Transnistrien wurde in Bukarest und Odessa verhandelt. Letztendlich erkannte die rumänische Regierung die Autonomie der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Volksdeutschen&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;in Transnistrien &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;in ihren dörflichen Siedlungsgebieten entlang des Bug an. Anfang April 1942 wurden 28.000 Juden, die zuvor von der rumänischen Gendarmerie in die deutschen Dörfer verbracht worden sind, von dem &lt;a style="font-style: italic;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volksdeutscher_Selbstschutz" target="_blank"&gt;Selbstschutz&lt;/a&gt;, d. h. den von der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzstaffel" target="_blank"&gt;SS&lt;/a&gt; organisierten Todeskommandos der Deutschstämmigen, vernichtet. Antonescu wurde über diese Massaker unterrichtet. Im Mai 1942 wollte der Generalstab der Rumänischen Armee von seinem Führer erfahren, ob die deutschen Polizisten berechtigt seien, Tausende Juden im Kreis Berezovca zu erschießen und deren Leichen zu verbrennen. Antonescu antwortete darauf: "Es fällt nicht in den Verantwortungsbereich des Generalstabs, sich mit solchen Problemen zu befassen." Ein weiterer Fall beispielhafter Zusammenarbeit ist belegt. Rumänische Behörden überstellten Tausende örtlich ansässiger und rumänischer Juden - &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;vermeintlich zum Straßenbau - &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;den Deutschen jenseits des Bug. Die Mehrzahl dieser Juden wurde erschossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Ausnahme von 17.000 Juden, die als "nützlich" für die Volkswirtschaft galten oder bestimmte Privilegien genossen, beschloss das Antonescu-Regime im Sommer 1942, die gesamte jüdische Minderheit aus Rumänien - 292.149 Menschen, gemäß einer Volkszählung aus Mai 1942 - in das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vernichtungslager_Belzec" target="_blank"&gt;Vernichtungslager Belzec&lt;/a&gt; zu deportieren. Ende September 1942 kam Mihai Antonescu mit Hitler, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_von_Ribbentrop" target="_blank"&gt;Ribbentrop&lt;/a&gt; und einigen Befehlshabern der Wehrmacht in &lt;a href="http://www.bukowina.info/Wiznitz.html" target="_blank"&gt;Vijnița&lt;/a&gt; zusammen, um von Hitler die Rückgabe &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%BCrgen#19._und_20._Jahrhundert" target="_blank"&gt;Nordtranssilvaniens&lt;/a&gt; und die Ausdehnung der Waffenlieferungen für die rumänischen Einheiten zu fordern. Alle seine Forderungen wurden zurückgewiesen, mit Ausnahme einer persönlichen Zusicherung von Hitler, die den damaligen Grenzverlauf von Rumänien garantierte. Ribbentrop forderte Mihai Antonescu auf, die gegenüber  &lt;a href="http://www.shoa.de/content/view/348/230/" target="_blank"&gt;Gustav Richter&lt;/a&gt;, dem Gesandten von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Eichmann" target="_blank"&gt;Eichmann&lt;/a&gt;, schriftlich abgegebene Verpflichtung einzuhalten und die rumänischen Juden nunmehr an Deutschland auszuliefern. Die Zurückstellung der Auslieferungspläne war nicht etwa das Ergebnis  einer menschlichen Regung, sondern folgte der Erkenntnis, dass die deutschen und rumänischen Interessen nicht mehr übereinstimmten. Während sich die Rumänische Armee in einer schwierigen Lage vor &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Stalingrad" target="_blank"&gt;Stalingrad&lt;/a&gt; befand, hatte Hitler nicht die geringste Absicht, Nordtranssilvanien jemals an Rumänien abzutreten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben den Juden aus Bessarabien, der Bukowina, der Moldau-Region und den örtlich in Transnistrien ansässigen Juden, hatten selbst die im Ausland wohnenden Juden infolge der Politik von Antonescu zu leiden. Entsprechend den internationalen Gepflogenheiten, waren die rumänischen Konsulate im Ausland verpflichtet, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden rumänischen Bürger zu schützen, und zwar unabhängig von deren "Nationalität". Im Mai 1941 wurde den Juden dieser Schutz entzogen und deren Staatsbürgerschaft wurde "revidiert". Dies galt auch für die in Bessarabien und der Nordbukowina (zum damaligen Zeitpunkt Teil der UdSSR) geborenen Juden. Erst im Sommer 1942 zog Rumänien diesen Beschluss zurück und behandelte die in Bessarabien und der Bukowina geborenen Juden erneut als eigene Staatsbürger. Der deutsche Außenminister erklärte mehrfach im Sommer 1942, dass Ion Antonescu "mit Botschafter &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Freiherr_von_Killinger" target="_blank"&gt;von Killinger&lt;/a&gt; vereinbart hat, dass rumänische Staatsbürger jüdischer Abstammung in Deutschland und den besetzten Gebieten die gleiche Behandlung wie die deutschen Juden erfahren sollen". Die unmittelbare Folge dieses Zugeständnisses war die Deportation von nahezu 1.600 rumänischen Staatsbürgern jüdischer Abstammung aus Deutschland und Österreich; ebenfalls wurden 3.000 rumänische Staatsbürger jüdischer Abstammung aus Frankreich und eine unbekannte Zahl aus den besetzten Gebiete&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;n &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Protektorat_B%C3%B6hmen_und_M%C3%A4hren" target="_blank"&gt;Böhmen und Mähren&lt;/a&gt;, Polen und Holland deportiert. Die Mehrzahl davon ist in &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;den Konzentrationslagern zugrunde gegangen. Die Politik der rumänischen Regierung im Hinblick auf die rumänischen Juden im Ausland änderte sich erst gegen Ende des Frühjahrs 1943. Rumänien begann die im Ausland wohnenden rumänischen Juden zu schützen. Man schätzt, dass infolge derartiger diplomatischer Interventionen, mehr als 4.000 rumänische Juden in Frankreich überlebt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsarbeit" target="_blank"&gt;Zwangsarbeit&lt;/a&gt; bildet einen anderen Aspekt des Holocaust in Rumänien. Insgesamt wurden 84.042 Juden, im Alter zwischen 18 und 50 Jahren, zur Zwangsarbeit herangezogen. Einige davon konnten in ihren Heimatgemeinden verbleiben, andere mussten unter militärischer Bewachung in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslager" target="_blank"&gt;Arbeits- und Feldlagern&lt;/a&gt; arbeiten. Die Arbeits- und Lebensbedingungen in diesen Lagern waren fürchterlich. Die medizinische Versorgung und die Hygienebedingungen waren prekär. Kranke und Verkrüppelte mussten Zwangsarbeit leisten und viele Arbeiter trugen lediglich Sommerkleidung, da die "Mobilisierung" in aller Eile und mit einem minimalen Organisationsaufwand erfolgte. Erst im Dezember 1941 wurden die Arbeitslager vorübergehend geschlossen. In einigen Lagern wurden die Juden gezwungen, sich das Werkzeug für die Zwangsarbeit selber zu kaufen und für die eigene Ernährung zu zahlen. Viele sind schwer erkrankt, wurden zu Krüppeln und Hunderte sind zugrunde gegangen. Gegen ein offizielles Lösegeld, wurden die wirtschaftlich "nützlichen" Juden von der Zwangsarbeit verschont und an ihren Arbeitsplätzen belassen. Dies führte zu einem Schmiergeld-System innerhalb der rumänischen Verwaltungs- und Militärbehörden, was in krassem Widerspruch zu der harten Regierungslinie des Regimes stand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Statistische Daten.&lt;/span&gt; In 1930 lebten in Großrumänien 756.930 Juden, was 4,2 % der 18 Millionen Einwohner des Landes entsprach. Gemäß den Angaben des Generaldirektors des rumänischen Zentralinstitutes für Statistik, lebten bis 1940 knapp 800.000 Juden in Rumänien. Ende August 1941 zählte die rumänische Gendarmerie zusätzlich 55.887 in Bessarabien und der Bukowina verbliebene Juden. Es gab aber auch Juden, die von dieser Zählung nicht erfasst wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Untersuchungsbericht, der im Dezember 1941 von der Kommission vorgelegt wurde, die die "Unregelmäßigkeiten" im Ghetto von Chișinău untersuchen sollte, bestätigte die Anzahl der Juden in Bessarabien mit 55.867 (ohne den Kreis Hotin), erwähnte jedoch zusätzlich weitere 25.000 Juden, die "eines natürlichen Todes gestorben sind, entkommen konnten oder erschossen wurden." Die Gesamtzahl der Juden, die sich demnach in Bessarabien befanden, steigt daher auf ca. 80.000. Bis Ende Juli 1941, bevor Transnistrien offiziell vor den rumänischen Behörden kapitulierte, konzentrierten rumänische Soldaten und Gendarmen Zehntausende Juden im Norden Bessarabiens und begannen, diese über den Dnister zu vertreiben. Dabei wurden Hunderte von ihnen erschossen und deren Leichen in den Fluss geworfen. Bis Ende Juli/Anfang August 1941 wurden fast 32.000 Juden über den Dnister vertrieben. Diese Zahl geht aus verschiedenen Berichten und Befehlen hervor, welche die Gendarmen erhielten, um die Juden an einer Rückkehr nach Bessarabien zu hindern. Von den ca. 32.000 Menschen konnten lediglich 12.600 entkommen; sie wurden dann später aus der Ukraine über Cosăuți zurück nach Bessarabien vertrieben und in dem Lager von Vertujeni interniert. Mindestens 8.000, jedoch bis zu 20.000 Juden, wurden von deutschen und rumänischen Soldaten auf der ukrainischen Uferseite des Dnister getötet. Somit müssen weitere 32.000 Juden zu den 80.000 hinzugezählt werden, die die Rumänische Armee in Bessarabien vorgefunden hatte. Das bedeutet, dass zum Zeitpunkt der Besetzung ca. 112.000 Juden in Bessarabien lebten. Diese Zahl ist jedoch unvollständig. In der Ukraine nahm die Wehrmacht am 16. August 1941 mindestens 11.000 Juden gefangen, die versucht hatten, nach Russland zu fliehen. Daraus folgt, dass sich zu Beginn der rumänischen Besetzung von Bessarabien, dort mindestens 122.000 Juden befanden. Laut einem Bericht des Gouverneurs der Bukowina vom 9. April 1942, lebten dort vor den Deportationen 103.172 Juden und in Dorohoi weitere 11.923. Insgesamt lebten in der Bukowina und in Bessarabien vor den Deportationen, jedoch nach den "Terrain-Säuberungen", 170.962 Juden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die genaue Zahl der zwischen Anfang Juli und Ende August 1941 in den Transitlagern in der Bukowina und in Bessarabien sowie während der Deportationen nach Transnistrien getöteten Juden bleibt unbekannt, ebenso wie die Anzahl der Juden, denen es gelungen ist, in die Sowjetunion zu fliehen. Was man aber aus den Regierungsdokumenten weiß, ist, dass die Mehrzahl der Juden aus den Dörfern und Städten der Südbukowina und aus Bessarabien von Einheiten der Rumänischen Armee und einem nicht unbedeutenden Teil der lokalen Bevölkerung ermordet wurde. Ebenso ist bekannt, dass die &lt;a style="font-style: italic;" href="http://www.sehepunkte.de/2005/11/5769" target="_blank"&gt;Einsatzgruppe D&lt;/a&gt; Tausende Juden in Czernowitz und Bessarabien ermordet hat. Die einzigen Zahlen bezüglich der ermordeten Juden sind die bereits erwähnten aus den rumänischen Dokumenten: bis zu 25.000 in Bessarabien und bis zu 20.000 während der "Eil-Deportationen". &lt;a href="https://claroline.uni-klu.ac.at/eeo/index.php/Popovici,_Traian" target="_blank"&gt;Traian Popovici&lt;/a&gt;, der den Ehrentitel &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerechter_unter_den_V%C3%B6lkern" target="_blank"&gt;"Gerechter unter den Völkern"&lt;/a&gt; trägt, beziffert die in den Dörfern und Städten der Nordbukowina getöteten Juden mit ca. 15.000. Über 45.000, wahrscheinlich jedoch nahezu 60.000 Juden, wurden in Bessarabien und der Bukowina getötet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemäß den Berichten der Gouverneure von Bessarabien und der Bukowina an das Ministerium für die Verwaltung der Bukowina, von Bessarabien und Transnistrien (CBBT), wurden im Jahr 1941 insgesamt 147.712 Juden deportiert. 91.845 Juden stammten aus der Bukowina (einschließlich der Regionen Hotin und Dorohoi) und 55.867 aus Bessarabien. Möglicherweise ist die wirkliche Anzahl der deportierten Juden höher. Der Bericht vom 15. Dezember 1941 des Generalinspekteurs der Gendarmerie, &lt;a href="http://ev-en.org/history/bershad_ghetto.txt" target="_blank"&gt;General C. Z. Vasiliu&lt;/a&gt;, hält fest, dass 108.002 Juden aus Bessarabien und der Bukowina in drei Kreise in den Osten Transnistriens entlang des Bug deportiert worden sind: 47.545 wurden in Tulcin interniert, 30.981 in Balta und 29.476 in Golta. Am 24. Dezember 1941 berichtete der SSI Antonescu, dass sich im Westen Transnistriens 56.000 Juden aus Bessarabien und der Bukowina aufhielten; in anderen Kreisen sollte sich hingegen eine geringere Anzahl befinden. Diese zwei Berichte legen den Schluss nahe, dass sich in Transnistrien im Dezember 1941 mindestens 164.000 rumänische Juden befanden. Diese Zahl muss um 6.737 Juden erhöht werden, die in 1942 deportiert wurden - 4.290 aus der Bukowina, 231 aus Bessarabien und 2.216 aus dem Altreich und Südtranssilvanien. Nach den Deportationen verblieben lediglich 17.159 Juden in der Bukowina (mit Ausnahme der Region Dorohoi), von denen 16.794 in Czernowitz lebten. Zusammen mit den Juden aus Dorohoi bildeten sie eine jüdische Bevölkerung von 19.475 Menschen. Die Gesamtzahl der Juden, die aus Bessarabien, der Bukowina, Dorohoi und dem Altreich deportiert wurden, liegt zwischen 154.449 (147.712 plus 6.737) und 170.737 (164.000 plus 6.737) Menschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein offizieller Bericht vom 15. November 1943 an das Präsidium des Ministerrates der Rumänischen Regierung besagt, dass 49.927 Juden in Transnistrien überlebt hatten, wovon 6.425 aus dem Altreich stammten. Daraus folgt, dass bis zum 15. November 1943 zwischen 104.522 und 120.810 rumänische Bürger jüdischer Abstammung in Transnistrien ums Leben gekommen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben den nach Transnistrien deportierten rumänischen Juden, lebten bereits dort, gemäß der sowjetischen Volkszählung aus dem Jahr 1939, 331.000 ortsansässige Juden, von denen 200.961 in Odessa wohnten. Die rumänischen Besatzungsbehörden fanden weitere 150.000 bis 200.000 Juden in Transnistrien vor. Rumänische und sowjetische Quellen besagen, dass in Odessa bis zu 25.000 Juden erschossen, aufgehängt oder lebend verbrannt wurden. Die sowjetischen Behörden berichteten, dass sie allein in Dalnic 22.000 Leichen ausgegraben hätten. Mehr noch, in anderen Gebieten wurden Juden einfach auf den Straßen erschossen; diese Opferzahlen müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Der Präfekt von Golta berichtet, dass 10.000 Juden noch vor der Einrichtung des Lagers von Bogdanovca, Anfang November 1941, getötet wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischen 33.000 und 35.000 Juden wurden im Januar und Februar 1942 von Odessa nach Berezovca deportiert. Davon wurden 28.000 von der SS hingerichtet. Tausende Juden (möglicherweise etwa 30.000) wurden Ende 1941 aus der Stadt und dem Kreis Odessa in Todesmärschen nach Bogdanovca getrieben. 32.433 "nach Transnistrien evakuierte" Juden wurden wahrscheinlich nach Golta deportiert und dort liquidiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemäß den deutschen Dokumenten, den Zeugenaussagen Überlebender und den rumänischen Prozessakten, wurden Ende 1941/Anfang 1942 75.000 Juden, in der Mehrzahl ortsansässig, in Bogdanovca, Domanovca und Acmecetca ermordet. Im September 1942 räumte der Generalsekretär der Regierung von Transnistrien ein, dass aus dem Bezirk Odessa 65.000 ortsansässige Juden "verschwunden" (die Tarnbezeichnung für die Ermordung von Juden) seien. Mehr noch, gemäß einem rumänischen Bericht, wurden 14.500 aus Transnistrien stammende Juden gezwungen, den Bug zu überqueren, wo sie dann von den Deutschen getötet wurden. Nach den sowjetischen Schätzungen wurden 150.038 Juden in den Kreisen Golta und Berezovca ermordet. Der Generalstab der 3. Rumänischen Armee verzeichnete am 1. November 1943 eine Zahl von 70.770 in Transnistrien lebenden Juden, wovon es sich bei 20.029 um Ortsansässige handelte. Daraus folgt, dass zwischen 115.000 und 180.000 ortsansässige Juden in Transnistrien ermordet wurden oder ums Leben gekommen sind. Am Ende der rumänischen Besetzung waren in Transnistrien nur noch 20.000 ortsansässige Juden verblieben. Weiterhin sind mindestens 15.000 Juden aus dem Altreich während des Holocaust umgekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Somit beläuft sich die Gesamtzahl der rumänischen und ukrainischen Juden, die in den besetzten, unter rumänischer Verwaltung befindlichen Gebieten umgekommen sind, auf 280.000 bis 380.000 Menschen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4674613588760363990-8702815854936754318?l=wiesel-kommission.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/feeds/8702815854936754318/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4674613588760363990&amp;postID=8702815854936754318' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/8702815854936754318'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/8702815854936754318'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/2007/12/der-holocaust-in-rumnien.html' title='Der Holocaust in Rumänien'/><author><name>Edgar Hauster</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02845427906846633254</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://photos1.blogger.com/blogger/4133/3143/1600/eddy.0.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4674613588760363990.post-973748110536676266</id><published>2008-03-23T11:00:00.002+01:00</published><updated>2008-05-11T18:48:32.077+02:00</updated><title type='text'>Die Verdrängung der Juden aus der rumänischen Gesellschaft zur Zeit des Antonescu-Regimes. Antisemitische Gesetzgebung, Rumänisierung und Enteignung.</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Die antijüdische Gesetzgebung und die Verwaltungsmaßnahmen, die unter dem Regime von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ion_Antonescu" target="_blank"&gt;Ion Antonescu&lt;/a&gt; - mit und ohne Beteiligung der national-legionären Bewegung - ergriffen wurden, sind bezeichnend für eine extremistische und totalitäre Politik gegenüber einer ethnischen Minderheit. Die &lt;a href="http://books.google.com/books?hl=de&amp;amp;id=47LrQMcLGuoC&amp;amp;dq=rum%C3%A4nisierung&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=uB6H1nibSl&amp;amp;sig=WSuL7WMZU6hNKWXQgvHuzN8pvzM" target="_blank"&gt;Rumänisierungspolitik&lt;/a&gt; entlarvte die eindeutige Absicht, die rumänische Gesellschaft zum ausschließlichen Vorteil der Rumänen ethnisch umzugestalten. Die der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blut-und-Boden-Ideologie" target="_blank"&gt;"Blutkomponente"&lt;/a&gt; zugewiesene Bedeutung verrät den strukturell rassistischen Charakter des Regimes. Die Eilgesetzgebung und die Verteufelung der Juden als Landesverräter bildeten die Grundlage für die groß angelegte Repression gegen die jüdische Minderheit und die Rechtfertigung dieser Repression als legitime Kriegshandlung. Wenn man den besonderen Stellenwert berücksichtigt, den die antijüdische Gesetzgebung einnahm, ist es evident, dass das so genannte "jüdische Problem" eines der Hauptanliegen des Marschalls und seiner Entourage war. Das Antonescu-Regime hat rassistische und diskriminierende Methoden gegen die Juden angewendet, die zu ihrer rechtlichen und politischen Ausgrenzung führten und bestimmt waren, sie von dem Rest der Bevölkerung zu isolieren; die Juden wurden außerhalb des Gesetzesrahmens gestellt, der im Normalfall jedem Bürger die alltägliche Sicherheit in einem modernen Staat garantiert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Der &lt;a href="http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=22I31T" target="_blank"&gt;"Integrale Nationalismus"&lt;/a&gt;, anders ausgedrückt, die ethnische Homogenisierung, bildete die Grundlage für das von Antonescu betriebene Rumänisierungsprogramm. Die antijüdische Gesetzgebung war das wesentliche Instrument zur Verwirklichung des Rumänisierungsprozesses. Nach der Einschätzung von &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mihai_Antonescu" target="_blank"&gt;Mihai Antonescu&lt;/a&gt; hat die Anwendung dieser Gesetzgebung "dazu beigetragen, dass sich das rumänische Eigentum von der fremden Plage freischütteln und den beherrschenden Einfluss der Juden im wirtschaftlichen Leben zurückdrängen konnte." Die von Antonescu bereits im September 1940 umrissene Rumänisierung wurde als "nationalsozialistische Reform" von großer Tragweite präsentiert, die, selbst nach der Entfernung der Legion aus der Regierung durch Antonescu, noch Bestand haben sollte. Um einen wirtschaftlichen Kollaps zu verhindern, hat Antonescu die Rumänisierung als einen allmählichen, etappenweisen Prozess geplant, im krassen Unterschied zu der brutalen und korrupten Strategie der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eiserne_Garde" target="_blank"&gt;Eisernen Garde&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Gesetzesverordnung, welche den neuen Rechtsstatus der Juden in Rumänien begründete, wurde am 8. August 1940 von König &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_II._%28Rum%C3%A4nien%29" target="_blank"&gt;Carol II&lt;/a&gt;, von &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ion_Gigurtu" target="_blank"&gt;Ion Gigurtu&lt;/a&gt;, Präsident des Ministerrates, und von &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/cap1.html" target="_blank"&gt;I. V. Gruia&lt;/a&gt;, Justizminister und Professor für Recht an der Universität Bukarest unterzeichnet. Dieses Dekret führte die juristische Unterscheidung zwischen "Rumänen dem Blute nach" und "rumänischen Staatsbürgern" ein. "Blutkomponente" und "Rassebegriff" für Nation und Staat und deren Betonung bildeten Eckpfeiler der nationalsozialistischen Weltanschauung. Auf der Basis dieser Grundüberlegungen, regelte dieses Gesetz den Status der Juden im Hinblick auf ihre Teilnahme an dem geistigen, politischen und wirtschaftlichen Leben in Rumänien. Es versuchte gar nicht erst, allen Juden die Staatsbürgerschaft zu entziehen, denn in dem neuen Kontext war der Besitz der rumänischen Staatsbürgerschaft irrelevant geworden. Das Gesetz vom 8. August 1940 unterteilte die Juden in drei Kategorien, in Abhängigkeit davon, wann sie die rumänische Staatsbürgerschaft erhalten hatten und wie es um den Wehrdienststatus des Einzelnen bestellt war. Dieses Gesetz verbot den Juden der ersten und dritten Kategorie, - Veteranen der rumänischen Kriege und deren Nachkommen fielen in die zweite Kategorie - die Ausübung einer Reihe von Berufen und den Besitz von Eigentum. Das Gesetz definierte das  Jüdischsein durch die "Blutkomponente" und den Ritus. Als Jude galt derjenige, der das Judentum praktizierte oder von Eltern stammte, die dem jüdischen Glauben anhingen, selbst wenn der Betreffende zum Christentum übergewechselt hatte oder Atheist war. Nur derjenige galt als Christ, dessen Eltern noch vor seiner Geburt konvertiert hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichwohl das Antonescu-Regime der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsdiktatur#K.C3.B6nigsdiktatur_Carol_II._in_Rum.C3.A4nien_-_Zeittafel" target="_blank"&gt;Königsdiktatur&lt;/a&gt; feindlich gegenüberstand, setzte es dieses Gesetz nicht etwa außer Kraft. Im Gegenteil, es nutzte es vielmehr als Grundlage für die eigene antijüdische Gesetzgebung, mit dem Unterschied, dass Antonescu die Definition, wer als Jude anzusehen war, entscheidend veränderte. Beispielsweise galt in den Augen des neuen Regimes derjenige als Jude, der mindestens ein jüdisches Elternteil hatte, und zwar unabhängig davon, ob dieses Elternteil bei der Geburt des Kindes zum Christentum konvertiert hatte, denn "das Geheimnis der Taufe kann die schicksalhafte Bestimmung des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mosaische_Religion" target="_blank"&gt;mosaischen&lt;/a&gt; Blutes nicht verändern." Die Juden wurden nicht für ihre Taten bestraft, sondern deshalb, weil sie Juden waren. Im Jüdischsein selber bestand die Minderwertigkeit und die Zugehörigkeit dazu wurde kriminalisiert. Die Regierung setzte sich das Ziel, das "rumänische Blut" vor dem "jüdischen Blut" zu verteidigen. Um dieses Ziel zu erreichen, verbot das Antonescu-Regime Eheschließungen zwischen "Rumänen dem Blute nach" und denjenigen, die es als "Juden" definierte; gleichfalls wurde Juden die Konversion zum Christentum verboten. Der Rumänisierungsprozess fing mit der Enteignung des ländlichen jüdischen Eigentums an. Der Unterschied im Hinblick auf den Landbesitz zwischen der Gesetzgebung unter Antonescu (Gesetze vom 4. Oktober 1940, 12. November 1940 und 4. Mai 1941) und dem "Gesetz Gigurtu" vom 8. August 1940 bestand lediglich darin, dass dieses Gesetz den jüdischen Landbesitzern erlaubte, Grundstücke an "Rumänen dem Blute nach" zu verkaufen, wobei der Staat bei mehreren Geboten ein Vorkaufsrecht besaß. Alle diese Gesetze untersagten den Juden den Erwerb und den Besitz von jeglichem ländlichen Eigentum auf dem Territorium von Rumänien. Die Enteignung des ländlichen jüdischen Eigentums führte, zusammen mit der Vertreibung der jüdischen Landbevölkerung in die Städte, zu der vollständigen Rumänisierung der rumänischen Dörfer. Infolge der Anwendung dieser Gesetze, wurde der rumänische Staat Eigentümer von 40.035 Hektar Land, 47.455 Hektar Wald sowie von 323 Getreidemühlen, Brauereien und anderen Industrieanlagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Antonescu-Regime verabschiedete am 3. September 1941 ein Sondergesetz, nach dem das jüdische Eigentum in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bessarabien" target="_blank"&gt;Bessarabien&lt;/a&gt; und der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bukowina" target="_blank"&gt;Nordbukowina&lt;/a&gt; "ohne Vorankündigung und andere Formalitäten" verstaatlicht wurde; es ging hierbei um das jüdische Eigentum in den Gebieten, die von der rumänischen Armee nach deren &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_gegen_die_Sowjetunion_1941%E2%80%931945" target="_blank"&gt;Kriegseintritt am 22. Juni 1941&lt;/a&gt; kontrolliert wurden. So fiel dem rumänischen Staat das Eigentum an 27.091 Hektar anbaufähigem Land zu. Das Eigentum der nach Transnistrien deportierten Juden wurde für herrenlos erklärt und per Gesetz dem &lt;a href="http://www.shoa.de/content/view/348/230/" target="_blank"&gt;Nationalen Zentrum für Rumänisierung (CNR)&lt;/a&gt; übertragen, einer bevollmächtigten Institution, die unmittelbar dem Präsidium des Ministerrates unterstand und dazu diente, alle Rumänisierungsaktivitäten zu zentralisieren und eine bürokratische Struktur für die Enteignungen zu schaffen, d. h. die Enteignung, Verwaltung und Liquidierung des Eigentums zu überwachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Antonescu-Regime hat kein umfassendes Gesetz zur Enteignung der jüdischen Handels- und Industrieunternehmen im &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altreich_%28Rum%C3%A4nien%29" target="_blank"&gt;Altreich&lt;/a&gt; und Südtranssilvanien verabschiedet, denn die Rumänisierung des Handels und der Industrie konnte nicht über Nacht erfolgen. Die Strategen der Rumänisierung haben diesen Prozess in Etappen konzipiert, angefangen mit der Vorbereitung des "rumänischen Elements" für die Ablösung der Juden, gefolgt von der Bildung des erforderlichen Betriebskapitals für die Unternehmen, und erst zum Schluss die Verdrängung der Juden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden von der Regierung die jüdischen Handels- und Industrieunternehmen inventarisiert und ein Mechanismus geschaffen, um das Umlauf- und Anlagevermögen der jüdischen Unternehmen zu kontrollieren. Später ernannte die Regierung durch die Gesetzesverordnung Nr. 3361 (vom 5. Oktober 1940) &lt;a href="http://www.shoa.de/content/view/348/230/" target="_blank"&gt;Rumänisierungskommissare&lt;/a&gt;, die die Wirtschaft regeln sollten. Dies war der Beginn der vollständigen Regierungskontrolle über die jüdischen Unternehmen. Die Mehrzahl dieser Rumänisierungskommissare waren Legionäre, Funktionäre eines Systems, das durch Misswirtschaft, Erpressung und Diebstahl gekennzeichnet war. Die Legionäre besetzten zahlreiche jüdische Unternehmen mit Waffengewalt und nötigten die Eigentümer die "Eigentumsübertragung" zu unterzeichnen. Die offiziellen statistischen Daten für das rumänische Territorium (ausgenommen Bukarest) weisen aus, dass jüdisches Eigentum im Gesamtwert von einer Milliarde Lei für 216 Millionen Lei verkauft wurde, wovon jedoch nur 52 Millionen Lei tatsächlich bezahlt worden sind. Die Raubzüge der Legionäre haben den jüdischen Eigentümern einen Schaden von 380 Millionen Lei zugefügt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Folge wurden die Rumänisierungskommissare am 18. Januar 1941 durch Beamte des Volkswirtschaftsministeriums ersetzt. Nach der Entfernung der Legionäre von der Macht im Januar 1941, wurde das übernommene Eigentum nicht etwa den rechtmäßigen Eigentümern zurückgegeben, sondern vielmehr der Handelskammer im Zuge des Rumänisierungsprozesses übertragen. Diejenigen Legionäre, die nachweisen konnten, dass sie jüdisches Eigentum in Übereinstimmung mit den geltenden Vorschriften erworben hatten, blieben rechtmäßige Eigentümer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gesetzesverordnung Nr. 51 (vom 20. Januar 1942) begründete die Regierungskontrolle der Unternehmensvorstände. Besondere Kontrolleure überwachten die Rumänisierung des Kapitals und der Belegschaften, d. h. die Verteilung rumänischer Mitarbeiter auf die einzelnen Unternehmen. Jedes jüdische Unternehmen war davon betroffen. Ein Gesetz vom 3. März 1941 zielte auf die Enteignung des jüdischen Kapitals und zwang die Eigentümer, Aktien namentlich zu registrieren, nur um sie ihnen anschließend um so leichter abnehmen zu können. Eines der Hauptziele der Antonescu-Regierung bestand darin, die Entwicklung des jüdischen und ausländischen - mit Ausnahme des deutschen und italienischen - Kapitals einzudämmen und im Gegenzug das - ethnisch - rumänische Kapital zu erhöhen. Infolge der zahlreichen in Kraft getretenen Restriktionen, wurden zwischen dem 6. September 1940 und dem 1. Juni 1943 die Mehrzahl der jüdischen Unternehmen (15.987 von 20.140) entweder von ihren Eigentümern aufgelöst oder von der Handelskammer von Amts wegen geschlossen. Hunderte jüdische Geschäfte wurden zwischen Dezember 1941 und Juli 1942 an Rumänen verkauft. Die Verkäufe waren im Allgemeinen für die Juden sehr unvorteilhaft, denn sie wurden genötigt, blühende Geschäfte zu Spottpreisen abzugeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der jüdische Immobilienbesitz in den Städten wurde per Gesetz am 28. März 1941 verstaatlicht. Das erklärte Ziel dieses Gesetzes bestand darin, eine - ethnisch gesehen - rumänische Mittelschicht zu bilden. Im Unterschied zu der Verstaatlichung des jüdischen Landbesitzes, die keinerlei Ausnahmen zuließ, unterteilte dieses Gesetz die Juden in mehrere Kategorien: dekorierte, jüdische Kriegsveteranen, Kriegswaisen, die mindestens 20 Jahre zuvor christlich getauft worden sind, sofern sie mit ethnischen Rumänen verheiratet waren, christlich getaufte Juden, sofern ihre Taufe mindestens 30 Jahre zurücklag, sowie die Nachfahren der vorgenannten Personenkreise. Es blieb dem Ministerrat vorbehalten, diese Ausnahmen von Fall zu Fall zu genehmigen. Die Juden aber, auf welche das Gesetz Anwendung fand, wurden verpflichtet, ihr Eigentum auf die CNR zu übertragen. Das Eigentum musste frei von Hypotheken und jeglichen sonstigen Lasten sein. Im Gegenzug sollte die CNR den Eigentümern den Kaufpreis zuzüglich einer Verzinsung von 3% vergüten; die Zahlung dieser Vergütung wurde jedoch bis zum Ende des Krieges ausgesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch die Anwendung dieses Gesetzes wurden bis Dezember 1943 insgesamt 75.385 Wohnungen in einem Gesamtwert von 50 Milliarden Lei "rumänisiert". Das Antonescu-Regime enteignete zwischen dem 14. Juli 1942 und dem 23. August 1944 insgesamt 1.042 Gebäude der Jüdischen Gemeinde, darunter &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tempel#Die_israelitischen_Tempel" target="_blank"&gt;Tempel&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Synagoge" target="_blank"&gt;Synagogen&lt;/a&gt;, Gebetshäuser, Schulen, Krankenhäuser und Kliniken, Waisenhäuser, Friedhöfe, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mikwe" target="_blank"&gt;rituelle Tauchbäder&lt;/a&gt;, Verwaltungsgebäude und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rabbiner" target="_blank"&gt;Rabbinerwohnungen&lt;/a&gt;. Diese komplexe Aufgabenstellung machte einen institutionellen Rahmen erforderlich, der von den Ministerien für Volkswirtschaft, für Arbeit und Sozialwesen und für Inneres geboten wurde. Darüber hinaus, hat die Regierung besondere Institutionen geschaffen, wie z. B. die Direktion für Rumänisierung, Kolonialisierung und Inventarisierung und das Nationale Zentrum für Rumänisierung. Die CNR war eine repressive Institution, die mit Polizeimethoden gegen die Juden vorging. Sie nahm die Dienste von bezahlten Spitzeln in Anspruch und übte im Hinblick auf das jüdische Eigentum ihre Machtbefugnisse völlig willkürlich aus. Die CNR erwirtschaftete &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;für die Regierung &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;aus der Vermietung bzw. dem Verkauf verstaatlichter jüdischer Immobilien enorme Gewinne (jährlich ca. zwei Milliarden Lei). Der Gesamtwert dieses Eigentums (einschließlich des gewaltsam entrissenen Besitzes, nachträglich durch Justiz und Verwaltung sanktioniert) beläuft sich auf ungefähr 100 Milliarden Lei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Ausschluss der Juden aus verschiedenen Aktivitätsfeldern setzte bereits 1937 mit der Bildung der Regierung &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Octavian_Goga" target="_blank"&gt;Goga&lt;/a&gt; ein; dieser Prozess wurde jedoch unter dem Antonescu-Regime allumfassend, als die Juden aus allen Tätigkeitsfeldern vertrieben wurden. Theater- und Opernkünstler waren die ersten, die von dieser legalisierten Diskriminierung betroffen wurden. Am 8. September 1940 erließ das Religionsministerium das Dekret Nr. 42181, wonach alle staatlichen und privaten Theater und Opernhäuser verpflichtet wurden, alle jüdischen Schauspieler und Sänger zu beurlauben; ein späteres Dekret gab ihnen das Recht, an privaten jüdischen Theatern engagiert zu werden. Die neuen Gesetze zielten anschließend auch auf die übrigen Berufe. Beispielsweise wurde es den Juden verboten, als Apotheker oder Rechtsanwälte tätig zu sein. Eines der strengsten Gesetze gegen das Arbeitsrecht der Juden war die Gesetzesverordnung Nr. 3825 (vom 15. November 1940), welche alle Unternehmen verpflichtete, die jüdischen Mitarbeiter zu beurlauben, was auch - mit sehr wenigen Ausnahmen - bis zum 31. Dezember 1941 geschah. Nach einem Bericht des Arbeitsamtes vom 13. Juni 1943 über die Rumänisierung des Arbeitsmarktes, sank die Zahl der angestellten Juden von 28.225 am 16. November 1940 auf nur 6.506 am 1. März 1943.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch den jüdischen Ärzten wurde die Berufsausübung untersagt (mit Ausnahme der Behandlung jüdischer Patienten), die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in der Fachpresse und die Mitgliedschaft in Forschungsinstituten wurde ihnen ebenfalls verboten. Alle Ärzte, denen es noch gestattet war, ihren Beruf auszuüben, mussten ein Abzeichen tragen und einen Stempel vorweisen, um als Juden identifiziert werden zu können. Mehr noch, wenn Juden erkrankten, durften sie nicht in ein rumänisches Krankenhaus eingewiesen oder von rumänischen Ärzten behandelt werden. Am 2. Februar 1942 beschloss der Rumänische Ingenieurverband, jüdischen Ingenieuren das Berufsrecht zu entziehen. Das selbe Schicksal erlitten später jüdische Architekten sowie jüdische Mitglieder von Gewerkschaften und anderen Berufsverbänden. Selbst Handwerker und Lehrlinge wurden aus dem Arbeitsmarkt verdrängt, denn ihnen wurde untersagt, qualifizierte Tätigkeiten auszuüben. Die Freiheit jüdischer Händler wurde ebenfalls mit einer Reihe von Einschränkungen belegt. Bücher jüdischer Autoren und Schallplatten mit Musik jüdischer Komponisten wurden in Bibliotheken und öffentlichen Büchereien verboten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gesetzesverordnung Nr. 3438 vom 11. Oktober 1940 entfernte die jüdischen Schüler und Professoren sowie das jüdische Verwaltungspersonal aus dem Bildungs- und Erziehungssystem. Keinem einzigen jüdischen Schüler wurde es gestattet, eine rumänische Schule zu besuchen, es sei denn, dass er der direkte und getaufte Nachfahre eines dekorierten Kriegsveteranen war, der im Unabhängigkeitskrieg verwundet oder getötet worden war, oder eines Kriegsinvaliden oder Dekorierten des Krieges von 1916-1918, oder eines Nachfahren der vorgenannten Kategorien, sofern dieser bis zum 9. August 1940 &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;zum Christentum &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;konvertiert hatte. Aber selbst diese Schüler wurden nur wenige Wochen später aus den öffentlichen Schulen exmatrikuliert. Antonescu gab im Februar 1941 dem Druck des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Stuhl" target="_blank"&gt;Heiligen Stuhls&lt;/a&gt; von Bukarest nach und gestattete es den jüdischen, zum Christentum konvertierten Schülern, am Unterricht einiger Konfessionsschulen (in der Mehrzahl katholisch) teilzunehmen. Gleichfalls erlaubte er getauften Juden mit nur einem einzigen jüdischen Elternteil, private, nichtjüdische Schulen zu besuchen. Andererseits ordnete er aber an, die ethnische Zugehörigkeit auf den Abschlusszeugnissen zu vermerken, um auf die jüdischen Absolventen anschließend die Judengesetzgebung anwenden zu können. Unter diesen Bedingungen entstand ein paralleles jüdisches Bildungs- und Erziehungssystem, das jedoch später dadurch unterminiert wurde, dass Gebäude der jüdischen Schulen eingezogen und verstaatlicht wurden und alle Schüler, die älter als 15 Jahre waren, zum &lt;a href="http://david.juden.at/kulturzeitschrift/61-65/63-Stephani.htm" target="_blank"&gt;Arbeitsdienst&lt;/a&gt; eingezogen wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl die Juden noch in der Zeit der Königsdiktatur das Wahlrecht besaßen, wurde ihnen dieses von Antonescu entzogen. Im Dezember 1940 verabschiedete Antonescu ein Gesetz, das die Juden von der Ableistung des Militärdienstes und der vormilitärischen Ausbildung ausschloss. Im Gegenzug wurden ihnen Militärsteuern und Arbeitsdienst bzw. eine Kombination aus beidem auferlegt. Das Gesetz galt für alle männlichen Juden zwischen 18 und 50 Jahren (in vielen Fällen wurden diese Altersbegrenzungen bewusst missachtet). Unter dem Vorwand, dass die Juden nicht gezwungen sind, ihr Leben im Kampf zu riskieren, wurden ihnen von der Regierung finanzielle und materielle Lasten auferlegt, die ihre Möglichkeiten bei weitem überschritten. Zudem wurden sie als physisch ungeeignet für den Militärdienst eingestuft und mussten Militärsteuern zahlen. Alle Juden, die in Einheiten des Arbeitsdienstes zusammengefasst waren, erhielten ihre Arbeitseinsätze vom Generalstab der Armee. Diese Arbeiter unterstanden der strengen Militärdienstordnung, trugen aber die eigene Zivilkleidung mit einer gelben Armbinde an dem linken Arm, auf der die Nummer des zuständigen Rekrutierungszentrums vermerkt war. Im August 1942 wurde die zunächst von den Juden freiwillig erbrachte Arbeitsdienstleistung in "Pflichtarbeit" oder "Zwangsarbeit" umbenannt. Am 23. Juli 1942 regelte eine Entscheidung des Nationalen Verteidigungsministeriums (Nr. 1305), dass die Juden, die im Besitz eines Universitätsdiploms waren, verpflichtet wurden, jährlich 90 Tage für die Regierung zu arbeiten. Jüdische &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsarbeit_in_der_Zeit_des_Nationalsozialismus" target="_blank"&gt;Zwangsarbeit&lt;/a&gt; wurde von 47.345 Männern, Frauen und Jugendlichen geleistet. Die Männer wurden bei verschiedenen Infrastrukturprojekten eingesetzt, zum Beispiel bei der Verlegung von Eisenbahnschienen und im Straßenbau, während die Frauen Bürotätigkeiten und andere Arbeiten leisteten. Die Strafen für Ungehorsam waren unterschiedlich und variierten zwischen Prügelstrafe und Deportation bis hin zu der Todesstrafe. Die Löhne für diese Arbeiten waren minimal oder wurden überhaupt nicht bezahlt; hingegen mussten die Jüdischen Gemeinden Arbeitskleidung und Werkzeug liefern sowie für die medizinische Versorgung und Ernährung der Arbeiter aufkommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die rumänische Regierung hat - als Unterabteilung des Arbeitsministeriums - ein "Kommissariat für jüdische Angelegenheiten" geschaffen, das dem Ministerrat unterstand. Das Antonescu-Regime hat mit seinen Maßnahmen und Reglementierungen eine Art Notstandsgesetzgebung gegen die Juden erlassen und damit einen Gesetzesrahmen geschaffen, der die Freiheiten der Juden beschnitt und ihr Leben bedrohte. So wurden am 6. Mai 1941 alle, die mindestens ein jüdisches Elternteil hatten, verpflichtet, ihre Radios abzugeben. Unter dem Vorwand, auf die Besorgnisse einiger Militärkommandeure zu reagieren, ordne&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;te Mihai Antonescu am 5&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;. August 1941 an, dass alle Juden in Rumänien den gelben Stern zu tragen haben. Als Konsequenz auf den Aufruf von &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Filderman" target="_blank"&gt;Wilhelm Filderman&lt;/a&gt;, entschied Antonescu am 9. September, diesen Befehl zu widerrufen. Ungeachtet dieser Entscheidung von Antonescu, wurden die Juden in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transnistrien_%28Zweiter_Weltkrieg%29" target="_blank"&gt;Transnistrien&lt;/a&gt; gezwungen, den Stern bis zum Ende des Krieges zu tragen; mehr noch, in einigen Städten in der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moldau_%28Region%29" target="_blank"&gt;Moldau-Region&lt;/a&gt; und in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Czernowitz" target="_blank"&gt;Czernowitz&lt;/a&gt; wurde der Widerruf ignoriert. Eine Gesetzesverordnung vom 27. Juli 1941 hob alle, Juden erteilten Reisegenehmigungen auf. Zwischen dem 27. Juni 1941 und dem 31. Dezember 1943 erließ die Regierung mehr als 20 Verwaltungsverordnungen, die die Bedingungen festlegten, nach denen Juden von dem Ministerium des Inneren &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Reisegenehmigungen &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;erhalten sollten. Schüler und Professoren durften sich demnach bis zu der Schule und zurück nach Hause bewegen. Eine beschränkte Anzahl von Reisegenehmigungen wurde bei offiziellen Vorladungen, Krankheitsfällen und - in sehr geringem Umfang - für Geschäftsreisen erteilt. Juden, die ohne Reisegenehmigung reisten, riskierten, deportiert zu werden. Gleichfalls wurden den Juden am 16. März 1942 die Führerscheine entzogen. Schließlich wurde das Recht der Juden, Vorräte zu kaufen, stark eingeschränkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemäß der Gesetzesverordnung Nr. 552 vom 2. März 1943, sollten Juden, die zu einer Gefängnisstrafe von mindestens drei Monaten oder einer Lagerhaft von mindestens sechs Monaten verurteilt worden waren, zusammen mit ihren Familien nach Transnistrien deportiert werden. Bei Juden, die für die Gefährdung der nationalen Sicherheit verurteilt worden waren, sollte die Strafe verdoppelt werden. Mehr noch, nach einem Gesetz vom 26. Mai 1944, sollten Juden, die illegal nach Rumänien eingereist waren, zum Tode verurteilt werden. Dieses Gesetz zielte auf die Juden aus Ungarn und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%BCrgen#19._und_20._Jahrhundert" target="_blank"&gt;Nordtranssilvanien&lt;/a&gt; ab, die versuchten, den am 19. März 1944 begonnenen Deportationen zu entfliehen. Dennoch muss erwähnt werden, dass dieses Gesetz nicht zur Anwendung kam.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4674613588760363990-973748110536676266?l=wiesel-kommission.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/feeds/973748110536676266/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4674613588760363990&amp;postID=973748110536676266' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/973748110536676266'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/973748110536676266'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/2008/01/der-ausschluss-der-juden-aus-der.html' title='Die Verdrängung der Juden aus der rumänischen Gesellschaft zur Zeit des Antonescu-Regimes. Antisemitische Gesetzgebung, Rumänisierung und Enteignung.'/><author><name>Edgar Hauster</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02845427906846633254</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://photos1.blogger.com/blogger/4133/3143/1600/eddy.0.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4674613588760363990.post-3568910270090348184</id><published>2008-03-22T10:00:00.002+01:00</published><updated>2008-05-11T18:49:51.547+02:00</updated><title type='text'>Die Jüdische Gemeinde unter dem Antonescu-Regime und ihre Reaktion auf den Holocaust in Rumänien</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center; font-family: verdana;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Das gesamte Netzwerk der Jüdische Gemeinde, bestehend aus Religionsausübung, Gemeindeleben, Erziehung und Sozialfürsorge sah sich während des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ion_Antonescu" target="_blank"&gt;Antonescu&lt;/a&gt;-Regimes der Notwendigkeit gegenübergestellt, den materiellen, moralischen, sozialen und intellektuellen Bedürfnissen der Juden gerecht zu werden. &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Filderman" target="_blank"&gt;Wilhelm Filderman&lt;/a&gt;, der Leiter der &lt;a href="http://www.shoa.de/content/view/348/230/" target="_blank"&gt;Föderation der Verbände der Jüdischen Gemeinden Rumäniens (FUCE)&lt;/a&gt; spielte in den Jahren 1940 - 1941 die Hauptrolle. Obwohl er sich auf die Lösung der täglich neu anfallenden Probleme konzentrieren musste, waren seine Bemühungen nicht bloß administrativer Natur. Filderman wandte verschiedene Taktiken an; er reichte zum Beispiel Petitionen ein und bemühte sich um Audienzen bei wichtigen Persönlichkeiten aus Politik und Kirche, die in den Regierungskreisen einflussreich und bereit waren, zu Gunsten der Juden zu intervenieren. Zwischen September 1940 und dem 16. Dezember 1941 versuchte die Föderation, die durch die antisemitischen Maßnahmen entstandenen Probleme durch die Einreichung von Petitionen zu lösen, die sie an Antonescu und andere Würdenträger adressierte. Filderman formulierte seine Interventionen deutlich und stützte seine Argumentation auf statistische, historische und politische Daten, die das gesamte Ausmaß der negativen Folgen der antisemitischen Maßnahmen für ganz Rumänien, nicht nur für die Jüdischen Gemeinden, offenbarten. Er wies ebenfalls darauf hin, dass die antisemitischen Maßnahmen in Rumänien häufig härter waren, als bei den übrigen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Achsenm%C3%A4chte" target="_blank"&gt;Achsenmächten&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Durchführung der ersten antisemitischen Maßnahmen durch den Nationalen Legionärsstaat, ging die FUCE davon aus, dass die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eiserne_Garde" target="_blank"&gt;&lt;/a&gt;Legionärsbewegung die größte Bedrohung für die jüdische Bevölkerung und für Rumänien im Allgemeinen darstellte. In diesem Kontext versuchte die FUCE, eine direkte Verbindung zur Staatsführung zu knüpfen. Gegen die Entscheidung des Religionsministers, die Synagogen zu schließen und die Gemeindeaktivitäten zu untersagen, formulierte die Föderation am 11. September 1940 die erste Protestnote, die Filderman am 17. September Antonescu persönlich übergab. Antonescu antwortete mit leeren Versprechungen, nämlich, dass die Juden weder in politischer noch in wirtschaftlicher Hinsicht zu leiden haben würden. Selbst wenn der Protest offensichtlich wirkungslos blieb, hörte die FUCE nicht auf, Memoranden an die Regierung zu adressieren, die die Daten und Fakten zu den Übergriffen und Gewalttaten der Legionäre gegen die Juden enthielten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Ausschluss der Legionäre aus der Regierung und der Umbildung der Regierung Antonescu, sah sich die jüdische Bevölkerung neuen Formen der antisemitischen Politik gegenübergestellt. Die Führung der FUCE forderte von der Regierung die Rückgabe der von den Legionären geraubten Güter, die Aussetzung der illegalen Schließung jüdischer Firmen und die Verlangsamung des &lt;a href="http://books.google.com/books?hl=de&amp;amp;id=47LrQMcLGuoC&amp;amp;dq=rum%C3%A4nisierung&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=uB6H1nibSl&amp;amp;sig=WSuL7WMZU6hNKWXQgvHuzN8pvzM" target="_blank"&gt;Rumänisierungsprozesses&lt;/a&gt;. Mehr noch, sie verlangte von der Regierung, die Gesetze hinsichtlich der Enteignung des städtischen Eigentums abzuändern, die Ghettobildung zu stoppen, den aggressiven Sprachgebrauch aus den offiziellen Dokumenten zu verbannen und damit aufzuhören, die Juden als Saboteure zu verleumden. Darüber hinaus forderte sie die rumänische Regierung auf, die volkswirtschaftlichen Schäden anzuerkennen, die durch die Entlassungspolitik gegenüber den Juden verursacht wurden, und forderte für jüdische Handwerker und Lehrlinge das Arbeitsrecht ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ia%C5%9Fi#Das_Pogrom_von_Ia.C5.9Fi" target="_blank"&gt;Pogrom von Iași&lt;/a&gt; anbetrifft, konzentrierte die Führung der FUCE ihre Bemühungen auf die Hilfe für die Überlebenden, die mit Todeszügen nach &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/C%C4%83l%C4%83ra%C5%9Fi_%28Rum%C3%A4nien%29" target="_blank"&gt;Călărași&lt;/a&gt;-&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Ialomi%C5%A3a" target="_blank"&gt;Ialomița&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Podu_Iloaiei" target="_blank"&gt;Podu Iloaiei&lt;/a&gt; deportiert worden sind. Nach den blutigen Ereignissen von Iași, appellierte die Führung der FUCE offiziell an die Juden, ein Höchstmaß an Gemeinschaftssinn und Gesetzestreue an den Tag zu legen. Sie wurden aufgefordert, die Verdunklungsvorschriften zu befolgen, Gerüchte weder zu beachten noch zu verbreiten, die Erörterung militärischer und politischer Fragen zu unterlassen, Lebensmittel nicht zu horten oder zu verschwenden und schließlich, die Armee zu respektieren. Filderman und seine Kollegen haben einen entschlossenen Kampf gegen den Zwang zum Tragen des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judenstern" target="_blank"&gt;Judensterns&lt;/a&gt; geführt. In einem Memorandum vom 6. September an &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nicodim_Munteanu" target="_blank"&gt;Nicodim&lt;/a&gt;, den Patriarchen von Rumänien, forderten Filderman und der &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Alexandru_%C5%9Eafran" target="_blank"&gt;Oberrabbiner Șafran&lt;/a&gt;, Schutz für die Juden im Namen der Religion und der Menschenrechte. Am 8. September erhielt Filderman eine Audienz bei Marschall Antonescu. Es ging bei diesem Treffen hauptsächlich um den Zwang für die Juden, den Judenstern zu tragen. In letzter Konsequenz gab Antonescu dem Drängen von Filderman nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter dem Eindruck der Nachrichten, die aus &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bessarabien" target="_blank"&gt;Bessarabien&lt;/a&gt; und der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bukowina" target="_blank"&gt;Bukowina&lt;/a&gt; eintrafen, schrieb Filderman zwei flehentliche Briefe (9. und 11. Oktober 1941) an Marschall Antonescu, mit dem Ziel, die Deportationen zu stoppen, denn diese kamen für die Menschen Todesurteilen gleich, nur deshalb, weil sie Juden waren. Am 19. Oktober richtete Filderman einen weiteren Protestbrief an Ion Antonescu. Antonescu lehnte es aber ab, seine Entscheidung zur Deportation der Juden zu revidieren und klagte im Gegenzug vor allem die aus Bessarabien und der Bukowina stammenden Juden an, die Schuld an dem "schrecklichen Schicksal des rumänischen Volkes im Jahr 1940" zu tragen. Einige Tage später, am 26. Oktober, veröffentlichten alle großen Zeitungen die Antwort von Marschall Antonescu auf das Schreiben von Filderman. Der Führer hielt Filderman vor, dass er sich von einem Angeklagten in einen Ankläger verwandelt hätte, der Juden verteidigt, die für "hasserfüllte Aktionen gegen das tolerante und gastfreundliche rumänische Volk" verantwortlich seien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unbeirrt setzte Filderman seinen Kampf fort. Am 25. Oktober richtete er ein Antwortschreiben an Antonescu, in dem er seine Unterstützung für die gnadenlose Bestrafung der Schuldigen anbot, gleichzeitig aber dagegen protestierte, Unschuldige in den Tod zu schicken. Er erhärtete seine Argumentation durch die Feststellung, dass die Juden nicht mit dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Bolschewismus" target="_blank"&gt;Bolschewismus&lt;/a&gt; gleichgestellt werden dürfen, ebenso wenig, wie das rumänische Volk mit der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eiserne_Garde" target="_blank"&gt;Eisernen Garde&lt;/a&gt; verwechselt werden darf. Mit Hinweis auf die Loyalität der Juden gegenüber Rumänien, unterstrich Filderman am 3. November, dass die Juden an den Befreiungskriegen des Landes teilgenommen und niemals gegen die Interessen des rumänischen Staates und des rumänischen Volkes gehandelt hätten. Der militante Ton der FUCE erzürnte die rumänischen Machthaber und den deutschen Berater für jüdische Angelegenheiten, &lt;a href="http://www.shoa.de/content/view/348/230/" target="_blank"&gt;Gustav Richter&lt;/a&gt;. In der Konsequenz wurde die FUCE am 16. Dezember 1941 aufgelöst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Auflösung der FUCE wurde die &lt;a href="http://www.holocaust-chronologie.de/chronologie/1942/dezember/08-15.html" target="_blank"&gt;Judenzentrale in Rumänien&lt;/a&gt; die einzige Organisation, die berechtigt war, die Interessen der Jüdischen Gemeinde wahrzunehmen und das Gemeindeleben zu organisieren. Marschall Antonescu genehmigte persönlich den politischen und organisatorischen Rahmen der Judenzentrale, die per Gesetz der Kontrolle von &lt;a href="http://www.shoa.de/content/view/348/230/" target="_blank"&gt;Radu Lecca&lt;/a&gt; unterstellt wurde. Die örtlichen jüdischen Gemeinden entfalteten, ebenso wie alle übrigen jüdischen Institutionen, ihre Aktivitäten unter der Kontrolle der Zentrale. Die Führung der Zentrale forderte wiederholt Gehorsam ein und drohte mit einem ganzen Spektrum schwerer Strafen. Die erste offizielle Aufgabe, die die Judenzentrale erhielt, bestand darin, ein Verzeichnis derjenigen zu erstellen, die "jüdisches Blut" in den Adern hatten. Diese Aufgabe folgte dem deutschen Modell, in dem gleichartige Aufgaben vom &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judenrat" target="_blank"&gt;Judenrat&lt;/a&gt; erledigt wurden. Dieser Zensus wurde für nötig erachtet, um einen genauen Überblick über die Anzahl der Juden zu erhalten - ein unabdingbarer Schritt für die bürokratische Organisation der Deportationen, der Zwangsarbeitslager und der physischen Vernichtung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichwohl er an den Rand gedrängt wurde, stand Filderman stets an der Spitze der Rettungsaktionen für die Juden. Er blieb somit der wichtigste Repräsentant der Juden in Rumänien, führte den Kampf gegen die Wiederaufnahme der Deportationen nach &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transnistrien_%28Zweiter_Weltkrieg%29" target="_blank"&gt;Transnistrien&lt;/a&gt; in 1942 und bezog Position gegen die Deportationen aus &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%BCrgen#19._und_20._Jahrhundert" target="_blank"&gt;Südtranssilvanien&lt;/a&gt; und dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Banat" target="_blank"&gt;Banat&lt;/a&gt; in die nationalsozialistischen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vernichtungslager" target="_blank"&gt;Vernichtungslager&lt;/a&gt;, wie dies von den Deutschen gefordert wurde. Seine Rettungsbemühungen wurden durch die Aktivitäten der örtlichen Vertreter der Juden in Transsilvanien und dem Banat unterstützt und der dadurch von den Repräsentanten der Jüdischen Gemeinde auf das Antonescu-Regime ausgeübte Druck, trug zu der Entscheidung der Regierung bei, die Massendeportationen der rumänischen Juden zu verschieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Frühjahr 1943 entschied die Regierung, den Juden eine neue Sonderabgabe von 4 Milliarden Lei aufzuerlegen. Radu Lecca sandte diese Entscheidung an die Judenzentrale am 11. Mai 1943. &lt;a href="http://books.google.com/books?id=47LrQMcLGuoC&amp;amp;pg=PA399&amp;amp;lpg=PA399&amp;amp;dq=%22nandor+gingold&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=uCZD1jleMn&amp;amp;sig=bF0CrX7OXxB7bi9KXwUDjFt36Gg" target="_blank"&gt;Gingold&lt;/a&gt;, der Chef der Zentrale, lud Filderman und andere Verantwortliche in der Gemeinde zu einem Beratungsgespräch ein. Filderman widersetzte sich der Zahlung und protestierte gegen die Steuer. Antonescu empfand den Protest als "unverschämt" und ließ Filderman Ende Mai 1943 nach Transnistrien deportieren. Letztendlich wurde er jedoch nach drei Monaten befreit, als Folge von Protesten von wichtigen Persönlichkeiten aus der rumänischen Politik, zu denen auch &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_I._%28Rum%C3%A4nien%29" target="_blank"&gt;König Michael&lt;/a&gt;, die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elena_von_Griechenland" target="_blank"&gt;Königinmutter Elena&lt;/a&gt; und der Führer der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/PN%C5%A2-CD" target="_blank"&gt;PNȚ&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Iuliu_Maniu" target="_blank"&gt;Iuliu Maniu&lt;/a&gt;, gehörten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Chronologie der Audienzen von Filderman bei verschiedenen Ministern und anderen Würdenträgern im Frühjahr und Sommer 1944 wirft ein Schlaglicht auf einige der existenziellen Probleme, denen sich die Jüdische Gemeinde in dieser Schlussphase der Konfrontation mit der antisemitischen Politik des Antonescu-Regimes gegenübersah. Filderman stellte sich gegen den Beschluss, Juden der "Ausnahmekategorien", d. h. aus den "rumänisierten" Familien, zu deportieren und sprach über die Notwendigkeit, die Sicherheit der Juden in verschiedenen Gebieten zu gewährleisten, und zwar in dem Maße, wie sich die Front näherte. Er forderte, den Juden zu gestatten, Städte mit einer großen Konzentration deutscher Truppen verlassen zu dürfen und verlangte Klarstellungen hinsichtlich der Regierungspläne, die Juden aus der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moldau_%28Region%29" target="_blank"&gt;Moldau-Region&lt;/a&gt; zu ghettoisieren. Gleichfalls protestierte er gegen die Entscheidung, jüdische Arbeitsdiensteinheiten im Norden der Moldau-Region einzurichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die FUCE und die Judenzentrale haben gleichermaßen Sozialfürsorge in diesen Zeiten staatlicher Unterdrückung geleistet. Das Autonome Hilfskomitee (&lt;a href="http://isurvived.org/Transnistria.html" target="_blank"&gt;CAA&lt;/a&gt;, gegründet 1941) spielte hierbei eine wichtige Rolle. Die CAA verfügte von Anfang an über Mittel von Seiten des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joint_Distribution_Committee" target="_blank"&gt;American Jewish Joint Distribution Commitee&lt;/a&gt;. Im Januar reiste die erste Delegation der CAA und der Sozialfürsorgeabteilung der Judenzentrale nach Transnistrien. Zudem bemühte sich die Jüdische Gemeinde, eine ärztliche Versorgung für die jüdischen Arbeitsdiensteinheiten anzubieten, denn dafür wurden von der Regierung zu keinem Zeitpunkt Mittel zur Verfügung gestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 25. Februar 1944 bat Filderman um eine Audienz bei dem Minister des Inneren und forderte bei dieser Gelegenheit nochmals die Repatriierung aller Deportierten und präsentierte dieses Problem als eine Frage von Leben und Tod für die Betroffenen. Eine partielle Repatriierung begann erst in der zweiten Dezemberhälfte 1943. Am 20. Dezember wurden die 6.053 Einwohner von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dorohoi" target="_blank"&gt;Dorohoi&lt;/a&gt;, die die Deportationen überlebt hatten, in ihre Stadt zurückgeschickt. Am 6. März 1944 wurden 1.846 von den über 5.000 Waisenkindern repatriiert. Die generelle Repatriierung wurde von Antonescu im März 1944 befohlen, aber diese Entscheidung kam zu spät, um die Repatriierung der letzten Deportiertengruppe rechtzeitig zu organisieren; diese Gruppe war - wie der Zufall es will - die zahlreichste. Lediglich folgende Deportierte konnten per Eisenbahn repatriiert werden: die Einwohner von Dorohoi, Waisenkinder, die 500 politischen Häftlinge aus dem Lager &lt;a href="http://buecher.hagalil.com/schoah/kornis.htm" target="_blank"&gt;Vapniarka&lt;/a&gt; und die in &lt;a href="http://www.bjt2006.org/GK12.html" target="_blank"&gt;Grossulovo&lt;/a&gt; Internierten. Zwischen dem 17. und dem 30. März 1944 organisierten die CAA und Vertreter der Sozialfürsorgeabteilung der Judenzentrale, zusammen mit rumänischen Behörden, die Repatriierung von 2.538 Menschen aus verschiedenen Lagern und Ghettos in Transnistrien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da die jüdische intellektuelle Elite in Bukarest konzentriert war, ist es nachvollziehbar, dass das jüdische Kulturleben hier außerordentlich intensiv war; ganz anders in der Provinz, wo die Synagogen, Schulen und jüdischen Intellektuellen ihre traditionelle Bedeutung für die Kultur eingebüßt hatten, während die jüdischen Schulen als letzte Bastion auf dem Weg zur vollständigen Ghettoisierung verblieben waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4674613588760363990-3568910270090348184?l=wiesel-kommission.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/feeds/3568910270090348184/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4674613588760363990&amp;postID=3568910270090348184' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/3568910270090348184'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/3568910270090348184'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/2008/02/die-jdische-gemeinde-unter-dem-antonesu.html' title='Die Jüdische Gemeinde unter dem Antonescu-Regime und ihre Reaktion auf den Holocaust in Rumänien'/><author><name>Edgar Hauster</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02845427906846633254</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://photos1.blogger.com/blogger/4133/3143/1600/eddy.0.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4674613588760363990.post-4875522114539697572</id><published>2008-03-21T09:00:00.001+01:00</published><updated>2008-05-11T18:51:01.169+02:00</updated><title type='text'>Die Deportationen der Roma und deren Behandlung in Transnistrien</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Bei der Volkszählung von 1930 erklärten 262.501 Personen (1,5% der rumänischen Bevölkerung), &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zigeuner" target="_blank"&gt;Zigeuner&lt;/a&gt; zu sein. Die Mehrzahl davon lebte am Rand der Gemeinden, aber im Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung und insbesondere nach der Bod&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;enreform von 1920, erlangten viele von ihnen einen sozialen Status, der sich kaum von demjenigen der rumänischen Bauern unterschied. Mehr noch, die soziale und wirtschaftliche Entwicklung vieler &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roma_%28Volk%29" target="_blank"&gt;Roma&lt;/a&gt; brachte es mit sich, dass es unter den Roma zu einer Elite neuer Ausprägung (Künstler, Händler und Intellektuelle) kam, welche sich um die Probleme der Gemeinde bemühte und entsprechende Roma-Organisationen schuf. Der rumänische Nationalismus in der Zwischenkriegszeit ging im Allgemeinen nicht mit Bekundungen gegen die Roma einher und die &lt;a href="http://books.google.com/books?hl=de&amp;amp;id=47LrQMcLGuoC&amp;amp;dq=rum%C3%A4nisierung&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=uB6H1nibSl&amp;amp;sig=WSuL7WMZU6hNKWXQgvHuzN8pvzM" target="_blank"&gt;Rumänisierungspolitik&lt;/a&gt; der Regierung &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Octavian_Goga" target="_blank"&gt;Goga&lt;/a&gt; aus dem Jahr 1938 sowie die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6nigsdiktatur#K.C3.B6nigsdiktatur_Carol_II._in_Rum.C3.A4nien_-_Zeittafel" target="_blank"&gt;Königsdiktatur&lt;/a&gt; hatten nicht die Roma in ihrem Fokus. Obwohl die Verfassung aus Februar 1938 zwischen "Rumänen dem Blute nach" und "rumänischen Staatsbürgern" zum Nachteil der Letztgenannten unterschied, wurde diese Unterscheidung zwar auf Juden und andere ethnische Gruppen angewendet, jedoch nicht auf Roma.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Dennoch gerieten die Roma in den 30er Jahren ins Fadenkreuz einiger rumänischer Anhänger der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eugenik" target="_blank"&gt;Eugenik&lt;/a&gt;. Beeinflusst von den Gedanken eines &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Ritter" target="_blank"&gt;Robert Ritter&lt;/a&gt;, der die diesbezüglichen theorethischen Grundlagen in Nazi-Deutschland schuf, betrachteten diese rumänischen Rasseforscher die Roma als "Plage". Um ihre Anschauungen zu untermauern, machten sie daraus ein Rassenproblem und behaupteten, dass die Roma, als Almosenempfänger vom Rand der Gesellschaft, mit ihrer hohen Kriminalitätsrate die "Rassenreinheit" der Rumänen gefährden. Sie gingen sogar so weit, die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sterilisationsgesetze" target="_blank"&gt;Zwangssterilisation&lt;/a&gt; der Roma vorzuschlagen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Nachdem die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eiserne_Garde" target="_blank"&gt;Eiserne Garde&lt;/a&gt; an die Macht kam, erwägte sie eine rassistische Politik gegen die Roma, die jedoch nicht umgesetzt wurde, so lange die Legion Regierungsverantwortung trug. Gleichwohl die Roma in den rumänischen Sozialwissenschaften vor dem Zweiten Weltkrieg kein Problem darstellten, fingen während des Krieges einige Forscher an, sich mit einem so genannten "Zigeunerproblem" zu befassen. Eine derartige Studie aus dem Jahr 1944 regte an, die Zigeuner in einem Randgebiet von Rumänien zu konzentrieren, sie nach &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transnistrien_%28Zweiter_Weltkrieg%29" target="_blank"&gt;Transnistrien&lt;/a&gt; zu deportieren oder zu sterilisieren. Der politische Druck und die Zunahme der fremdenfeindlichen und rassistischen Positionen bilden eine Erklärung für das neu erwachsene Interesse an den Roma. Selbst wenn es sich nur um vereinzelte Meinungsäußerungen handelte, spielten die Auffassungen, die in den 30er- und 40er-Jahren in der rumänischen Gesellschaft aufkamen, eine bestimmende Rolle zur Vorbereitung der Politik der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ion_Antonescu" target="_blank"&gt;Antonescu&lt;/a&gt;-Regierung gegenüber den Juden und den Roma.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:verdana;"&gt;Die Deportation der Roma nach Transnistrien - von der Idee bis zu ihrer Durchführung - war vollständig das Werk der Regierung Antonescu. Der Umfang der Deportationen unterlag der persönlichen Entscheidung von Antonescu, wie er selbst, später, während eines Prozesses von 1946, bekannte. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass keiner der Befehle in Bezug auf die Roma die Unterschrift von Antonescu trug oder veröffentlicht wurde, weder in den Amtsblättern noch an anderer Stelle. Alle diese Befehle wurden von Antonescu seinen Ministern mündlich erteilt und von dem Generalinspektorat der Gendarmerie ausgeführt. Die Tatsache, dass Antonescu akribisch die Ausführung seiner Befehle verfolgte, lasst darauf schließen, dass die rumänische Politik gegen die Roma zur Zeit des Zweiten Weltkrieges sein Werk war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die von Gendarmerie und Polizei im ganzen Land am 25. Mai 1942 durchgeführte "Volkszählung" der Roma wurde von Marschall Antonescu angeordnet und hatte den Zweck, diejenigen Personen zu bestimmen, die zu der "Problemkategorie der Roma" gezählt wurden. Es wurden, zusammen mit ihren Familien, folgende Personengruppen erfasst: umherziehende Roma, sesshafte Roma, sofern es sich um verurteilte oder rückfällige Straftäter handelte, weiterhin Roma die keine eigenen Existenzmittel bzw. keine existenzsichernde Beschäftigung hatten. Aus einer Bevölkerungsgruppe von 208.700 Roma wurden 40.909 Menschen in diesen Listen registriert, unterteilt in 9.471 umherziehende und 31.438 sesshafte Roma. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, handelte es sich bei den ca. 25.000 nach Transnistrien "evakuierten" (deportierten) rumänischen Roma um diejenigen Menschen, die in den von Gendarmerie und Polizei Ende Mai 1942 erstellten Listen verzeichnet waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Deportationen begannen am 1. Juni 1942; zunächst wurden die umherziehenden Roma deportiert. Angefangen mit diesem Tag, wurden sie von den Gendarmen in den Kreishauptstädten zusammengetrieben und anschließend nach Transnistrien verbracht. Die umherziehenden Roma mussten sich zu Fuß oder mit ihren Pferdefuhrwerken von Rastplatz zu Rastplatz fortbewegen. Dieser Transport zum Bestimmungsort nahm daher mehrere Wochen in Anspruch. Die Operation wurde offiziell am 15. August 1942 abgeschlossen. Bis zum 2. Oktober 1942 wurden insgesamt 11.441 umherziehende Roma (2.352 Männer, 2.375 Frauen und 6.714 Kinder) nach Transnistrien deportiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die sesshaften Roma anbetrifft, begannen die Behörden zunächst damit, sie in verschiedene Kategorien zu unterteilen. Als erstes wurden die Roma deportiert, die als "gefährlich und unerwünscht" galten; dies waren, zusammen mit ihren Familien, insgesamt 12.497 Personen. Die übrigen 18.941 Roma sollten zu einem späteren Zeitpunkt deportiert werden. Die Deportationen der sesshaften Roma begannen erst im September. Sie erfolgten im Zeitraum 12. bis 20. September 1942, wobei neun Sonderzüge eingesetzt wurden, die von verschiedenen Städten des Landes abgingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Verlauf dieses Monats wurden 13.176 sesshafte Roma nach Transnistrien deportiert. Ein Gerücht wurde in die Reihen der Roma gestreut, wonach man ihnen, einmal in Transnistrien angelangt, Land zuweisen würde. Während der Deportationen kam es zu zahlreichen Ausschreitungen durch die Gendarmen und Polizisten, die die Deportationszüge begleiteten. Diese Deportationen sorgten für Unruhe unter den rumänischen Soldaten, die sich zu diesem Zeitpunkt an der Front befanden und selbst Roma waren. Die Roma wurden mit Gewalt aus ihren Häusern getrieben, ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr Hab und Gut mitzunehmen oder ihr Eigentum zu verkaufen. So gelang es den Chefs der Gendarmerieposten und der örtlichen Polizeidienststellen in vielen Fällen, die Habe und das Vieh der Roma zu Spottpreisen zu erwerben. Die Häuser und das übrige Eigentum der Roma wurden von dem &lt;a href="http://www.shoa.de/content/view/348/230/" target="_blank"&gt;Nationalen Zentrum für Rumänisierung&lt;/a&gt; beschlagnahmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzten Deportationen fanden im Dezember 1943 statt, als in Transnistrien ein Transport mit 57 Roma aus &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pite%C5%9Fti" target="_blank"&gt;Pitești&lt;/a&gt; und dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Arge%C5%9F" target="_blank"&gt;Kreis Argeș&lt;/a&gt; eintraf. Die Gesamtzahl der zwischen Juni 1942 und Dezember 1943 nach Transnistrien deportierten Roma liegt mindestens über 25.000. Anfang Oktober 1942, nach den zwei großen Deportationen, befanden sich in Transnistrien 24.686 Roma, 11.441 umherziehende, 13.176 sesshafte und weitere 69 aus den Strafanstalten. Diese Zahl wuchs später um einige Hundert, als diejenigen "unerwünschten" Roma deportiert wurden, die zunächst inhaftiert waren, weil es ihnen gelungen war, sich den großen Operationen zu entziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Roma wurden am Rande oder innerhalb einiger Dörfer im Osten von Transnistrien entlang des Bug in den Kreisen &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Golta" target="_blank"&gt;Golta&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Otschakiw" target="_blank"&gt;Oceacov&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.nizkor.org/hweb/people/c/carmelly-felicia/transnistria-forgotten-cemetary.html" target="_blank"&gt;Berezovca&lt;/a&gt; angesiedelt; fast alle sesshaften Roma wurden in den Kreis Oceacov deportiert. Bestimmte Zonen dieser Dörfer wurden für sie reserviert, sofern nicht vorher bereits die gesamte Bevölkerung der Dörfer ausgesiedelt worden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Lage der Roma in Transnistrien war von Anfang an sehr schwer. Sie erhielten nur in einem sehr geringen Umfang Arbeitsmöglichkeiten und Existenzmittel. Die Lebensbedingungen in Transnistrien waren sehr hart. Die Roma erhielten nicht genügend Nahrungsmittel und hatten keine Möglichkeit, zu überleben. Die von der Regierung festgelegten Nahrungsmittelrationen wurden nicht eingehalten; manchmal wurden ihnen sogar wochenlang keinerlei Nahrungsmittel zur Verfügung gestellt. Da man ihnen auch kein Brennholz gab, hatten sie keine Möglichkeit, zu kochen oder sich aufzuwärmen. Die Kleidung stellte ein weiteres großes Problem dar, denn den deportierten Roma wurde es verwehrt, Kleidung oder persönliche Gegenstände mitzunehmen. Den Deportierten fehlten die elementaren Güter, wie zum Beispiel Geschirr zur Essenszubereitung. Eine ärztliche Versorgung war so gut wie nicht vorhanden und Medikamente fehlten völlig. Diejenigen, die das Glück hatten, Gold zu besitzen, über rumänisches Geld oder andere Wertgegenstände zu verfügen, gelang es, Nahrung von der lokalen Bevölkerung zu kaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis zum Frühjahr des Jahres 1943 war die Lage der Deportierten in jeder Hinsicht verzweifelt. Es starben Tausende Roma. Eigentlich fanden fast alle Todesfälle, die sich in den Reihen der nach Transnistrien deportierten Roma ereigneten, im Winter 1943/1944 statt. Ein Bericht der Präfektur des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Bezeichnungen_ukrainischer_Orte" target="_blank"&gt;Bezirks Landau&lt;/a&gt; an die Präfektur des Kreises Berezovca über den Ausbruch einer &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fleckfieber" target="_blank"&gt;Fleckentyphusepidemie&lt;/a&gt;, die Mitte Dezember 1942 in den Lagern der Roma wütete, nennt die Zahlen für den Bezirk Landau. Die Zahl der Roma ist demnach von 7.500 auf ca. 1.800 - 2.400 zurückgegangen. Die Situation in Landau stellte zwar eine Ausnahme dar, jedoch wurden damals überall zahlreiche Todesfälle registriert. In einem Bericht der Gendarmerielegion von November 1943 hieß es, dass die in dem Arbeitslager Golta internierten Roma vor dem Hungertod standen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Beschlagnahme der Pferde und Fuhrwerke, die den Roma als "mobile Wohnungen" und Verdienstmöglichkeiten dienten, hat insbesondere die umherziehenden Roma betroffen. Der Gouverneur von Transnistrien, &lt;a href="http://david.juden.at/buchbesprechungen/55-56/Main%20frame_Buch56_Stephani_3.htm" target="_blank"&gt;Gheorghe Alexianu&lt;/a&gt;, erließ einen entsprechenden Befehl am 29. Juli 1942. Unter diesen Bedingungen sind viele nach Transnistrien deportierte Roma an Hunger, Kälte oder Krankheiten gestorben. Es existiert kein Dokument, das beweist, dass die rumänischen Zivil- oder Militärbehörden in Transnistrien Hinrichtungen der Roma veranlasst hätten. Dennoch hat es Fälle von Erschießungen von Roma durch Gendarmen gegeben, wie es in &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/cap7.html" target="_blank"&gt;Trihați&lt;/a&gt; (Kreis Oceacov) geschah, wo, gemäß einem Bericht von Mai 1943, Gendarmen Roma erschossen haben, die aus den Nachbardörfern auf Arbeitssuche dorthin gekommen waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die genaue Zahl der in Transnistrien umgekommenen Roma ist nicht genau bekannt. Am 14. März 1944, als die rumänischen Staatsbürger - ungeachtet ihrer Herkunft - aus Transnistrien evakuiert wurden, berichtete der Stellvertretende Generalinspekteur der Gendarmerie von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Odessa" target="_blank"&gt;Odessa&lt;/a&gt;, dass sich auf seinem Territorium 59.916 Juden und 12.083 Roma aufhielten. Die letztgenannte Zahl steht für die Roma, die die Deportationen überlebt haben. Diese Zahl muss um die Anzahl der Roma erhöht werden, denen die Flucht aus Transnistrien vor dem vorgenannten Datum gelungen ist. Dazu zählen sowohl die Roma, die aus verschiedenen Motiven repatriiert wurden, als auch diejenigen, die Transnistrien illegal verlassen hatten, ohne gefasst und erneut deportiert zu werden. In diese Kategorie fallen ca. 2.000 Roma, was die Zahl der Überlebenden auf ca. 14.000 erhöht. Das bedeutet, dass von den über 25.000 deportierten Roma, etwa 11.000 gestorben sind, während 14.000 überlebt haben. Die Roma, die die Deportationen überlebt haben, kehrten im Frühjahr 1944 ins Land zurück, gleichzeitig mit dem Rückzug der Armee und der rumänischen Besatzungsbehörden vor der sowjetischen Offensive.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammen mit der Entfernung der Regierung Antonescu von der Macht am 23. August 1944 und der Aufhebung der rassistischen Gesetzgebung, hörte auch die romafeindliche Politik des Regimes auf. Am 13. September 1944 erließ der Stellvertretende Staatssekretär der Polizeibehörde den Befehl, alle aus Transnistrien zurückgekehrten Roma "in ihren Beschäftigungen zu belassen und Maßnahmen zu ergreifen, um ihnen verschiedene Arbeitsmöglichkeiten zuzuweisen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da lediglich ein Teil der Roma deportiert worden ist, scheint ihre Lage Ähnlichkeiten zu der Situation der jüdischen Bevölkerung aufzuweisen. Nach Transnistrien wurden die Juden aus &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bessarabien" target="_blank"&gt;Bessarabien&lt;/a&gt;, der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bukowina" target="_blank"&gt;Bukowina&lt;/a&gt; und dem Kreis &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dorohoi" target="_blank"&gt;Dorohoi&lt;/a&gt; deportiert; die übrigen rumänischen Juden wurden - mit einigen Ausnahmen - nicht deportiert. Es bestand jedoch zur Zeit des Zweiten Weltkrieges eine Politik des rumänischen Staates, die alle Juden in ihrem Blickfeld hatte.  Die antisemitische Gesetzgebung, die Rassenverordnungen und der Rumänisierungsprozess haben, in unterschiedlichem Ausmaß, alle Teile der jüdischen Bevölkerung betroffen. In den Jahren 1940 - 1944 wurde die jüdische Bevölkerung in ihrer Gesamtheit einer harten Diskriminierung unterzogen. Anders verhielt es sich in Bezug auf die Roma. In diesen Jahren wurde in Rumänien keine Maßnahme ergriffen, die auf alle Roma im Land abzielte, d. h. auf all diejenigen Personen, die bei den Volkszählungen als Roma galten und von den Behörden oder der örtlichen Bevölkerung dazu gestempelt wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Deportation der Roma fand in der rumänischen Bevölkerung keine Unterstützung und es hagelte Proteste in allen Medien. Eine Reihe von Protesten kam von Seiten der politischen und kulturellen Eliten, einschließlich von &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dinu_Br%C4%83tianu" target="_blank"&gt;C. I. C. Brătianu&lt;/a&gt;, dem Chef der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Partidul_National_Liberal" target="_blank"&gt;Nationalen Liberalen Partei&lt;/a&gt;, sowie einiger Führer der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/PN%C5%A2-CD" target="_blank"&gt;Nationalen Bauernpartei&lt;/a&gt; und dem Komponisten &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/George_Enescu" target="_blank"&gt;George Enescu&lt;/a&gt;. Aus der Befürchtung, dass die Deportationen auch auf andere Roma-Kategorien ausgeweitet werden, intervenierten gleichfalls die Führungen einiger Unternehmen, wie zum Beispiel die Leitung der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/C%C4%83ile_Ferate_Rom%C3%A2ne" target="_blank"&gt;Rumänischen Eisenbahnen&lt;/a&gt;, zu Gunsten der Roma in den Reihen ihrer Belegschaften. Die Mehrzahl der Dokumente deutet auf eine Opposition der Bevölkerung aus allen sozialen Schichten gegenüber den Deportationen der Roma hin, während nur sehr wenige Dokumente diese gutheißen. Die Proteste wurden üblicherweise als Briefe oder Memoranden formuliert, die von Privatpersonen oder Verbänden an öffentliche Würdenträger adressiert waren; dazu zählten das Präsidium des Ministerrates, Ion Antonescu persönlich, die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elena_von_Griechenland" target="_blank"&gt;Königinmutter&lt;/a&gt;, der Minister des Inneren und der Generalstabschef. Diese Bemühungen zielten entweder darauf ab, die Deportationen aus bestimmten Dörfern oder Städten zu stoppen, oder aber, die Rückkehr der Deportierten in ihre Häuser zu ermöglichen. Die Mehrzahl der Proteste wurde im Herbst 1942 geschrieben, nach der Deportation der "gefährlichen" sesshaften Roma. Diese Einwände gegen die Deportationen der Roma, bezogen sich jedoch nie auf die umherziehenden Roma, deren Deportationen scheinbar einer rumänischen Mehrheit gerechtfertigt erschien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mitte 1944 verschwand das "Zigeunerproblem" von der öffentlichen Agenda. In den späteren Kriegsverbrecherprozessen erhielt das Schicksal der Roma eine gewisse öffentliche Aufmerksamkeit, selbst wenn das Thema immer noch ein Randproblem geblieben ist. Bei dem ersten Kriegsverbrecherprozess in 1945 bezog sich nur eine einzige Anklageschrift auf die Deportationen der Roma und selbst dort konzentrierten sich die Anklagepunkte auf die Beschlagnahme der Fuhrwerke und der Pferde. Das gleiche geschah, als Ion Antonescu und seine Hauptmittäter 1946 vor Gericht gestellt wurden. Obwohl eine förmliche Anklage gegen Antonescu wegen der Deportationen der Roma vorgetragen wurde, hielt sich der Ankläger nicht mit den Details auf. Daher wurde während des Antonescu-Prozesses die Lage der Roma nur an vier Stellen erwähnt: in der Anklageschrift, der förmlichen Verlesung der Anklagepunkte und in den Einlassungen von Antonescu und des &lt;a href="http://www.nizkor.org/hweb/people/c/carmelly-felicia/personalities-and-dynamics.html" target="_blank"&gt;Generals Vasiliu&lt;/a&gt;. Die Anklageschrift erwähnt 26.000 deportierte Roma, während von General Vasiliu eine Zahl von nur 24.000 bestätigt wurde.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4674613588760363990-4875522114539697572?l=wiesel-kommission.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/feeds/4875522114539697572/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4674613588760363990&amp;postID=4875522114539697572' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/4875522114539697572'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/4875522114539697572'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/2008/02/die-deportationen-der-roma-und-deren.html' title='Die Deportationen der Roma und deren Behandlung in Transnistrien'/><author><name>Edgar Hauster</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02845427906846633254</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://photos1.blogger.com/blogger/4133/3143/1600/eddy.0.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4674613588760363990.post-3613385672626027663</id><published>2008-03-20T08:00:00.001+01:00</published><updated>2008-05-11T18:51:54.573+02:00</updated><title type='text'>Die Rolle von Ion Antonescu bei der Planung und Durchführung der antisemitischen und romafeindlichen Politik des rumänischen Staates</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center; font-family: verdana;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Die Verantwortung von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ion_Antonescu" target="_blank"&gt;Ion Antonescu&lt;/a&gt; an dem Tod der Juden aus &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bessarabien" target="_blank"&gt;Bessarabien&lt;/a&gt;, der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bukowina" target="_blank"&gt;Bukowina&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transnistrien_%28Zweiter_Weltkrieg%29" target="_blank"&gt;Transnistrien&lt;/a&gt; ist unbestritten. Und dennoch verdanken die Juden aus der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Walachei_%28Rum%C3%A4nien%29" target="_blank"&gt;Walachei&lt;/a&gt;, der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moldau_%28Region%29" target="_blank"&gt;Moldau-Region&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%BCrgen#19._und_20._Jahrhundert" target="_blank"&gt;Südtranssilvanien&lt;/a&gt; ihr Überleben seiner Entscheidung vom Herbst 1942, die Deportationen der rumänischen Juden nach Polen auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Gleichwohl wurde General Ion Antonescu von dem Hass gegen die Juden und das Judentum beherrscht. Für Ion Antonescu war "der Jude" der Volksfeind Nr. 1. Am 6. September 1941 schrieb er in einem Brief an &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mihai_Antonescu" target="_blank"&gt;Mihai Antonescu&lt;/a&gt;: "Alle müssen begreifen, dass es hier nicht um einen Kampf gegen die Slawen, sondern gegen die Juden geht. Es ist ein Kampf auf Leben und Tod. Entweder werden wir siegreich sein und die Menschheit davon säubern, oder sie werden uns besiegen und versklaven. [...] Der Krieg im Allgemeinen und  der Kampf um &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Odessa" target="_blank"&gt;Odessa&lt;/a&gt; im Besonderen haben den Beweis dafür erbracht, dass Satan und 'der Jude' identisch sind."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ion Antonescu war an den wesentlichen Unterdrückungsmaßnahmen seines Regimes gegen die Juden direkt beteiligt. Anders als im Fall von Hitler, liegen bei Antonescu zahlreiche Beweise vor, die seine unmittelbare Beteiligung daran belegen. Beispielsweise veranlassten Oberst &lt;a href="http://www.wiesenthal.com/site/apps/nlnet/content2.aspx?c=bhKRI6PDInE&amp;amp;b=296323&amp;amp;ct=350709" target="_blank"&gt;Gheorghe Petrescu&lt;/a&gt; vom Generalstab und der Gendarmeriegeneral &lt;a href="http://books.google.de/books?id=47LrQMcLGuoC&amp;amp;pg=PA395&amp;amp;lpg=PA395&amp;amp;dq=%22ion+topor&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=uCZF1omiLg&amp;amp;sig=WsAm9BIcgr8bOjBcDsuUzXcfGt0&amp;amp;hl=de" target="_blank"&gt;Ion Topor&lt;/a&gt; die Deportation der Juden aus der Bukowina auf die persönliche Anordnung von Antonescu. Petrescu erklärte dazu in 1945, dass der entsprechende Befehl durch &lt;a href="http://www.wiesenthal.com/site/apps/nlnet/content2.aspx?c=bhKRI6PDInE&amp;amp;b=296323&amp;amp;ct=350709" target="_blank"&gt;Radu Dinulescu&lt;/a&gt;&lt;a href="http://www.state.gov/g/drl/rls/irf/2005/51575.htm" target="_blank"&gt; &lt;/a&gt;von der Abteilung II a des Generalstabes übermittelt wurde; dieser Befehl - Nr. 6651 vom 4. Oktober 1941 - enthielt auch den Entschluss von Marschall Antonescu, alle Juden aus der Bukowina und Transnistrien binnen zehn Tagen zu deportieren. Ion Antonescu erklärte am 6. Oktober 1941 anlässlich einer Ministerratssitzung: "Ich habe Maßnahmen getroffen, sie [die Juden] endgültig und vollständig aus diesen Gebieten zu entfernen. In Bessarabien habe ich noch ungefähr 10.000 Juden, die in einigen Tagen über den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dnister" target="_blank"&gt;Dnister&lt;/a&gt; getrieben werden ..." Am 14. November, in einer weiteren Ministerratssitzung, erklärte Antonescu: "Ich habe genügend Probleme mit diesen Saujuden, die ich über den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdlicher_Bug" target="_blank"&gt;Bug&lt;/a&gt; geführt habe. Nur ich weiß, wie viele davon unterwegs gestorben sind." Antonescu versäumte es nicht, sich von der Strenge der Unterdrückungsmaßnahmen gegen die Juden persönlich zu überzeugen. Während er sich am 13. November 1941 von &lt;a href="http://david.juden.at/buchbesprechungen/55-56/Main%20frame_Buch56_Stephani_3.htm" target="_blank"&gt;Alexianu&lt;/a&gt; über die antijüdischen Aktionen von Odessa berichten ließ, wiederholte Antonescu beispielsweise seine bereits erteilten Befehle: "Ich habe angeordnet, je 200 Juden für jeden getöteten und je 100 Juden für jeden verwundeten Rumänen zu erschießen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Enttäuscht von dem langsamen Tempo, mit dem das "Judenproblem" gelöst wurde und unter dem Eindruck, dass selbst Nazi-Deutschland nur schwerfällig agierte, forderte Antonescu von seinen Untergebenen, die rumänischen Bemühungen zu verstärken: "Werft sie in Katakomben, treibt sie ins Schwarze Meer, wie auch immer, aber entfernt sie aus Odessa. Es ist mir egal. Es können von mir aus Hunderte, Tausende oder auch alle sterben." Infolge dieses Befehls wurden die überlebenden Juden aus Odessa nach &lt;a href="http://www.nizkor.org/hweb/people/c/carmelly-felicia/transnistria-forgotten-cemetary.html" target="_blank"&gt;Berezovca&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Golta" target="_blank"&gt;Golta&lt;/a&gt; deportiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der Sicht von Antonescu war Deutschland von jeher der natürliche Verbündete von Rumänien, während der "Londoner Saujude" und die "Engländer, Amerikaner und Juden, die auch nach dem letzten Krieg den Frieden diktiert haben" die äußeren Feinde Rumäniens waren. Im Inneren waren die "Kommunisten, Saujuden, Ungarn und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%BCrger_Sachsen" target="_blank"&gt;Siebenbürger Sachsen&lt;/a&gt;" die Feinde, die die ersten Anzeichen abwarteten, "um die Anarchie über das Land zu bringen ... und zum letzten entscheidenden Schlag gegen unsere Nation auszuholen." Das Verhalten von Antonescu gegenüber den Juden war abwechselnd mal von gewalttätigem Hass, mal von vermeintlich väterlicher Großzügigkeit gekennzeichnet. Im Herbst 1941 behauptete er beispielsweise gegenüber dem Ministerrat, dass er "darum kämpft, Bessarabien und die Bukowina von Juden und Slawen zu säubern."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ion Antonescu war sich über die von der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzstaffel" target="_blank"&gt;SS&lt;/a&gt; in Transnistrien begangenen Massenmorde bewusst. Mehr noch, er war bis ins letzte Detail für die Verfolgungsmaßnahmen gegen die Juden verantwortlich bzw. maßgeblich daran beteiligt. Der rumänische Diktator wies die &lt;a href="http://www.bnro.ro/def_en.htm" target="_blank"&gt;Rumänische Nationalbank&lt;/a&gt; an, das Geld und die Schmuckgegenstände der zur Deportation bestimmten Juden "einzutauschen", mit anderen Worten, zu konfiszieren. Er war derjenige, der im April 1942 einen Befehl (462/CBBT) unterzeichnete, der die Deportation der letzten 425 noch in Bessarabien verbliebenen Juden nach Transnistrien anordnete. Es war auch seine Entscheidung, eine zweite Deportationswelle der Juden aus der Bukowina zu veranlassen; dies wurde offiziell am 28. Mai 1942 verabschiedet. Die Dokumente aus dem Kriegskabinett von Ion Antonescu beweisen, dass er im Verlauf des Jahres 1943 von seinen hohen Verwaltungsbeamten konsequent über das Schicksal der nach Transnistrien deportierten Juden und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roma_%28Volk%29" target="_blank"&gt;Roma&lt;/a&gt; informiert wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Herbst 1942 fasste Ion Antonescu den entscheidenden Entschluss, die Umsetzung der rumänisch-deutschen Planung, alle Juden aus dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altreich_%28Rum%C3%A4nien%29" target="_blank"&gt;Altreich&lt;/a&gt; und Südtranssilvanien nach &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vernichtungslager_Belzec" target="_blank"&gt;Belzec&lt;/a&gt; zu deportieren, auszusetzen. Diese geplante Deportation wurde dann nie mehr ausgeführt; dadurch haben mindestens 292.000 rumänische Juden den Krieg überlebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Antonescu entschied ebenfalls über Leben oder Tod der rumänischen Juden, die sich im besetzten Europa, unter deutscher Herrschaft, aufhielten. Bereits im November 1941 unterrichtete &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Freiherr_von_Killinger" target="_blank"&gt;von Killinger&lt;/a&gt; das Auswärtige Amt, dass Antonescu der Absicht des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Reich_1933_bis_1945" target="_blank"&gt;Reichs&lt;/a&gt; zugestimmt hatte, die unter deutscher Hoheit stehenden rumänischen Juden zusammen mit den deutschen Juden in die Ghettos im Osten zu deportieren, "denn die rumänische Regierung hat keinerlei Interesse an der Rückholung der rumänischen Juden nach Rumänien." Als unmittelbare Konsequenz dieser Entscheidung sind 1.600 rumänische Juden aus Deutschland und Österreich, 3.000 aus Frankreich und eine unbekannte Zahl aus Polen, Böhmen und Mähren sowie Holland in den deutschen Konzentrationslagern zu Grunde gegangen. Im Frühjahr 1943 hat die rumänische Regierung diese Entscheidung revidiert und ca. 4.000 rumänische Juden, die sich in Frankreich aufhielten, überlebten den Krieg. Ion Antonescu stimmte sogar der Repatriierung einiger dieser Juden zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während seines Prozesses bekannte sich Marschall Antonescu zu seiner Verantwortung für die angeblich fehlerhafte Art und Weise, wie seine Befehle von seinen Untergebenen interpretiert worden seien, jedoch nicht für die eigentlichen Verbrechen und Raubzüge, die manche von ihnen begangen hatten. Ion Antonescu gab zwar zu, dass sich unter rumänischer Hoheit "blutige Unterdrückungsmaßnahmen" während des Krieges ereignet hätten, bestritt aber wider besseren Wissens, dass unter seiner Befehlsgewalt auch Massaker stattgefunden haben: "Wir haben viele repressive Gesetze erlassen, aber keinen einzigen Juden hingerichtet... Unterdrückungsmaßnahmen habe ich angeordnet, Massaker jedoch nicht." Ion Antonescu räumte nach dem Krieg ein, dass es im Jahr 1942 ebenfalls seine ursprüngliche Entscheidung gewesen sei, die Roma zu deportieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Antonescu, ein überzeugter und brutaler Antisemit, glaubte zu Beginn des Krieges, das "jüdische Problem" und die Schwierigkeiten mit den übrigen Minderheiten, insbesondere mit der ukrainischen, ein für alle Mal lösen zu können. Aber ein Vergleich zwischen Antonescu und Hitler, die sich gegenseitig verehrten, setzt Antonescu in ein anderes Licht. Bis September 1941 gewährte Antonescu &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Filderman" target="_blank"&gt;Filderman&lt;/a&gt;, dem Leiter der &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/" target="_blank"&gt;Jüdischen Gemeinde&lt;/a&gt;, Audienzen, etwas was in Deutschland undenkbar gewesen wäre; Hitler hätte nie - direkt oder indirekt - einen Dialog mit dem Leiter der Jüdischen Gemeinde in Deutschland geführt. Ende 1942, in engem Zusammenhang mit den Veränderungen an der Ostfront, tolerierte Antonescu nicht nur, sondern förderte sogar eine Kontaktanbahnung zu den Alliierten. Diese, auf Vermittlung neutraler Staaten - in Lissabon, Stockholm, Ankara und Kairo - geknüpften Kontakte legen den Schluss nahe, dass man zu einer realistischeren Einschätzung der Chancen auf einen Kriegserfolg gelangen wollte. Nach 1942 bildete sich Antonescu - wie viele andere rumänische Politiker - ein, die Juden als Tauschobjekt gegen ein verbessertes Bild Rumäniens in den Vereinigten Staaten und England verwenden zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das bedeutet jedoch nicht, dass die Verschiebung der Entscheidung zur Deportation der Juden aus Südtranssilvanien, der Moldau-Region und der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Walachei" target="_blank"&gt;Großen Walachei&lt;/a&gt; in die Nazilager im besetzten Polen, rein opportunistischer Natur war. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben die verschiedenen Interventionen - darunter diejenigen des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Metropolit" target="_blank"&gt;Metropoliten&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/cap8.html" target="_blank"&gt;Bălan&lt;/a&gt;, der königlichen Familie und des diplomatischen Korps - eine wichtige Rolle bei dieser Entscheidung gespielt. Jedenfalls widmete Antonescu, nach &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Stalingrad" target="_blank"&gt;Stalingrad&lt;/a&gt;, dem Auslandsbild von Rumänien eine verstärkte Aufmerksamkeit. Die Berichte des rumänischen Außenhandelsministeriums, dass die rumänischen Juden im deutschen Herrschaftsbereich mehr noch als die ungarischen Juden zu leiden hatten, erregte bei Antonescu Irritationen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl zwischen den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eiserne_Garde" target="_blank"&gt;Legionären&lt;/a&gt; und Ion Antonescu viele Gemeinsamkeiten bestanden, war er auf wirtschaftlichem Gebiet keineswegs ein Abenteurer. In politischer Hinsicht ordnete er sich selbst zwischen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goga" target="_blank"&gt;Goga&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Corneliu_Zelea_Codreanu" target="_blank"&gt;Codreanu&lt;/a&gt; ein. Er nährte die Zwangsvorstellung von einem minderheitenfreien Rumänien, denn die ethnischen Minderheiten gefährdeten angeblich den rumänischen Staat, und zwar hauptsächlich in den Gebieten, die Rumänien nach dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Weltkrieg" target="_blank"&gt;Ersten Weltkrieg&lt;/a&gt; zugefallen waren. Der Antisemitismus von Antonescu bestand in wirtschaftlicher, politischer, sozialer und gelegentlich religiöser Hinsicht; ihm fehlten jedoch die mystischen Akzente des Antisemitismus der Legionäre. Sein Hass war nicht derjenige eines brutalen Schlägers, sondern der eines Bürokraten, der das "Problem" auf systematische Weise und per Gesetz lösen wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ion Antonescu war nicht nur für die Vernichtung der Juden und Roma verantwortlich, sondern fügte dem rumänischen Volk weitere tragische Verluste während des Zweiten Weltkriegs zu. Zugehörig zu den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Achsenm%C3%A4chte" target="_blank"&gt;Achsenmächten&lt;/a&gt; und treuer Verbündeter an der Seite Nazi-Deutschlands, arbeitete Rumänien mit den Deutschen in militärischer Hinsicht eng zusammen. Im Juni 1941 übertrug Hitler dem Kommandeur der deutschen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_11._Armee" target="_blank"&gt;11. Armee&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Ritter_von_Schobert" target="_blank"&gt;Eugen von Schobert&lt;/a&gt;, die Aufgabe, die Südostflanke der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ostfront_%28Zweiter_Weltkrieg%29" target="_blank"&gt;Ostfront&lt;/a&gt; zu übernehmen. Ungeachtet der Befehlsgewalt von Eugen von Schobert, erkannte Hitler die Rolle von Antonescu an und bevollmächtigte diesen, alle Befehle von Eugen von Schobert gegenzuzeichnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst wenn sein Krieg im Osten oft als Versuch gewertet wurde, Bessarabien und die Nordbukowina zurückzuerobern oder Hitler zu veranlassen, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%BCrgen#19._und_20._Jahrhundert" target="_blank"&gt;Nordtranssilvanien&lt;/a&gt; an Rumänien zurückzugeben, strebte Antonescu nach Höherem. Er fühlte sich in nichts Hitler und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benito_Mussolini" target="_blank"&gt;Mussolini&lt;/a&gt; unterlegen und gab sich Träumen von einem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Daker" target="_blank"&gt;Dakischen&lt;/a&gt; Imperium vom &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Balkangebirge" target="_blank"&gt;Balkan&lt;/a&gt; bis zum &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dnepr" target="_blank"&gt;Dnepr&lt;/a&gt; hin. Mehr noch, seine Teilhabe an der Militärplanung der Achsenmächte beschränkte sich nicht nur auf den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_gegen_die_Sowjetunion_1941%E2%80%931945" target="_blank"&gt;Angriff gegen die Sowjetunion&lt;/a&gt;. Ion Antonescu erklärte den Vereinigten Staaten am 16. Dezember 1941 den Krieg. Rumänien befand sich ebenfalls mit Großbritannien im Kriegszustand. Darüber hinaus gestattete er den deutschen Divisionen Rumänien bei ihrem Vormarsch gegen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Griechenland#Erster_Weltkrieg.2C_Zwischenkriegszeit_und_Zweiter_Weltkrieg" target="_blank"&gt;Griechenland&lt;/a&gt; zu durchqueren und das rumänische Territorium als Ausgangsbasis für den Angriff gegen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Griechenland#Erster_Weltkrieg.2C_Zwischenkriegszeit_und_Zweiter_Weltkrieg" target="_blank"&gt;Jugoslawien&lt;/a&gt; zu nutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie Antonescu selber schriftlich erklärte, befand er sich im Krieg mit den Juden. Durch die systematischen Deportationen der jüdischen Bevölkerung aus Rumänien und der besetzten &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ukraine" target="_blank"&gt;Ukraine&lt;/a&gt;, wurden er und seine Helfer zu den Autoren für ein unermessliches Leid. Sie sind für Hunderttausende unschuldige Opfer und die Ermordung von mindestens einer Viertelmillion Menschen verantwortlich zu machen. So hat er zwischen 1941 und 1944 nicht nur einen Krieg gegen einen angestammten militärischen Feind ausgelöst, sondern auch Zivilisten ins Fadenkreuz genommen, und zwar mit einer Reihe von Verfolgungsmaßnahmen, die innerhalb einer Bandbreite von Raub bis Mord alles enthielten. Ion Antonescu und seine Komplizen sind jedoch nicht allein für diese Tragödie verantwortlich zu machen. Abgesehen von dem Naziregime, hat "ein Teil der schwachen und egoistischen politischen Klasse in Rumänien [ebenfalls] zu seiner Machtergreifung beigetragen", wie ein zeitgenössischer rumänischer Historiker bemerkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nationalistische und extremistische Kreise im heutigen Rumänien versuchen, Antonescu zu rehabilitieren und ihm einen Ehrenplatz als großem Patrioten in der rumänischen Geschichte zuzuweisen. Die Tatsache, dass er sein Land geliebt hat, ist irrelevant. Antonescu war ein Kriegsverbrecher im reinen Wortsinn. Unter seiner Führung war die rumänische Regierung an &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verbrechen_gegen_die_Menschlichkeit" target="_blank"&gt;Verbrechen gegen die Menschlichkeit&lt;/a&gt; beteiligt, völlig unabhängig davon, dass es in der bewegten &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Rum%C3%A4niens" target="_blank"&gt;Geschichte Rumäniens&lt;/a&gt; sowohl glorreiche als auch grausame Phasen gibt. Schlimmer noch, der Krieg dieses "Führers" gegen eine unschuldige und schutzlose Bevölkerung war nur ein Aspekt seiner umfassenden Wahnvorstellung, nämlich das Land aus einem illusionären Gewinnstreben heraus in einen Konflikt zu führen, der letztendlich nur verheerende Konsequenzen nach sich zog.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4674613588760363990-3613385672626027663?l=wiesel-kommission.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/feeds/3613385672626027663/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4674613588760363990&amp;postID=3613385672626027663' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/3613385672626027663'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/3613385672626027663'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/2008/02/die-rolle-von-ion-antonescu-bei-der.html' title='Die Rolle von Ion Antonescu bei der Planung und Durchführung der antisemitischen und romafeindlichen Politik des rumänischen Staates'/><author><name>Edgar Hauster</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02845427906846633254</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://photos1.blogger.com/blogger/4133/3143/1600/eddy.0.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4674613588760363990.post-5304753110126760364</id><published>2008-03-19T07:50:00.004+01:00</published><updated>2008-03-31T12:51:09.061+02:00</updated><title type='text'>Der Holocaust in Nordtranssilvanien</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center; font-family: verdana;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Die Bestimmungen des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Wiener_Schiedsspruch" target="_blank"&gt;Wiener Schiedsspruches&lt;/a&gt; vom 30. August 1940 sahen vor, dass &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%BCrgen" target="_blank"&gt;Transsilvanien&lt;/a&gt;, welches zu diesem Zeitpunkt noch zu &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Frum%C3%A4nien" target="_blank"&gt;Großrumänien&lt;/a&gt; gehörte, geteilt wurde. Der nördliche Teil des Gebietes, der unter dem Namen Nordtranssilvanien bekannt war, wurde &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ungarn" target="_blank"&gt;Ungarn&lt;/a&gt; zugesprochen. Dieser von Ungarn im September 1940 annektierte Teil hatte eine Fläche von 43.591 Quadratkilometern und eine Gesamtbevölkerung von ungefähr 2,5 Millionen Einwohnern. Von den ca. 200.000 Juden in Transsilvanien lebten ungefähr 164.000 in den elf an Ungarn abgetretenen Kreisen. Diese Juden waren in ihrer großen Mehrzahl streng &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orthodoxes_Judentum" target="_blank"&gt;orthodox&lt;/a&gt;, viele davon bekannten sich zum &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chassidismus" target="_blank"&gt;Chassidismus&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der offiziellen Annexion von Nordtranssilvanien, wurden die Juden der in Ungarn bereits bestehenden antijüdischen Gesetzgebung unterworfen. Diese Gesetze berührten nicht nur ihre Existenzgrundlage und trieben die sehr viele von ihnen in die Armut, sondern beraubten sie auch der meisten elementaren Rechte und bürgerlichen Freiheiten. Diese Maßnahmen betrafen insbesondere die jüdischen Männer im wehrfähigen Alter, die zur &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsarbeit_in_der_Zeit_des_Nationalsozialismus" target="_blank"&gt;Zwangsarbeit&lt;/a&gt; rekrutiert wurden. Nachdem Ungarn am 27. Juni 1941 &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_gegen_die_Sowjetunion_1941%E2%80%931945" target="_blank"&gt;der Sowjetunion den Krieg erklärt&lt;/a&gt; hatte, wurden viele dieser Einheiten entlang der Frontlinien zur &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ukraine" target="_blank"&gt;Ukraine&lt;/a&gt; in Stellung gebracht, wo Tausende Zwangsarbeiter massakriert wurden oder an Hunger und Krankheiten verstarben. Ein ähnliches Schicksal traf auch viele andere Einheiten, die Zwangsarbeit in Serbien und anderen Gebieten verrichteten. Eine unbekannte Zahl von Juden, die ihre Staatsbürgerschaft gegenüber den Behörden nicht in befriedigender Weise nachweisen konnten, wurde kolonnenweise in den von Deutschland besetzten Teil der Sowjetunion verbracht. Dort, in der Nähe von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kamjanez-Podilskyj" target="_blank"&gt;Kamenez-Podolsk&lt;/a&gt;, zählten sie zu den - Ende August 1941 - ermordeten 18.000 Juden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Lage der Juden in Nordtranssilvanien, wie auch aller übrigen ungarischen Juden, verschlechterte sich weiter nach der Besetzung Ungarns durch Deutschland am 19. März 1944. Die Besetzung, die hauptsächlich dem Ziel diente, Ungarn an einem Rückzug aus dem Bündnis der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Achsenm%C3%A4chte" target="_blank"&gt;Achsenmächte&lt;/a&gt; zu hindern, bot den Nazis und ihren ungarischen Komplizen die Gelegenheit, die ungarischen Juden der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Endl%C3%B6sung_der_Judenfrage" target="_blank"&gt;Endlösung&lt;/a&gt; zu unterziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verschiedene ideologisch bestimmte strategische und militärische Motive und nicht zuletzt das schnelle Vorrücken der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Armee" target="_blank"&gt;Roten Armee&lt;/a&gt;, veranlassten die Henker zu der blitzartigen Durchführung der Endlösung. Dem von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Eichmann" target="_blank"&gt;Adolf Eichmann&lt;/a&gt; geleiteten Nazi-Kommando standen nicht viele Kräfte zur Verfügung. Dennoch konnte es die verbrecherischen Ziele erreichen, hauptsächlich dank der enthusiastischen Unterstützung von Seiten der neuen ungarischen Regierung. Unter der Staatsführung von &lt;a href="http://www.raoul-wallenberg.de/Wallenberg/Ungarn_/Deutsche_Besetzung/deutsche_besetzung.html#Textmarke2" target="_blank"&gt;Miklós Horthy&lt;/a&gt; stellte die verfassungsmäßig ernannte Regierung &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%B6me_Szt%C3%B3jay" target="_blank"&gt;Döme Sztójay&lt;/a&gt; das Instrumentarium der Staatsgewalt – Gendarmerie, Polizei und öffentliche Verwaltung – in den Dienst der Nazis und ihrer ungarischen Komplizen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Endlösung in Ungarn wurde in zwei verschiedenen Etappen durchgeführt. In der ersten Phase, die von Ende März bis zum 15. Mai andauerte, wurden die Juden isoliert, gekennzeichnet, enteignet und in Ghettos zusammengepfercht. Bei den Zerstörungsmaßnahmen ging man geografisch vor, wobei die bestehenden zehn ungarischen Gendarmeriebezirke berücksichtigt wurden. Das Territorium Nordtranssilvaniens, mit Ausnahme des Kreises &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bezirk_Maramure%C5%9F" target="_blank"&gt;Maramureș&lt;/a&gt;, umfasste die Gendarmeriebezirke IX und X; der Kreis Maramureș gehörte zu dem Gendarmeriebezirk VIII. Die zehn Gendarmeriebezirke waren ihrerseits in sechs antijüdische Operationszonen unterteilt. Der Gendarmeriebezirk VIII mit der höchsten Dichte an jüdischer Bevölkerung, einschließlich &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karpatenukraine" target="_blank"&gt;Karpatoruthenien&lt;/a&gt;, dem Nordosten Ungarns und dem Kreis Maramureș, bildete die Zone I; die zwei Gendarmeriebezirke in Nordtranssilvanien ergaben die Zone II. Da die Zonen I und II im östlichen Teil des Landes lagen, in dem die meisten Juden lebten, beschlossen die Henker, mit der antijüdischen Politik genau dort zu beginnen. Zu diesem Zweck wurden zwei Maßnahmen – &lt;span style="font-style: italic;"&gt;rückwirkend&lt;/span&gt; – beschlossen. Die Gebiete wurden zu militärischen Operationszonen erklärt und es wurde am 16. April 1944 damit begonnen, die Juden der Zone I zu Kolonnen zusammenzufassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Juden, welche in der Zone II, d. h. in Nordtranssilvanien lebten, wurden ab dem 3. Mai ebenfalls zu Kolonnen zusammengefasst. Die zivilen und militärischen Machthaber auf Kreis- und Ortsebene leisteten hierbei aktive Unterstützung. Die Juden aus den Dörfern und kleineren Städten wurden zunächst in die örtlichen Synagogen oder Gemeindehäuser verbracht, anschließend in größere Ghetto-Zentren überführt, die meisten davon in aller Eile in den Kreishauptstädten eingerichtet. Die größten derartigen Zentren befanden sich in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oradea" target="_blank"&gt;Oradea&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Satu_Mare" target="_blank"&gt;Satu Mare&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sighet" target="_blank"&gt;Sighetul Marmației&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cluj-Napoca" target="_blank"&gt;Cluj&lt;/a&gt;. Einige dieser Ghetto-Zentren befanden sich in den jüdischen Vierteln der jeweiligen Städte, andere in Ziegeleien und wieder andere unter freiem Himmel. Während die Juden umgesiedelt und in Kolonnen zusammengetrieben wurden, wurden sie vielfach misshandelt und ihrer Habe beraubt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zweite Phase der Endlösung begann am 15. Mai und endete am 9. Juli 1944 mit der Deportation von nahezu 438.000 Juden nach &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Auschwitz-Birkenau" target="_blank"&gt;Auschwitz&lt;/a&gt;. Danach war ganz Ungarn – bemerkenswerterweise mit Ausnahme von Budapest – "judenrein". Darunter befanden sich ca. 132.000 Juden, welche in 45 Güterzügen aus den Internierungszentren in Nordtranssilvanien deportiert wurden. Es existieren keine Daten über die Anzahl der Überlebenden, die Schätzungen gehen von 9% bis 11% aus. Infolge des Holocausts sind die jüdischen Gemeinden in den Dörfern und Kleinstädten Nordtranssilvaniens völlig ausgelöscht worden. Eine untergeordnete Zahl von Juden setzte ihr Leben in einigen größeren Städten fort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Mehrzahl derjenigen, die an den antijüdischen Operationen beteiligt waren, floh zusammen mit den im Rückzug befindlichen Armeen Deutschlands und Ungarns. Eine beträchtliche Anzahl an örtlichen Zivil- und Militärfunktionären wurde gefasst und 1946 vor einen Volksgerichtshof in Cluj gestellt. Die  Mehrzahl der 185 in diesem Prozess der Kriegsverbrechen bezichtigten Angeklagten wurden in Abwesenheit verurteilt. Dazu zählten hochrangige zivile und militärische Funktionsträger, die an der Endlösung beteiligt waren. Obwohl die Urteile sehr hart waren – viele, vor allem die in Abwesenheit Verurteilten, erhielten die Todesstrafe oder wurden zu lebenslanger Haft verurteilt – wurde keiner von ihnen hingerichtet und kein einziger verbrachte mehr als einige Jahre in Haft. Die Mehrzahl derjenigen, die geflohen sind, haben im Westen Unterschlupf gefunden, wo sie als Helden des antikommunistischen Kampfes verehrt wurden. Die in Rumänien Inhaftierten wurden Anfang der 1950er Jahre amnestiert, da man sie als "umerzogen und völlig rehabilitiert" betrachtete, und sie gleichzeitig ermutigte, sich dem Aufbau des Kommunismus anzuschließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4674613588760363990-5304753110126760364?l=wiesel-kommission.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/feeds/5304753110126760364/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4674613588760363990&amp;postID=5304753110126760364' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/5304753110126760364'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/5304753110126760364'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/2008/03/der-holocaust-in-nordtranssilvanien.html' title='Der Holocaust in Nordtranssilvanien'/><author><name>Edgar Hauster</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02845427906846633254</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://photos1.blogger.com/blogger/4133/3143/1600/eddy.0.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4674613588760363990.post-4413047920008949202</id><published>2008-03-18T07:40:00.001+01:00</published><updated>2008-05-11T18:52:53.514+02:00</updated><title type='text'>Solidarität und Rettung</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center; font-family: verdana;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Trotz der antisemitischen Propaganda während der Kriegszeit, erreichte es das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ion_Antonescu" target="_blank"&gt;Antonescu&lt;/a&gt;-Regime nicht, die rumänische Gesellschaft zu fanatisieren. Dafür aber führte diese Propaganda zu einer bestimmten Neutralisierung in der öffentlichen Wahrnehmung, einer gewissen Gleichgültigkeit der Bevölkerungsmehrheit gegenüber dem Leiden der Juden. Dem Mitgefühl und dem Protest auf der einen Seite, stand die stillschweigende Tolerierung der Massaker und sogar die aktive Beteiligung an der antisemitischen Politik gegenüber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch beweist die Auseinandersetzung mit dem intellektuellen Leben in Rumänien in der Zwischenkriegszeit, dass Rumänien eine wahrhaft demokratische Tradition hatte. Viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, wie zum Beispiel demokratische Intellektuelle, gleichgültig ob linksorientiert oder nicht, Schriftsteller und selbst einige Politiker widersetzten sich dem Antisemitismus der 30er Jahre. Trotz der Kompetenz und des Einflusses dieser Persönlichkeiten in dem intellektuellen Diskurs zu Beginn der 30er Jahre, verloren sie zunehmend an Bedeutung nach den Jahren 1935 und 1937. Die Abschaffung der demokratischen Presse brachte sie wirkungsvoll zum Schweigen. Zu dem Zeitpunkt, als die Juden aus den Berufsverbänden ausgeschlossen wurden und im Dezember 1937 die antisemitische Gesetzgebung der Regierung &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goga" target="_blank"&gt;Goga&lt;/a&gt; verabschiedet und angewendet wurde, waren ihre Stimmen praktisch verstummt. Weiterhin gab es zahlreiche Intellektuelle, die eine antisemitische Attitüde annahmen, weil sie in den einflussreichsten Repräsentanten des rumänischen Nationalismus - der Gegenwart und Vergangenheit - Identifikationsfiguren sahen. Hinzu kam, dass die Ereignisse aus dem Jahr 1940 - der Verlust von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bessarabien" target="_blank"&gt;Bessarabien&lt;/a&gt; und der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bukowina" target="_blank"&gt;Nordbukowina&lt;/a&gt; an die Sowjets und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%BCrgen#19._und_20._Jahrhundert" target="_blank"&gt;Nordtranssilvaniens&lt;/a&gt; an Ungarn - dazu führten, dass die Diskriminierung der Juden zu einem nachgeordneten Problem für die Intellektuellen sowie für die Medien wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die öffentliche Meinung "regte" sich erst dann, als - in Übereinstimmung mit den rumänisch-nazideutschen Vereinbarungen aus dem Sommer 1942 - die Deportationen der Juden aus dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altreich_%28Rum%C3%A4nien%29" target="_blank"&gt;Altreich&lt;/a&gt; spürbar wurden. Intellektuelle aus Bukarest protestierten persönlich gegen die Umsetzung dieses Plans. Beginnend mit dem Herbst des Jahres 1942, stieß die geplante Deportation der Juden aus dem Altreich auf den Widerstand einiger Oppositionspolitiker aus den Reihen der wichtigsten rumänischen Parteien. Vermutlich leistete auch die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rum%C3%A4nisch-Orthodoxe_Kirche" target="_blank"&gt;Rumänisch-Orthodoxe Kirche&lt;/a&gt; Widerstand, - hier ist insbesondere &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/cap8.html" target="_blank"&gt;Nicolae Bălan&lt;/a&gt;, der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Metropolit" target="_blank"&gt;Metropolit&lt;/a&gt; von Transsilvanien zu nennen - obwohl die Leitung der Rumänisch-Orthodoxen Kirche der Jüdischen Gemeinde von jeher feindlich gegenüberstand. Die Vertreter des Rumänischen Königshauses unternahmen ähnliche Bemühungen; die Appelle der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elena_von_Griechenland" target="_blank"&gt;Königinmutter Elena&lt;/a&gt; sind in dieser Hinsicht bemerkenswert. Beispielhaft sei hier die Kritik von &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Barbu_Dimitrie_%C5%9Etirbei" target="_blank"&gt;Prinz Barbu Știrbei&lt;/a&gt; und der ehemaligen Parlamentarier der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/PN%C5%A2-CD" target="_blank"&gt;Nationalen Bauernpartei&lt;/a&gt;, Nicușor Graur und Ioan Hudiță, an der Rassendiskriminierung und den Deportationen erwähnt. Nachdem der Krieg seinen Höhepunkt überschritten hatte, verstärkten sich die Bemühungen bestimmter rumänischer Diplomaten, die in verschiedenen von Deutschen besetzten europäischen Staaten residierten, einige jüdischstämmige rumänische Staatsbürger zu retten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dokumentierte Rettungsaktionen gibt es in Bezug auf die Pogrome von &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Legionnaires%27_Rebellion_and_Bucharest_Pogrom" target="_blank"&gt;Bukarest&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ia%C5%9Fi#Das_Pogrom_von_Ia.C5.9Fi" target="_blank"&gt;Iași&lt;/a&gt;. Von überragender Bedeutung waren die Aktionen des Apothekers D. Berceanu aus Iași und von &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Viorica_Agarici" target="_blank"&gt;Viorica Agarici&lt;/a&gt;, der Präsidentin des &lt;a href="http://www.crucearosie.ro/" target="_blank"&gt;Rumänischen Roten Kreuzes&lt;/a&gt;, welche die erste Hilfe für die Überlebenden aus den grauenhaften &lt;a href="http://wiesel-kommission.blogspot.com/2007/12/der-holocaust-in-rumnien.html" target="_blank"&gt;Todeszügen&lt;/a&gt; eingeleitet und organisiert hatte. Ebenfalls beispielhaft sind die Bemühungen von &lt;a href="http://www.inshr-ew.ro/ro-drepti.htm" target="_blank"&gt;Grigore Profir&lt;/a&gt;, dem Verwalter einer Mühle, der während des Massakers von Iași, ungeachtet der Todesdrohungen der deutschen Soldaten und rumänischen Gendarmen, standhaft blieb und damit Dutzende Juden aus Iași rettete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Unterschied zu den unter der Kontrolle der Nazis befindlichen Gebieten, wo die Massaker systematisch abliefen und die ideologische Vorbereitung der Täter eine konsequente und erbarmungslose Anwendung der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Endl%C3%B6sung_der_Judenfrage" target="_blank"&gt;Endlösung&lt;/a&gt; garantierte, bestand in den rumänisch kontrollierten Gebieten, insbesondere in Bessarabien und der Bukowina, ein Zustand allgemeiner Unordnung. Nicht selten konnten die örtlichen Befehlshaber freihändig zwischen Folterungen und bestialischen Morden oder Mitgefühl und Lebensrettung entscheiden. Widersprüchliche Befehle führten zu einer allgemeinen Konfusion und erhöhten den Ermessensspielraum dieser Befehlshaber, was wiederum zu völlig widersprüchlichen Konsequenzen führte. Die eigenwillige Gemütsverfassung eines sadistischen Offiziers oder seiner Unteroffiziere und Soldaten konnte katastrophale Folgen für Tausende von Juden, die sich in ihrer Gewalt befanden, nach sich ziehen; manchmal jedoch, in seltenen Fällen, konnte das aber auch die Rettung einiger Juden bedeuten, und zwar sogar durch die Lagerkommandanten selbst. Beispielsweise rettete &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/full.php?id=133" target="_blank"&gt;Sabin Motora&lt;/a&gt;, Kommandant des Lagers &lt;a href="http://buecher.hagalil.com/schoah/kornis.htm" target="_blank"&gt;Vapniarka&lt;/a&gt; in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transnistrien_%28Zweiter_Weltkrieg%29" target="_blank"&gt;Transnistrien&lt;/a&gt;, eigenhändig zig Juden und bewies damit großen Mut und Menschlichkeit. Eine weitere Form des Protestes bestand darin, seinen Dienst zu quittieren und sich damit gegen die inhumanen Lebensbedingungen in den Lagern und die Fortsetzung der Greueltaten zu stellen. Der erste Kommandant des Lagers von &lt;a href="http://www.ushmm.org/wlc/media_oi.php?lang=en&amp;amp;ModuleId=10005472&amp;amp;MediaId=2336" target="_blank"&gt;Vertujeni&lt;/a&gt;, Oberst Alexandru Constantinescu, trat mit Hinweis auf die Lage der ihm unterstellten Häftlinge zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter diesen Umständen ist jedoch die Anzahl der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerechter_unter_den_V%C3%B6lkern" target="_blank"&gt;"Gerechten unter den Völkern"&lt;/a&gt; unter den Rumänen relativ gering. Dennoch muss festgehalten werden, dass in Rumänien, wie auch in anderen Ländern, eine weit höhere Personenzahl vorhanden war, die den von &lt;a href="http://www.yadvashem.org/" target="_blank"&gt;Yad Vashem&lt;/a&gt; festgelegten Kriterien entsprach, um als "Gerechter unter den Völkern" zu gelten. Die von Yad Vashem anerkannten Retter kamen aus allen Altersstufen und hatten einen sehr unterschiedlichen soziokulturellen Hintergrund: Bauern, Arbeiter, Apotheker, Rechtsanwälte, Professoren, Armeeoffiziere, Gendarmen und Diplomaten. Kürzlich wurde dieser Titel dem orthodoxen Priester Petre Gheorghe zuerkannt, der deportierten Juden in Transnistrien geholfen hatte. Obwohl Überlebende von den Bemühungen vieler anderer Priester berichteten, wurde über die Vergabe des Titels "Gerechter unter den Völkern" noch nicht abschließend entschieden. Die Königinmutter Elena hat mit ihrer unerschütterlichen moralischen Überzeugung stets die geplante Deportation der Juden verurteilt und daher diesen Titel erhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Mehrzahl der Retter (28) stammten aus Nordtranssilvanien; darunter befanden sich 12 Ungarn. Die Zunahme der Rettungsbemühungen in dieser Region kann mit der Verbesserung der Situation der rumänischen Juden gegen Ende des Krieges erklärt werden, während im Gegenzug die Lage der Juden in Nordtranssilvanien immer verzweifelter wurde. Gleichzeitig mit der Wende der Politik des Antonescu-Regimes gegenüber den Juden, wurde Rumänien zum Rückzugsgebiet für jene Juden aus Nordtranssilvanien und Ungarn, denen es gelang, die Grenze nach Rumänien zu passieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter den rumänischen "Gerechten unter den Völkern" nimmt der Bürgermeister von Czernowitz, &lt;a href="https://claroline.uni-klu.ac.at/eeo/index.php/Popovici,_Traian" target="_blank"&gt;Dr. Traian Popovici&lt;/a&gt; (1892 - 1946) eine einzigartige Stellung ein. Popovici widersetzte sich den Anordnungen von Antonescu und lehnte es standhaft ab, die Juden von Czernowitz ins Ghetto zu verbringen und sie anschließend zu deportieren; damit rettete er Tausende Juden vor Deportation und Tod. Popovici, für den Passivität Mittäterschaft an einem ungeheuerlichen Verbrechen bedeutete, zog es vielmehr vor, aus moralischem Pflichtbewusstsein zu handeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4674613588760363990-4413047920008949202?l=wiesel-kommission.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/feeds/4413047920008949202/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4674613588760363990&amp;postID=4413047920008949202' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/4413047920008949202'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/4413047920008949202'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/2008/03/solidaritt-und-rettung.html' title='Solidarität und Rettung'/><author><name>Edgar Hauster</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02845427906846633254</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://photos1.blogger.com/blogger/4133/3143/1600/eddy.0.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4674613588760363990.post-4402716157759169225</id><published>2008-03-17T07:00:00.001+01:00</published><updated>2008-05-11T18:53:40.176+02:00</updated><title type='text'>Die Kriegsverbrecherprozesse</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: center; font-family: verdana;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Die Prozesse gegen die Verantwortlichen des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ion_Antonescu" target="_blank"&gt;Antonescu&lt;/a&gt;-Regimes fanden im Mai 1946 statt und endeten mit der Hinrichtung von Ion und &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mihai_Antonescu" target="_blank"&gt;Mihai Antonescu&lt;/a&gt;, zusammen mit zwei ihrer engsten Mitarbeiter sowie mit der Verhängung von lebenslangen bzw. langjährigen Haftstrafen. Im Grunde genommen, war das aber schon Anfang und Ende der größeren Prozesse im Nachkriegsrumänien, die ihren Ursprung in dem Moskauer &lt;a href="http://books.google.de/books?id=e7lAHodKzNYC&amp;amp;pg=PA11&amp;amp;lpg=PA11&amp;amp;dq=waffenstillstandsabkommen+vom+12+september+1944&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=gyd9-aAhio&amp;amp;sig=aIfatbcTD4Zm0ft108Qaza7BY5w&amp;amp;hl=de" target="_blank"&gt;Waffenstillstandsabkommen vom 12. September 1944&lt;/a&gt; und den daraus resultierenden Verpflichtungen der rumänischen Regierung hatten. Darin verpflichtete sich Rumänien, die Kriegsverbrecher zu verhaften und sie vor Gericht zu stellen sowie nazistische und faschistische Organisationen aufzulösen und deren Wiedererscheinen zu verhindern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem &lt;a href="http://www.halbjahresschrift.homepage.t-online.de/ion.htm" target="_blank"&gt;Staatsstreich vom August 1944&lt;/a&gt;, mit dem Ion Antonescu von der Macht entfernt wurde, begab sich das rumänische politische System auf seinen Weg zur "Demokratie", der - wie sich dann schon bald herausstellte - nur einen Riesenschritt in Richtung des Sowjetsystems und der Machtübernahme durch ein kommunistisches Regime bedeutete. Die erste klare Definition der Kriegsverbrechen erfolgte am 20. Januar 1945. Als Kriegsverbrecher galten demnach diejenigen, die Kriegsgefangene im Widerspruch zu dem internationalen Recht behandelt hatten, Grausamkeiten und Hinrichtungen im Kriegsgebiet befohlen oder durchgeführt hatten, die Errichtung von Ghettos oder Zwangsarbeits- und Konzentrationslagern befohlen oder veranlasst hatten, Deportationen aus rassistischen oder politischen Motiven organisiert hatten und/oder kollektive oder einzelne Unterdrückungs- bzw. Zwangsarbeitsmaßnahmen gegen Personen durchgeführt hatten, mit dem Ziel, diese zu vernichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichzeitig mit der Regierungsübernahme durch &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Petru_Groza" target="_blank"&gt;Groza&lt;/a&gt; im März 1945, als Ergebnis der Machtübernahme durch die Kommunisten, nahmen die staatlichen Maßnahmen in Rumänien zu, und damit auch der Rhythmus der Aburteilung der verschiedenen Kriegsverbrecherkategorien. Im Fokus dieser Prozesse standen diejenigen, die für Verbrechen in den von Rumänien besetzten sowjetischen Gebieten verantwortlich zeichneten, was daraus hervorgeht, dass hinter zahlreichen Gerichtsverfahren in einem gewissen Umfang sowjetische Berater standen. Die Verarbeitung der jüdischen Aspekte kann als Abfallprodukt dieser Verfahren gewertet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Mai 1946, zu Beginn des Prozesses gegen Antonescu, gab es in Rumänien noch eine demokratische und freie, wenn auch von den Kommunisten stark angegriffene Presse, die jedoch kein besonderes Interesse an den gegen die Juden verübten Verbrechen zeigte. Die Kommunisten und die linke Propaganda konzentrierten ihre Angriffe auf das faschistische Regime, nicht etwa für die Aktionen gegen die Juden, sondern weil die Kollaborateure mit den Faschisten ab 1946 als Gegner der "Demokratisierung" in Rumänien galten. Somit waren im Vorwege der Prozesse die politischen und tagesaktuellen Überlegungen häufig wichtiger als die Aburteilung von Tätern, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hatten. Mehr noch, das Bedürfnis des neuen Regimes, einen Teil der - weniger notorischen - Faschisten zu verwenden, wie auch in Ungarn geschehen, erlaubte es den neuen Machthabern, ihre Aufmerksamkeit nur den Spitzen des ehemaligen Regimes zuzuwenden und dadurch einige Verbrecher reinzuwaschen. Obwohl die Beweise - wenn auch zum Teil unvollständig - vorlagen, wie zum Beispiel das Schwarzbuch von Carp, ergoss sich der Hass des gesamten Justizapparates auf die Führer des ehemaligen Regimes,  wobei die praktische Umsetzung seiner barbarischen antijüdischen Politik weitgehend außer Acht gelassen wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Prozesse gegen vier Gruppen von Angeklagten fanden zwischen dem 14. Mai und dem 14. Juli 1945 statt und schlossen auch diejenigen ein, die die Lager im Gebiet zwischen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dnister" target="_blank"&gt;Dnister&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdlicher_Bug" target="_blank"&gt;Bug&lt;/a&gt; leiteten. Es wurden zahlreiche Beweise hinsichtlich der Greueltaten in den Lagern, dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ia%C5%9Fi#Das_Pogrom_von_Ia.C5.9Fi" target="_blank"&gt;Pogrom von Iași&lt;/a&gt; im Juni 1941 und den Massakern von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Odessa" target="_blank"&gt;Odessa&lt;/a&gt; im Oktober 1941 vorgelegt. Die dem Gericht vorgelegten Dokumente, aber auch deren Auswahl durch Zensur und Presse, führte dazu, dass das daraus resultierende Gesamtbild offensichtlich nicht umfassend war, denn die Tragödie der Juden erhielt nicht den Stellenwert, der ihr zugestanden hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zusammensetzung des "Volksgerichtshofes" wurde kritisiert und deutete im Vorwege kaum auf ein korrektes Verfahren hin. Die sechs "Volksrichter" hatten in der Tat keinen juristischen Background; dies hätte aber nicht automatisch dazu führen müssen, dass wichtige Fragen, wie die Tragödie der Juden, im Verlauf des Prozesses ausgeblendet wurden. Es war vielmehr das Selbstverständnis dieses Gerichtshofes, der der Anklage den Anschein der Bedeutungslosigkeit gab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der große Prozess gegen die Gruppe um Antonescu im Mai 1946 war der 16. Prozess dieser Art. Die vorangegangenen Prozesse, die ab 1945 stattfanden, verliefen in einem Zeitraum, der von einem zunehmenden Machtkampf gekennzeichnet war, hatten aber noch nicht den für Mai 1946 charakteristischen emotionalen Höhepunkt erreicht. Es ist naheliegend, dass das "gesamte Ausmaß des Schreckens ... während des Prozesses nicht vollständig bekannt war", was nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass sich dieser Horror erst unmittelbar vorher abgespielt hatte. Selbst wenn der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust" target="_blank"&gt;Holocaust&lt;/a&gt; kein besonderes Diskussionsthema war, muss dennoch festgehalten werden, dass die rumänische Spielart der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Endl%C3%B6sung_der_Judenfrage" target="_blank"&gt;Endlösung&lt;/a&gt; lediglich bruchstückhaft und nicht etwa als umfassender Prozess ans Tageslicht kam. Deshalb bot der Antonescu-Prozess, der ursprünglich als "Höhepunkt aller Kriegsverbrecherprozesse" in Rumänien angelegt war, letztendlich doch kein allumfassendes Bild; er diente vielmehr dazu, die Schuld einzig und allein dem Regime zuzuweisen, eine Zielstellung, die dann auch tatsächlich erreicht wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Verlauf des Antonescu-Prozesses wurden die Einzelheiten der jüdischen Tragödie nur sehr allgemein behandelt. Gleichzeitig mit der Verantwortungsübernahme durch Antonescu für die unter seinem Regime verübten Verbrechen, wurde all denjenigen, die zuvor - freiwillig - zu den Henkern  seines Regimes zählten, ermöglicht, problemlos durch die Türen der neu konstituierten Gesellschaft zu schlüpfen. Danach wurde nur noch eine kleine Zahl von Schuldigen verfolgt und vor Gericht gestellt. Ab 1947 diente der Antonescu-Prozess lediglich als Vorwand für Verhaftungen und politische Prozesse, wie beispielsweise in den Fällen von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Iuliu_Maniu" target="_blank"&gt;Maniu&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dinu_Br%C4%83tianu" target="_blank"&gt;Brătianu&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ion_Mihalache" target="_blank"&gt;Mihalache&lt;/a&gt; und anderen. Diese Prozesse hatten mit dem Schicksal der Juden nichts zu tun, sondern folgten politischen Zwängen. Während der politische Druck in den großen Kriegsverbrecherprozessen klar zum Vorschein kam, erbrachten die Prozesse einiger ehemaliger Faschisten (Journalisten, Intellektuelle, Gendarmerieangehörige) viele Beweise für die Fremdenfeindlichkeit, den Rassismus und Antisemitismus des Antonescu-Regimes und für das Verhalten zahlreicher Militärs und Gendarmen. In diesen Prozessen war es nicht mehr erforderlich, die Spitzen des Antonescu-Regimes auszuschalten, das war bereits vorher geschehen. Die Beweise für das Verhalten von Militär und Gendarmerie warf ein Licht auf das Ausmaß der barbarischen Verbrechen gegen die Juden sowie auf die Kaltblütigkeit der Täter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die rumänischen Kriegsverbrecherprozesse geben das wahre Ausmaß des Holocaust in Rumänien nur unvollständig wieder. Verglichen mit anderen Kriegsverbrecherprozessen der Nachkriegszeit, waren die Prozesse in Rumänien kurz und hart, versagten jedoch weitgehend, was die Darstellung der jüdischen Tragödie anbetrifft. Die erste Prozesswelle, welche dem Führungskader während der Kriegszeit galt, verriet eher den politischen Druck, der von den Kommunisten mit Unterstützung der Sowjetunion ausgeübt wurde. Beispielsweise wurde das Schicksal der Juden während des Krieges lediglich in der Anklageschrift gegen Antonescu erwähnt (auf ca. 12 von insgesamt 123 Seiten), was bezeichnend für den Stellenwert des Holocaust während der Prozesse war. Ungeachtet dieser Vorbehalte, müssen dennoch alle Versuche zurückgewiesen werden, die Berechtigung des Prozesses anzuzweifeln, denn hierbei geht es nur um den Versuch, Antonescu und sein Regime zu rehabilitieren und anhand des Materials Verfahrensfehler nachzuweisen und den gesamten Prozess als illegal hinzustellen. Die Nachkriegsprozesse müssen vielmehr als bedeutende Grundlage für die zukünftige Erforschung des Holocaust in Rumänien angesehen werden. Die Mehrzahl der Dokumente, die den Forschern in den vergangenen Jahren zugänglich wurden, geben in erschütternder Weise Auskunft über das Schicksal der rumänischen Juden und derjenigen, die sich unter rumänischer Hoheit befanden. Die seinerzeit den Gerichtshöfen präsentierten Beweise wurden nicht etwa in dem Bestreben vorgelegt, das Ausmaß der Tragödie zu minimalisieren oder das Geschichtsbild zu verfälschen; dennoch lenkten die Prozesse die Aufmerksamkeit von den Methoden, die das Antonescu-Regime zur Lösung der "Judenfrage" anwandte, auf die Kollektivschuld des Regimes, bei der die jüdische Tragödie keine wesentliche Rolle spielte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4674613588760363990-4402716157759169225?l=wiesel-kommission.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/feeds/4402716157759169225/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4674613588760363990&amp;postID=4402716157759169225' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/4402716157759169225'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/4402716157759169225'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/2008/03/die-kriegsverbrecherprozesse.html' title='Die Kriegsverbrecherprozesse'/><author><name>Edgar Hauster</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02845427906846633254</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://photos1.blogger.com/blogger/4133/3143/1600/eddy.0.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4674613588760363990.post-2367946737600252225</id><published>2008-03-16T09:55:00.002+01:00</published><updated>2008-05-11T18:55:16.478+02:00</updated><title type='text'>Verfälschung, Verleugnung und Minimalisierung des Holocaust im Rumänien der Nachkriegszeit</title><content type='html'>&lt;div face="verdana" style="text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Ausgehend von der anerkannten Definition des &lt;a href="http://www.ushmm.org/" target="_blank"&gt;United States Holocaust Memorial Museum&lt;/a&gt;, gehört &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rum%C3%A4nien" target="_blank"&gt;Rumänien&lt;/a&gt; zu den Staaten, die während des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg" target="_blank"&gt;Zweiten Weltkrieges&lt;/a&gt; &lt;span style="font-style: italic;"&gt;staatlich organisiert&lt;/span&gt; am Völkermord an den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Juden" target="_blank"&gt;Juden&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roma_%28Volk%29" target="_blank"&gt;Roma&lt;/a&gt; teilgenommen haben. Rumänien zählte zu den &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Verbündeten und Kollaborateuren &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Reich_1933_bis_1945" target="_blank"&gt;Nazideutschlands&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;, die einen systematischen Plan zur Verfolgung und Vernichtung der Juden und Roma in den von ihnen direkt kontrollierten Gebieten hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Verfälschung&lt;/span&gt;" des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust" target="_blank"&gt;Holocaust&lt;/a&gt;, ist der Versuch gemeint, die historische Wahrheit aus politischen und propagandistischen Gründen zu modifizieren. Obwohl dieser Begriff nicht nur auf die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunismus" target="_blank"&gt;kommunistische&lt;/a&gt; Ära beschränkt ist, wird er allgemein für jenen Zeitraum verwendet, in dem sich die Geschichtsschreibung unter politischer Zensur befand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von "&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Verleugnung&lt;/span&gt;" sprechen wir, wenn abgestritten wird, daß der Holocaust überhaupt stattgefunden hat und/oder wenn bestritten wird, dass eine erhebliche Anzahl von Angehörigen der eigenen Nation daran aktiv teilgenommen hat. Der Ausdruck "Verleugnung" oder "Leugnung des Holocaust" wird anstelle des häufigeren Begriffs "&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Revisionismus" target="_blank"&gt;Revisionismus&lt;/a&gt;" verwendet. Dies geschieht hauptsächlich deshalb, weil viele derjenigen, welche die Realität des Holocaust verfälschen, verdrehen und relativieren sich selbst als "Revisionisten" bezeichnen, um damit Seriosität vorzugaukeln. Man unterscheidet dabei zwischen drei Spielarten von Verleugnung: vollständige, ablenkende und selektive.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;vollständige&lt;/span&gt; Verleugnung besteht darin, zu bestreiten, dass der Holocaust überhaupt stattgefunden hat. In Rumänien ist die vollständige Leugnung, wie auch in anderen ehemaligen kommunistischen Staaten, ein "Importartikel" aus dem Westen, der keinerlei lokalen Ursprung aufweist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;ablenkende&lt;/span&gt; Verleugnung leitet die Verantwortung für den Holocaust in andere Richtungen; für die Verübung der Verbrechen werden die Deutschen, Randelemente der Gesellschaft oder sogar die Juden selbst beschuldigt. Sofern die Juden selbst das Ablenkungsziel darstellen, sind auch weitere Unterscheidungen - in Abhängigkeit von dem herangezogenen Hauptargument - möglich: (1) das Gottesmörder-Argument, demzufolge die Juden mit dem Holocaust nur den Preis dafür bezahlen, dass sie Jesus Christus töteten, (2) das Verschwörungsargument, wonach selbst Hitler durch die Juden an die Macht kam, (3) das Verteidigungsargument, wonach die Juden Hitler nötigten, legitime Maßnahmen zur Selbstverteidigung zu ergreifen, (4) das Reaktionsargument, wonach die mangelnde Loyalität gegenüber ihrem Gastland eine derartige Reaktion gegen sie auslöste, und schließlich (5) das Anklageargument, welches besagt, daß die Juden selbst den Holocaust geplant und ausgeführt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Befürworter der selektiven Verleugnung des Holocaust bestreiten seine Existenz im eigenen Land. Mit anderen Worten, sie geben die Existenz des Holocaust an sich zwar zu, bestreiten aber jede Teilnahme der eigenen Landsleute daran. Sofern man eine spezifisch rumänische Variante der Verleugnung des Holocaust sucht, dann hat man beste Aussichten, sie gerade in dieser letztgenannten Form der Verleugnung zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Verharmlosung durch Vergleiche&lt;/span&gt;" bildet eine wesensverwandte und dennoch eigenständige Kategorie. Diese Kategorie ist komplex und verweist auf missbräuchliche Vergleiche mit dem Ziel, den Holocaust zu minimalisieren, seine Grausamkeiten zu bagatellisieren oder die Erinnerung an diese Tragödie zu relativieren. Man kann zwischen mehreren Kategorien der Verharmlosung durch Vergleich unterscheiden: (1) Bei dem &lt;span style="font-style: italic;"&gt;konkurrierenden Vergleich&lt;/span&gt; wird behauptet, dass es auch andere Gewalttaten gibt, die  schlimmer oder zumindest gleichwertig mit denen des Holocaust sind und diesem daher kein besonderer Stellenwert zukommt. Im Zusammenhang mit Rumänien wird beispielsweise auf Grausamkeiten verwiesen, die von Nazis, Ungarn oder Juden gegen Rumänen verübt wurden, oder sogar auf Greueltaten, die während des Zweiten Weltkrieges von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ion_Antonescu" target="_blank"&gt;Antonescu&lt;/a&gt; und/oder anderen gegen Kommunisten begangen wurden. (2) Bei dem &lt;span style="font-style: italic;"&gt;bagatellisierenden Vergleich&lt;/span&gt; wird der Holocaust als "normales" Ereignis in der Geschichte präsentiert, das - bei aller Gewalttätigkeit -  lediglich eine bedauerliche Kriegsfolge einer wiederkehrenden Erscheinung darstellt. (3) Bei dem &lt;span style="font-style: italic;"&gt;provinziellen Vergleich &lt;/span&gt;soll der Eindruck vermittelt werden, dass es Juden in Rumänien besser ging als in Nazideutschland oder anderen Staaten in vergleichbarem geschichtlichen Kontext. (4) Bei dem &lt;span style="font-style: italic;"&gt;ablenkenden Vergleich&lt;/span&gt; werden &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Faschismus" target="_blank"&gt;Faschismus&lt;/a&gt; und Holocaust als übereifrige Reaktionen auf den Kommunismus dargestellt. Gemäß dieser nationalistischen Logik, werden &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Bolschewismus" target="_blank"&gt;Kommunismus und die Juden&lt;/a&gt; in einem Atemzug genannt und damit den Juden unterstellt, dass sie den Holocaust provoziert hätten. (5) Bei dem &lt;span style="font-style: italic;"&gt;aufrechnenden Vergleich&lt;/span&gt; werden die faschistischen Verbrechen nur unter der Bedingung anerkannt, dass andere Greueltaten in der Geschichte ebenfalls zur Sprache kommen. Oft wird der Holocaust mit dem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gulag" target="_blank"&gt;Gulag&lt;/a&gt; verglichen und damit verharmlost. Eine häufig wiederkehrende Form dieser Verharmlosung wird von &lt;a href="http://books.google.de/books?as_auth=Alan+S+Rosenbaum&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=print&amp;amp;ct=title&amp;amp;cad=author-navigational&amp;amp;hl=de" target="_blank"&gt;Alan S. Rosenbaum&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Vladimir_Tism%C4%83neanu" target="_blank"&gt;Vladimir Tismăneanu&lt;/a&gt; als "Wettbewerb des Märtyrertums" beschrieben. Mit Hinweis auf die Opferzahlen, wird der Akzent auf den kommunistischen Völkermord gesetzt, während die Einzigartigkeit des Holocaust und die Erfordernis, ihm eine besondere Aufmerksamkeit zu widmen, bestritten werden. Eine weitere Variante vergleichender Verharmlosung verweist auf das "Monopol des Leidens", welches die Juden vermeintlich besitzen und mündet in der Behauptung, dass dieses "Monopol" dazu führt, dass des Kommunismus nicht angemessen gedacht wird. Schließlich werden Juden häufig angeklagt, das Aufkommen des Kommunismus gefördert zu haben, was dazu dienen soll, den Holocaust rückwirkend zu rechtfertigen oder zu "erklären".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Zeit der kommunistischen Herrschaft in Rumänien wurde der Holocaust, ähnlich wie in anderen Staaten in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitteleuropa" target="_blank"&gt;Mittel-&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Osteuropa" target="_blank"&gt;Osteuropa&lt;/a&gt;, verfälscht oder einfach ignoriert, ungeachtet der antifaschistischen Rhetorik der offiziellen Propaganda. Am Ende des Krieges und unmittelbar danach war die Kommunistische Partei Rumäniens (PCR) in der Frage gespalten, wie sie mit der jüngsten rumänischen Geschichte umgehen soll. Es können zwei gegensetzliche Richtungen ausgemacht werden. Für die erste Richtung steht &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lucre%C5%A3iu_P%C4%83tr%C4%83%C5%9Fcanu" target="_blank"&gt;Lucrețiu Pătrășcanu&lt;/a&gt;, der von "staatlich verordnetem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antisemitismus" target="_blank"&gt;Antisemitismus&lt;/a&gt;" und über eine "massive, systematische und methodische Ausrottung der jüdischen Bevölkerung" während des rumänischen Antonescu-Regimes sprach. Damit räumt Pătrășcanu die Verantwortung Rumäniens für den Holocaust ein. Seine Herangehensweise wurde jedoch nie ernst genommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heiliggesprochen wurde dagegen die zweite Herangehensweise zur Vergangenheitsbewältigung der jüngsten Geschichte. Ihr normatives Leitbild lieferte das berühmte Standardwerk &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Geschichte der Volksrepublik Rumänien&lt;/span&gt;, herausgegeben von Mihail Roller. Rollers Buch stellt den rumänischen Faschismus als Verkörperung des "Monopolkapitals" dar, der - ohne Unterstützung im Volk - strikt von Nazideutschland gelenkt wurde. Im Gegensatz zu Pătrășcanu wurden in der "Geschichte" von Roller die Juden und Roma durch Kommunisten und Rumänen als Hauptopfer des Faschismus ersetzt. Er ignorierte den Antisemitismus als ein bestimmendes Kennzeichen der Antonescu-Diktatur. Diese Vorgehensweise beherrschte sowohl alle nachfolgenden Geschichtsbücher, als auch die offizielle kommunistische Geschichtsschreibung, wenn es um die rumänische Geschichte in der Zwischenkriegszeit und während des Zweiten Weltkriegs ging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den 60er-Jahren signalisierten der offizielle Kurs und die Geschichtsauffassung eine Rückkehr zu nationalen Themen, als Ergebnis der Bemühungen der PCR-Führung, von der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetunion" target="_blank"&gt;UdSSR&lt;/a&gt; abzurücken; für diese Politik sollte die Unterstützung im Volk und bei den Eliten mobilisiert werden. Ungeachtet dessen, dass die Doktrin von Roller zum Ende der 50-er Jahre verworfen wurde und der historische Diskurs in den 60er-Jahren eine Wende zum &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalismus" target="_blank"&gt;Nationalismus&lt;/a&gt; nahm, blieb der Umgang mit dem Holocaust unverändert, selbst wenn der Faschismus eine Neuinterpretation erfuhr. Das Werk von Roller wurde kritisiert, weil darin ein zu radikaler Bruch mit der vorkommunistischen Geschichtsschreibung proklamiert wurde. Diese Wandlungen werden besonders während der Regierungszeit von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nicolae_Ceau%C5%9Fescu" target="_blank"&gt;Nicolae Ceaușescu&lt;/a&gt; (1965 - 1989) sichtbar, als das kommunistische Regime eine lokale Abart des &lt;a href="http://lexikon.meyers.de/meyers/Nationalkommunismus" target="_blank"&gt;Nationalkommunismus&lt;/a&gt; annahm, welcher aus einer Verbindung aus Ultranationalismus und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stalinismus" target="_blank"&gt;Neostalinismus&lt;/a&gt; resultierte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rumänische Historiker der 70er- und insbesondere der frühen 80er-Jahre führten eine qualitative Unterscheidung in den zwei Phasen der faschistischen Diktatur ein. Die erste, durch die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eiserne_Garde" target="_blank"&gt;Legionärsbewegung&lt;/a&gt; beherrschte Phase (1940 - 1941), wurde von diesen Historikern sehr tendenziös dargestellt. Für die Legionäre fand man Bezeichnungen, wie "Hooligans", "Terroristen" und "Verräter", Begriffe, die sie als nicht repräsentative Randgruppe erscheinen ließen. Anders gingen die  selben Historiker mit der zweiten - diesmal von Ion Antonescu beherrschten - Phase (1941 - 1944) um. Dadurch wirkt Antonescu als weniger blutrünstig und verantwortungslos. Während die Untaten der Legionäre als willkürliche Tötungsakte dargestellt werden, werden die Verbrechen der Antonescu-Diktatur in den Kontext einer Notstandslage eingeordnet und damit der Eindruck erweckt, dass der rumänische Diktator einen sehr begrenzten Handlungsspielraum hatte. Seine Entscheidungen sollen durch den Krieg sowie nationale und internationale Umstände bestimmt worden sein, Umstände, die ihn eher als Objekt denn als Subjekt handeln ließen. Der Antisemitismus wird kaum als Bestandteil des Faschismus dargestellt und die wahren Ausmaße der jüdischen Tragödie werden minimalisiert. Als Hauptopfer der Nazipolitik gelten die - ethnischen - Rumänen und Kommunisten und die Autoren werden nicht müde, den "radikalen" qualitativen Unterschied zwischen Nazideutschland und dem Antonescu-Rumänien zu betonen, ein Rumänien, das in diesem Vergleich bedeutend gemäßigter als Hitler-Deutschland wirkt.&lt;br /&gt;&lt;concept&gt;&lt;negationism&gt;&lt;integral,&gt;&lt;tatsächliche&gt;&lt;deflective&gt;&lt;own&gt;&lt;comparative&gt;&lt;immer&gt;&lt;deflective&gt;&lt;transactionale?&gt;&lt;competitive&gt;&lt;specificity&gt;&lt;in&gt;&lt;ventures&gt;&lt;haupt&gt;&lt;canonized&gt;&lt;für&gt;&lt;transformations&gt;&lt;adjectives&gt;&lt;begangenen&gt;&lt;incomparably&gt;&lt;!----&gt;    &lt;!----&gt;&lt;br /&gt;Dies erklärt die bezeichnende Veränderung der Terminologie, welche in den 70er-Jahren die "faschistische Diktatur" unter Antonescu in eine "militärfaschistische Diktatur" verwandelte. Gegen Ende der 80er-Jahre wurde die Sprachschöpfung "militärfaschistische Diktatur" ihrerseits abgedrängt, denn sie legte eine Beteiligung der Armee an der Politik nahe. Danach wurde das Antonescu-Regime entweder als "&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Totalitarismus" target="_blank"&gt;totalitäres&lt;/a&gt; Regime", oder als "Ein-Personen-Diktatur" betitelt. Begriffe, wie "Holocaust", "&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Endl%C3%B6sung_der_Judenfrage" target="_blank"&gt;Endlösung&lt;/a&gt;" oder "&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord" target="_blank"&gt;Genozid&lt;/a&gt;" wurden peinlichst in der Geschichtsschreibung dieser Zeit vermieden. Folgerichtig setzten gegen Ende der 70er-Jahre und insbesondere in den 80er-Jahren die Bemühungen ein, Marschall Antonescu als Patrioten zu rehabilitieren. Diese Bemühungen wurden teilweise von Vertretern aus dem Ausland unternommen; hierbei spielte der Magnat &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Iosif_Constantin_Dr%C4%83gan" target="_blank"&gt;Iosif Constantin Drăgan&lt;/a&gt; eine besondere Rolle. Die kommunistische rumänische Geschichtsschreibung bemühte sich - aus verschiedenen Gründen und in unterschiedlichen Zeiträumen - stets, das Ausmaß der Greueltaten zu minimalisieren, die gegen die Juden verübt worden sind, und zwar unabhängig davon, ob dies auf rumänischem Territorium oder in den von der rumänischen Regierung verwalteten Gebieten geschehen ist. Weiterhin wurde die rumänische Beteiligung an dem Holocaust bestritten. Im postkommunistischen Rumänien finden sich die Verleugnungsmuster in veränderter Form wieder. Die Rumänen wurden erneut als Opfer des Nazismus dargestellt, von deren Verantwortung wurde abgelenkt, das Ausmaß der Greueltaten wurde minimalisiert, Rumänien stellte sich in fabelhafter Selbsttäuschung als Zufluchtsort für Juden dar, Antonescu wurde rehabilitiert und viele andere gleichartige Meinungsäußerungen verschafften sich Gehör.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im postkommunistischen Rumänien war die Verleugnung des Holocaust ein diffuses Phänomen, das in der Politik, den wissenschaftlichen Publikationen und den Massenmedien sichtbar wurde. Die &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Greater_Romania_Party" target="_blank"&gt;Partei Großrumänien (PRM)&lt;/a&gt; und die ihr angeschlossenen Medien verfügen über die umfassendste "Datenbank", wenn es um nationalistische Äußerungen und Aktionen in den vergangenen 15 Wendejahren geht. Aber auch nationalistische Aktivisten und Historiker, die unter dem kommunistischen Regime groß geworden sind, übten Solidarität und verfolgten bzw. erweiterten die Verleugnungstaktiken und nährten damit die &lt;a href="http://www.halbjahresschrift.homepage.t-online.de/ion.htm" target="_blank"&gt;Pro-Antonescu-Stimmung&lt;/a&gt;. Mehr noch, zahlreiche Einzelpersonen, Gruppen und Veröffentlichungen greifen aus verschiedenen Gründen auf nationalistische Themen zurück. In Abhängigkeit von den verwendeten Argumenten und unter Berücksichtigung der vorgenannten konzeptionellen Struktur, wurde folgende &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Taxonomie" target="_blank"&gt;Taxonomie&lt;/a&gt; erarbeitet:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Vollständige Verleugnung.&lt;/span&gt; Zehn Jahre vor seiner "Konversion zum &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philosemitismus" target="_blank"&gt;Philosemitismus&lt;/a&gt;" in 2004, schrieb &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Corneliu_Vadim_Tudor" target="_blank"&gt;Corneliu Vadim Tudor&lt;/a&gt;, der Führer der PRM, dass er erfahren habe, "dass englische und amerikanische Wissenschaftler die Existenz des Holocaust bestreiten, da Beweise und logische Argumente belegen, dass die Deutschen niemals sechs Millionen Juden haben vergasen können, denn dies sei physisch und technisch nicht möglich gewesen." Der Holocaust, fügte er hinzu, sei nichts anderes als "eine zionistische Strategie, Deutschland im Verlauf der letzten 40 Jahre um ca. 100 Milliarden Mark zu erpressen und jeden zu terrorisieren, der sich nicht dem jüdischen Joch unterwirft." Kein rumänischer Autor verfolgte jedoch das Verleugnungsargument eifriger und entschiedener als &lt;a href="http://www.halbjahresschrift.homepage.t-online.de/ion.htm" target="_blank"&gt;Radu Theodoru&lt;/a&gt;. Nach seiner Auffassung, besteht die Bedeutung der revisionistischen Vorgehensweise in dem Nachweis, dass "die gesamten &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Prozesse" target="_blank"&gt;Nürnberger Prozesse&lt;/a&gt; Racheakte der Sieger über die Besiegten gewesen sind." Theodoru charakterisiert die Nürnberger Prozesse wie folgt: "Ein Prozess des zionistischen Nazismus gegen den deutschen Nazismus, oder, genauer, des jüdischen Nazismus gegen den arischen Nazismus; nichts anderes, als eine Auseinandersetzung unter Rassisten."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ablenkende Verleugnung.&lt;/span&gt; Diese Art der Holocaust-Verleugnung findet sowohl breiten Raum in Politikeräußerungen nach dem Fall des Kommunismus, als auch in den Geschichtsbüchern. Schon zu Beginn der 90er-Jahre forderte Radu Câmpeanu, der ehemalige Präsident der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Partidul_National_Liberal" target="_blank"&gt;Nationalen Liberalen Partei (PNL)&lt;/a&gt;, die Rehabilitierung des Marschalls Antonescu, eines "großen Rumänen". Hierbei verlegte Câmpeanu die Schuld an den Gewalttaten während des Holocaust in den deutschen und ungarischen Verantwortungsbereich. Er behauptete, dass Rumänien während des Krieges praktisch ein von den Nazis besetztes Land gewesen sei. Darüber hinaus, ergänzte er, hätten sich in keinem anderen Land unter der Einflusssphäre der Nazis so wenige Verbrechen gegen die Juden zugetragen, wie in Rumänien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Historiker, wie &lt;a href="http://www.rferl.org/reports/eepreport/2002/09/19-180902.asp" target="_blank"&gt;Maria Covaci&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.halbjahresschrift.homepage.t-online.de/ion.htm" target="_blank"&gt;Mircea Mușat&lt;/a&gt;, beides Berühmtheiten zur Zeit von Ceaușescu, wiederholten nach 1990 die ablenkende Interpretation der jüngsten Geschichte. Im Rumänien der Jahre nach 1990, ebenso wie in anderen Staaten in Mittel- und Osteuropa, gehören die Nationalisten zu denjenigen, die versuchen, die Schuld an dem Holocaust den Juden zu geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Rumänien sehr verbreitete Verschwörungstheorien gehören auch zu der ablenkenden Verleugnung des Holocaust. Aus der Sicht von Theodoru, war Hitler nichts anderes, als eine willfährige Marionette in den Händen der Juden, dazu geeignet, den Juden einen Schreck einzujagen, um sie nach &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkerbundsmandat_f%C3%BCr_Pal%C3%A4stina" target="_blank"&gt;Palästina&lt;/a&gt; zu vertreiben. Währenddessen behauptete &lt;a href="http://www.halbjahresschrift.homepage.t-online.de/ion.htm" target="_blank"&gt;Ion Buduca&lt;/a&gt; im April 1998 in der &lt;a href="http://www.romlit.ro/" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;România Literară&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; [Literarisches Rumänien], der angesehenen Wochenzeitung des Schriftstellerverbandes, dass der Antisemitismus ein zionistisches Manöver war, um die jüdische Emigration zu beschleunigen. Schon 1993 schrieb der Chefredakteur der Zeitschrift &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Europa&lt;/span&gt;, &lt;a href="http://www.halbjahresschrift.homepage.t-online.de/ion.htm" target="_blank"&gt;Ilie Neacșu&lt;/a&gt; (später Parlamentarier der PRM): "Nach unserem Kenntnisstand, hat Hitler die Saujuden nicht im Jordantal abgeschlachtet, sondern vielmehr in Berlin, wo die Nachfahren von Judas nach dem Ersten Weltkrieg Wirtschaft, Kultur und Politik in Deutschland für sich vereinnahmt hatten."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während einige Leugner des Holocaust bereit sind, anzuerkennen, dass gewisse Unterdrückungsmaßnahmen gegen die Juden "notwendigerweise" ergriffen worden sind, tun sie gleichzeitig alles, um zu unterstreichen, dass diese Maßnahmen nur die Antwort auf die mangelnde Loyalität der Juden gegenüber Rumänien waren. Sie argumentieren hauptsächlich damit, dass die Juden in 1940 die sowjetischen Besatzer in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bessarabien" target="_blank"&gt;Bessarabien&lt;/a&gt; und der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bukowina" target="_blank"&gt;Nordbukowina&lt;/a&gt; unterstützt hätten, dass sie sich an Erniedrigungen und Quälereien der im Rückzug befindlichen rumänischen Armee beteiligt hätten, und mehr noch, dass sie an der physischen Liquidation der rumänischen Militärs teilgenommen hätten. So betrachtet, könnten die Pogrome von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dorohoi" target="_blank"&gt;Dorohoi&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gala%C5%A3i" target="_blank"&gt;Galați&lt;/a&gt; im Juni 1940, das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ia%C5%9Fi#Das_Pogrom_von_Ia.C5.9Fi" target="_blank"&gt;Pogrom von Iași&lt;/a&gt; und die in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transnistrien_%28Zweiter_Weltkrieg%29" target="_blank"&gt;Transnistrien&lt;/a&gt; begangenen Greueltaten - selbst wenn man nur die minimalen Opferzahlen ansetzt - als Akte der Selbstverteidigung und/oder spontane Rachehandlungen interpretiert werden. Dieses Argument wird unterschiedlich gewichtet. Während einige den Juden die Alleinschuld geben, stellen andere nur ihre Teilschuld fest, die jedoch durch angeblich kriegsspezifische "komplexe" und "spannungsgeladene" Umstände verstärkt wird. Typisch für die erste Version ist die Arbeit von Alex Mihai Stoenescu. In seinem Buch &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Armata, mareșalul și evreii&lt;/span&gt; [Die Armee, der Marschall und die Juden] wird nicht die systematische Planung der Gewalttaten unterstrichen, sondern vielmehr argumentiert, dass der Tod von Tausenden von Zivilisten in den Todeszügen die Folge einer Fahrlässigkeit und nicht etwa einer vorsätzlichen Handlung war. Er schließt damit, dass es nicht das erste Mal in der Geschichte sei, dass "Hunderttausende Unschuldiger" für die "Schuld einer Handvoll [jüdischer Kommunisten]" zu zahlen gehabt hätten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein prominenter Vertreter der so genannten Reaktionstheorie ist der Historiker &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/antisemitism_in_romania_02.html" target="_blank"&gt;Gheorghe Buzatu&lt;/a&gt;, der dazu einen Beitrag in einem Geschichtsband aus dem Jahr 1995 leistet. Dieser Band ist ein Nachtrag zu der "Geheimgeschichte" des Zweiten Weltkriegs, welche in den letzten Jahren der kommunistischen Herrschaft erschienen war. Zum Zeitpunkt der Buchveröffentlichung hatten die Ansichten von Buzatu über den Holocaust bereits einen notorischen Charakter angenommen. Sie erschienen in Kurzform in einer Broschüre, die von Buzatu in dem Verlagshaus der Eisernen Garde, &lt;a href="http://www.tau.ac.il/Anti-Semitism/asw2003-4/romania.htm" target="_blank"&gt;Majadahonda&lt;/a&gt;, veröffentlicht wurde. Buzatu vertritt die Auffassung, dass Rumänien nicht die Täter-, sondern die Opferrolle im Holocaust zukommt. Mehr noch, er behauptet, dass Rumänien durch die Juden einen eigenen Holocaust ab dem Jahr 1940 erlitten habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese letztgenannte Form der ablenkenden Verleugnung des Holocaust, die mit Abstand beleidigendste für das Andenken an die Opfer, weist den Juden die Täterrolle im Holocaust zu. In einem "Offenen Brief" vom Februar 1997 an &lt;a href="http://romania-on-line.net/halloffame/CajalNicolae.htm" target="_blank"&gt;Dr. Nicolae Cajal&lt;/a&gt;, den leider verstorbenen Präsidenten der &lt;a href="http://www.romanianjewish.org/en/index.html" target="_blank"&gt;Föderation der Jüdischen Gemeinden in Rumänien&lt;/a&gt;, behauptete &lt;a href="http://www.hagalil.com/archiv/2005/04/rumaenien.htm" target="_blank"&gt;Ion Coja&lt;/a&gt;, Philologieprofessor an der Universität von Bukarest, dass im Januar 1941 in Bukarest kein Pogrom stattgefunden habe. Coja räumte zwar ein, dass möglicherweise einige Juden während der Rebellion gegen Antonescu im Januar umgekommen seien, aber niemand jemals Beweise vorlegen könne, dass die Eiserne Garde diese oder andere Morde verübt habe, zu denen auch die Ermordung von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nicolae_Iorga" target="_blank"&gt;Nicolae Iorga&lt;/a&gt; zählt. Im September 2003 behauptet Coja, dass die jüdischen Opfer des Pogroms von Bukarest auf das Konto der jüdischen Glaubensgenossen gingen, die - mit den Grünhemden der Legion bekleidet - in Wahrheit Kommunisten waren, die den sowjetischen Interessen dienten: Kompromittierung der Eisernen Garde und Zerstörung ihrer Partnerschaft mit Antonescu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Selektive Verleugnung.&lt;/span&gt; Ebenso wie die ablenkende Verleugnung des Holocaust, hat auch die selektive Verleugnung ihren Ursprung in einer nationalistischen Entlastungsstrategie. In diesem Zusammenhang sind erneut Buzatu und Coja in Erscheinung getreten. Im Verlauf der 90er-Jahre wirkte Buzatu als Herausgeber oder Vorwortschreiber einer Reihe von Geschichtsbänden, die die Eiserne Garde und ihren Führer in ein günstiges Licht stellten. Damals war er noch bereit, zuzugeben, dass die Garde Verbrechen verübt hatte, stellte diese aber als nationale rumänische Reaktion auf den wachsenden Bolschewismus und seine Verbrechen dar, dem, wie er behauptete, sich die Juden angeschlossen hätten. In jüngster Zeit wandte er sich vollständig der selektiven Verleugnung von Coja zu. Im Juli 2001 veranstalteten Coja und Buzatu ein Symposium in Bukarest, unter der Überschrift "Holocaust in Rumänien?", ein Titel, der für sich alleine spricht. Diese Konferenz endete damit, dass Coja die &lt;a href="http://www.hagalil.com/antisemitismus/europa/rumaenien.htm" target="_blank"&gt;Liga zur Bekämpfung des Antirumänismus (LICAR)&lt;/a&gt; gründete und sich selbst zum Präsidenten kürte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Annahme der Regierungseilverordnung Nr. 31 vom 13. März 2002 beweist, dass selektive Verleugnungstaktiken nicht nur unter extremistischen Intellektuellen und Politikern grassieren, sondern auch offizielle staatliche Stellen betreffen. Die Verordnung untersagt die Aktivität von faschistischen Organisationen, die öffentliche Verwendung rassistischer und fremdenfeindlicher Symbole und die Verehrung von Personen, die für "Verbrechen gegen den Frieden und die Menschlichkeit" verurteilt worden sind, zu denen auch Antonescu zählt. Weiterhin verbietet die Verordnung, in öffentlichen Räumen - mit Ausnahme der Museen und Forschungsinstitute, sofern es zu ihrem Forschungsfeld gehört - Standbilder oder Gedenktafeln dieser Personen auszustellen sowie Straßen und Plätze nach ihnen zu benennen. Nicht zuletzt, verbietet die Verordnung 31/2002 die öffentliche Verleugnung des Holocaust und seiner Folgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Schicksal dieser Verordnung bleibt jedoch ungewiss. Nachdem sie dem Parlament vorgelegt wurde, schlugen Abgeordnete verschiedene Veränderungen vor, die - deren Annahme vorausgesetzt - ihre Wirkung verwässern würden. Der wichtigste Änderungsantrag, vorgebracht von dem Abgeordneten Gheorghe Buzatu, definiert den Holocaust als "systematische Massenvernichtung der jüdischen Bevölkerung in Europa, organisiert von den Nazibehörden während des Zweiten Weltkrieges." Mit anderen Worten, folgt man dieser Definition, hat es in Rumänien keinen Holocaust gegeben, da die Vernichtung der Juden "von den Nazibehörden organisiert" und nicht von den rumänischen Behörden veranlasst wurde. Dieser Änderungsantrag passt genau zu dem Konzept der selektiven Verleugnung des Holocaust, das von Buzatu und seinen Gefolgsleuten vertreten wird, nach dem sich der Holocaust nicht in Rumänien, sondern anderswo abgespielt hat. Sollte das Parlament diesem Änderungsantrag nachkommen, dann verliert die Gesetzgebung ihre Bedeutung. Es gilt ergänzend festzustellen, dass die Konstituierung der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiesel-Kommission" target="_blank"&gt;Wiesel-Kommission&lt;/a&gt; auf eine Erklärung der rumänischen Regierung aus Juni 2002 zurückgeht, derzufolge es keinen Holocaust "innerhalb der rumänischen Grenzen" gegeben habe; dies führte in der Konsequenz zu einer heftigen Kontroverse, begleitet von einem internationalen Medienecho.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die im Ausland lebenden Rumänen spielten eine entscheidende Rolle bei der Formulierung und Verbreitung der nationalistischen Argumente, sowohl vor, als auch nach 1989. Dennoch müssen wir festhalten, dass die Auslandsrumänen keine geschlossene und homogene Gruppe bilden, deren gemeinsames Kennzeichen der Nationalismus ist. Unter den Auslandsrumänen traten nur einige hervor, die zur Verleugnung des Holocaust neigen, im Gegenzug jedoch, trugen auch bemerkenswert viele Intellektuelle dazu bei, die wahren Ausmaße der Verbrechen der Legionäre unter dem Antonescu-Regime darzustellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichwohl die Anhänger der vollständigen Verleugnung des Holocaust eine Randgruppe innerhalb der rumänischen Gemeinde im Ausland darstellten, spielten sie eine entscheidende Rolle als Verbindungsleute zwischen den rumänischen Vertretern des Nationalkommunismus und den Netzwerken rechtsextremistischer Rumänen im Ausland, deren Propagandatexte erfolgreich in Rumänien verbreitet wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Strategie der vollständigen Verleugnung des Holocaust wurde aus dem Westen mit Hilfe der Exil-Mitglieder der Eisernen Garde "importiert".  Eine Zeit lang war die führende Publikation, die den Positionen der Legionäre ein Forum gab, die &lt;a href="http://www.halbjahresschrift.homepage.t-online.de/cyber.htm" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gazeta de Vest&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; [Gazette des Westens] aus Timișoara. Die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gazeta de Vest&lt;/span&gt; - ebenso wie der Verlag &lt;a href="http://www.halbjahresschrift.homepage.t-online.de/cyber.htm" target="_blank"&gt;Gordian&lt;/a&gt;, der sich auf die Literatur der Garde und ihrer Verbreitung spezialisiert hat - wurden von dem Legionär Zaharia Marineasa finanziert. Während die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gazeta de Vest&lt;/span&gt; und ihre Konkurrentin, &lt;/incomparably&gt;&lt;/begangenen&gt;&lt;/adjectives&gt;&lt;/transformations&gt;&lt;/für&gt;&lt;/canonized&gt;&lt;/haupt&gt;&lt;/ventures&gt;&lt;/in&gt;&lt;/specificity&gt;&lt;/competitive&gt;&lt;/transactionale?&gt;&lt;/deflective&gt;&lt;/immer&gt;&lt;/comparative&gt;&lt;/own&gt;&lt;/deflective&gt;&lt;/tatsächliche&gt;&lt;/integral,&gt;&lt;/negationism&gt;&lt;/concept&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mișcarea&lt;/span&gt;&lt;concept&gt;&lt;negationism&gt;&lt;integral,&gt;&lt;tatsächliche&gt;&lt;deflective&gt;&lt;own&gt;&lt;comparative&gt;&lt;immer&gt;&lt;deflective&gt;&lt;transactionale?&gt;&lt;competitive&gt;&lt;specificity&gt;&lt;in&gt;&lt;ventures&gt;&lt;haupt&gt;&lt;canonized&gt;&lt;für&gt;&lt;transformations&gt;&lt;adjectives&gt;&lt;begangenen&gt;&lt;incomparably&gt; [Die B&lt;/incomparably&gt;&lt;/begangenen&gt;&lt;/adjectives&gt;&lt;/transformations&gt;&lt;/für&gt;&lt;/canonized&gt;&lt;/haupt&gt;&lt;/ventures&gt;&lt;/in&gt;&lt;/specificity&gt;&lt;/competitive&gt;&lt;/transactionale?&gt;&lt;/deflective&gt;&lt;/immer&gt;&lt;/comparative&gt;&lt;/own&gt;&lt;/deflective&gt;&lt;/tatsächliche&gt;&lt;/integral,&gt;&lt;/negationism&gt;&lt;/concept&gt;&lt;concept&gt;&lt;negationism&gt;&lt;integral,&gt;&lt;tatsächliche&gt;&lt;deflective&gt;&lt;own&gt;&lt;comparative&gt;&lt;immer&gt;&lt;deflective&gt;&lt;transactionale?&gt;&lt;competitive&gt;&lt;specificity&gt;&lt;in&gt;&lt;ventures&gt;&lt;haupt&gt;&lt;canonized&gt;&lt;für&gt;&lt;transformations&gt;&lt;adjectives&gt;&lt;begangenen&gt;&lt;incomparably&gt;ewegung], die für den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Corneliu_Zelea_Codreanu" target="_blank"&gt;Codreanu&lt;/a&gt;-Flügel steht, mittlerweile verschwunden sind, erscheinen die &lt;a href="http://www.hagalil.com/antisemitismus/osteuropa/rumaenien.htm" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Puncte Cardinale&lt;/span&gt; [Kardinalpunkte]&lt;/a&gt; regelmäßig einmal im Monat. Zwischenzeitlich werden zwei andere monatlich erscheinende Blätter der Garde in Bukarest gedruckt, &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Permanențe&lt;/span&gt; [Beständigkeit] und &lt;a href="http://www.tau.ac.il/Anti-Semitism/asw2002-3/romania.htm" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Obiectiv legionar&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; [Blickwinkel des Legionärs].  Zwar muss die Bedeutung dieser Veröffentlichungen nicht überhöht werden, dennoch sollte ihr nationaler und internationaler Einfluss nicht völlig vernachlässigt werden. Die &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Noua_Dreapt%C4%83" target="_blank"&gt;Neue Rechte&lt;/a&gt; ist beispielsweise eine extremistische Organisation, die 1994 gegründet wurde und unter dem gleichen Namen im Internet auftritt sowie regelmäßig die Zeitschrift &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Măiastra&lt;/span&gt; [Vogel-Allegorie aus der rumänischen Mythologie] herausgibt. Selbst im Vergleich zu anderen rechtsextremistischen Gruppen, lässt der gegen die Roma gerichtete Rassismus der Neuen Rechten erschauern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie bereits erwähnt, bildet die Verharmlosung des Holocaust durch Vergleiche eine eigenständige und dennoch mit der Verleugnung des Holocaust verwandte Kategorie. Um sie besser zu verstehen, sind einige zusätzliche Anmerkungen erforderlich. Erstens, die vergleichende Methodik ist und bleibt ein grundlegendes Instrument der Geschichtsforschung. Sie ist auch gleichermaßen eine naheliegende Methode, um den Holocaust zu untersuchen. Bereits seit 1950 und in einem verstärkten Maß im Verlauf der letzten 20 Jahre, wurden zahlreiche Studien veröffentlicht, die den Holocaust mit anderen Völkermord-Phänomenen vergleichen: &lt;a href="http://www.bpb.de/publikationen/FCP53R,2,0,Revolution_Stalinismus_und_Genozid.html" target="_blank"&gt;kommunistischen Greueltaten in der Ukraine&lt;/a&gt; und anderen Regionen der ehemaligen UdSSR, Völkermorde in Asien, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_an_den_Armeniern" target="_blank"&gt;Völkermord an den Armeniern&lt;/a&gt; auf Befehl der türkischen Verwaltung während des Ersten Weltkrieges und andere Völkermorde in jüngerer Zeit. Andererseits wurde der Holocaust in der Nachkriegsgeschichtsschreibung als einzigartiges Phänomen gewertet. Selbst wenn sich nicht alle Geschichtswissenschaftler über die Kriterien, die zu einer einzigartigen Entwicklung führen, einig sind, stimmen sie gleichwohl überein, was den Holocaust anbetrifft. Die Mehrzahl der Historiker stimmt darin überein, dass der grundlegende Unterschied zwischen dem Holocaust und anderen Völkermorden in der "mutwilligen und uneingeschränkten" Anwendung der "Endlösung" besteht, die sich gegen alle Juden - ungeachtet ihres Wohnortes - richtete und keinerlei Ausnahmen zuließ. (Anders, als im Fall der kommunistischen Unterdrückungsmaßnahmen, gab es keine Ausnahmen, d. h. eine Zusammenarbeit mit dem"Feind" schied aus, ebenso wie seine Verwandlung in einen "Menschen neuer Prägung".)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das intellektuelle und politische Profil der Anhänger der Verharmlosung des Holocaust durch Vergleiche ist sehr unterschiedlich: Leugner und Extremisten an der Seite von Persönlichkeiten mit einem demokratischen Profil und ansonsten makellosem Ruf. Die vergleichende Verharmlosung des Holocaust kommt häufig mit seiner ablenkenden Verleugnung zusammen. Die Leugner des Holocaust verwenden den Begriff "Holocaust" als - semantisch missbräuchliche - Sprachkonstruktion, die die Anerkennung eines jüdischen "Holocaust gegen das rumänische Volk" einfordert oder reden von einem "roten Holocaust", der von den Juden über die Menschheit gebracht worden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drei Persönlichkeiten unter den Exil-Rumänen verwenden wiederholt in ihren in Rumänien erschienenen Essays und Büchern Formulierungen, welche zu einer Verharmlosung des Holocaust durch Vergleiche führen: &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Paul_Goma" target="_blank"&gt;Paul Goma&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Monica_Lovinescu" target="_blank"&gt;Monica Lovinescu&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dorin_Tudoran" target="_blank"&gt;Dorin Tudoran&lt;/a&gt;. Goma, einer der wenigen antikommunistischen Dissidenten, die Ende der 70er-Jahre ins Exil gedrängt wurden, schrieb einige Hefte, in denen er über den "roten Holocaust" gegen das rumänische Volk sprach, an dem die Juden angeblich einen wesentlichen Anteil hatten. Das Leitmotiv seines letzten Bestsellers, &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Săptămâna roșie&lt;/span&gt; [Die rote Woche], wird in folgendem Zitat wiedergegeben: "Der rote Holocaust, auch von ihnen [den Juden] geplant, fing für uns Rumänen &lt;span style="font-style: italic;"&gt;ein Jahr vor ihrem an, am 28. Juni 1940&lt;/span&gt;, und ist bis heute nicht abgeschlossen." Immer wieder erkennt Goma vorbehaltlos die rumänische Verantwortung und sogar die "Kollektivschuld" an dem "grässlichen Pogrom von Iași" und für die Deportationen nach Transnistrien an. Dennoch behauptet er, dass sich die "für ein halbes Jahrhundert verbotene Wahrheit" auf Racheakte bezieht, die unter kriegsspezifischen Umständen wegen der zuvor von den Juden begangenen Verbrechen ereigneten. Dieses Buch steht stellvertretend für die Verharmlosung des Holocaust durch Vergleiche, enthält aber auch eine Synthese aus Holocaust-Verleugnung und Antisemitismus, die ihresgleichen in den rumänischen Veröffentlichungen der postkommunistischen Zeitspanne sucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Thema "Monopol des Leidens" gewann in Rumänien und den rumänischen Gemeinden im Ausland erneut an Aktualität, nachdem das Buch &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzbuch_des_Kommunismus" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Cartea neagră a comunismului&lt;/span&gt; [Schwarzbuch des Kommunismus]&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%A9phane_Courtois" target="_blank"&gt;Stephane Courtois&lt;/a&gt; erschienen ist. Die Kritik, die von Stephane Courtois und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Fran%C3%A7ois_Revel" target="_blank"&gt;J. F. Revel&lt;/a&gt; an die Adresse der intellektuellen Linken und der westlichen Politik, für deren Weigerung, den Kommunismus mit der gleichen Vehemenz zu kritisieren, mit der die Linke den Faschismus verurteilte, wurde in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre von zwei Exil-Rumänen fortgesetzt. Dorin Tudoran, ein ehemaliger couragierter antikommunistischer Dissident, der heute in den Vereinigten Staaten lebt, und Monica Lovinescu, die sich unmittelbar nach dem Krieg in Paris niederließ, schlossen sich der Kritik gegenüber Rumänien an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stück für Stück, beginnt Rumänien sich mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen und die Verantwortung dafür anzunehmen. Es ist unvermeidbar, dass Doppeldeutigkeiten weiterhin bestehen, aber es hat den Anschein, dass die politischen und intellektuellen Eliten nunmehr eher als vor einigen Jahren bereit sind, sich den finsteren Zeiten in der Geschichte des Landes zu stellen. Die Konstituierung der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiesel-Kommission" target="_blank"&gt;Internationalen Kommission zur Erforschung des Holocaust in Rumänien&lt;/a&gt; ist ein schlüssiger Beweis für diese Veränderung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während die selektive Verleugnung des Holocaust ein wesentliches Merkmal der Geschichtsschreibung bleibt, gibt es gleichwohl Historiker, die den Holocaust mit Professionalismus und Wahrhaftigkeit untersuchen. Dazu gehört beispielsweise &lt;a href="http://www.memorialsighet.ro/de/scoala_de_vara.asp" target="_blank"&gt;Șerban Papacostea&lt;/a&gt;, der in bemerkenswerter Weise auf die ersten Bemühungen reagierte, Antonescu zu rehabilitieren. &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lucian_Boia" target="_blank"&gt;Lucian Boia&lt;/a&gt; übernahm die Aufgabe, die Mythen über die Legion und Antonescu sowie die Stereotype über die Juden zu zerstören. Der erste rumänische Historiker, der ein gesamtes Kapitel dem Schicksal der rumänischen Juden während des Holocaust widmete, war &lt;a href="http://www.2i.westhost.com/bg/1_5.html" target="_blank"&gt;Dinu C. Giurescu&lt;/a&gt;, in seinem 1999 erschienenen Buch &lt;span style="font-style: italic;"&gt;România în al doilea război mondial&lt;/span&gt; [Rumänien im Zweiten Weltkrieg].&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darüber hinaus wurden Fachinstitute für die Holocaust-Forschung gegründet. Darunter verdient das Zentrum zum Studium der Geschichte der Juden in Rumänien (CSIER), welches unter der Schirmherrschaft der Föderation der Jüdischen Gemeinden in Rumänien (FCER) tätig ist, eine besondere Erwähnung; das Zentrum hat bereits 1990 eine bahnbrechende Untersuchung über den Holocaust vorgelegt. Bisher hat dieses Institut fünf Dokumentenbände zu dem Thema veröffentlicht. Einige Forschungsinstitute der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rum%C3%A4nische_Akademie" target="_blank"&gt;Rumänischen Akademie&lt;/a&gt; organisierten ebenfalls wissenschaftliche Tagungen. Bemerkenswert ist auch, dass das Institut für politische Studien zur Verteidigungspolitik und Militärgeschichte - ehemals eine Bastion der revisionistischen, Antonescu-freundlichen Historiker - zu einem respektablen Forschungszentrum wurde. Die Universitäten von &lt;a href="http://www.ubbcluj.ro/ge/index.html" target="_blank"&gt;Cluj&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Universit%C3%A4t_Bukarest" target="_blank"&gt;Bukarest&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.ucv.ro/en/" target="_blank"&gt;Craiova&lt;/a&gt; gründeten spezialisierte Institute zur Erforschung der Geschichte der Juden und gleichzeitig erschienen Publikationen, die sich mit der Geschichte der Juden und des Holocaust befassen. Hochrangige Zeitschriften, herausgegeben von traditionsreichen Forschungsinstituten, begannen Artikel zu veröffentlichen, die sich mit der Tragödie der Juden und Roma in Rumänien während des Zweiten Weltkrieges beschäftigen. Die Schulbücher durchlaufen einen Veränderungs- und Verbesserungsprozess, obwohl es hier noch viel zu tun gibt und die Ungenauigkeiten noch sehr zahlreich sind. Die Verlage übersetzen in verstärktem Maß Bücher über die Geschichte der Juden, dennoch muss erwähnt werden, dass der größte Teil dieser Bände in dem Verlag der FCER, Hasefer, erscheinen. Eine neue Generation junger Historiker, zur Zeit noch wenig sichtbar und bestrebt, Arbeiten zu sehr spezifischen Themen zu publizieren, beginnt jedoch sich Gehör zu verschaffen und unter Beweis zu stellen, dass sie befähigt ist, die Zeitspanne des Holocaust aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bislang hat es nur beschränkte Bemühungen gegeben, die Geschichte der Juden in Rumänien als integralen Bestandteil der rumänischen Geschichte zu verstehen. Wir hoffen, dass die Annahme des Berichtes und der Empfehlungen der Kommission einen entscheidenden Schritt auf eine kritische Neubewertung der rumänischen Geschichte bedeutet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/incomparably&gt;&lt;/begangenen&gt;&lt;/adjectives&gt;&lt;/transformations&gt;&lt;/für&gt;&lt;/canonized&gt;&lt;/haupt&gt;&lt;/ventures&gt;&lt;/in&gt;&lt;/specificity&gt;&lt;/competitive&gt;&lt;/transactionale?&gt;&lt;/deflective&gt;&lt;/immer&gt;&lt;/comparative&gt;&lt;/own&gt;&lt;/deflective&gt;&lt;/tatsächliche&gt;&lt;/integral,&gt;&lt;/negationism&gt;&lt;/concept&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4674613588760363990-2367946737600252225?l=wiesel-kommission.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/feeds/2367946737600252225/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4674613588760363990&amp;postID=2367946737600252225' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/2367946737600252225'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4674613588760363990/posts/default/2367946737600252225'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://wiesel-kommission.blogspot.com/2008/03/verflschung-verleugnung-und.html' title='Verfälschung, Verleugnung und Minimalisierung des Holocaust im Rumänien der Nachkriegszeit'/><author><name>Edgar Hauster</name><uri>http://www.blogger.com/profile/02845427906846633254</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://photos1.blogger.com/blogger/4133/3143/1600/eddy.0.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
